Filmemacher Roland Emmerich gründet VR-Unternehmen VRenetic

Roland Emmerich ist nicht nur erfolgreicher Regisseur, der seit Jahren in Hollywood arbeitet. Er macht hin und wieder auch als Unternehmer von sich reden. Derzeit sorgt der Filmemacher als Mitgründer eines VR-Startups namens VRenetic für Aufsehen.

Das US-Unternehmen tritt mit dem Ziel an, das VR-Phänomen von der Herstellung bis hin zum Konsum von Inhalten insgesamt preisgünstiger zu gestalten. Womit vor allem ein junges, social-media-affines Publikum anvisiert werden soll, das sich die noch immer teure VR-Technologie nicht leisten kann. „Natürlich existieren die professionellen 360-Grad-Inhalte bereits“, wird Emmerich vom Magazin Gründerszene zitiert, „aber sie sind völlig unzugänglich für junge, preisempfindliche Nutzer.“

Roland Emmerich

Roland Emmerich (Bild: Sony Pictures)

Dreh- und Angelpunkt des Startups soll eine Streaming-Plattform namens VResh werden, auf der VR-Inhalte in 4K-Qualität angeboten werden sollen. Deren Nutzer sollen nicht nur Konsumenten sein, sondern die Inhalte auch selbst produzieren. Sowohl die zum Filmen (VR-Kameras) als auch zum Streamen (VR-Brille) benötigte Technik wird von VRenetic entwickelt. Ko-Gründer und leitender Geschäftsführer des Startups ist der Filmproduzent Marco Weber.

Ob die Rechnung von Emmerich und Co. aufgehen wird, wird die Zukunft zeigen. Denn auch andere Unternehmen haben längst erkannt, dass VR von der Herstellung bis zum Konsum derzeit noch am Kostenfaktor krankt. Weshalb so mancher Hersteller die Preise bereits gesenkt hat. Facebook zum Beispiel will nächstes Jahr eine günstigere Variante der Oculus-Rift-Brille für 200 US-Dollar auf den Markt bringen.

Die Erfolgsgeschichte von Roland Emmerich

Roland Emmerich gehört zu den erfolgreichsten Hollywood-Regisseuren aller Zeiten. 1955 in Stuttgart geboren, geht der Filmemacher nach ersten Arbeiten in Deutschland („Das Arche Noah Prinzip“, „Joey“) Anfang der 1990er Jahre in die USA. In der Traumfabrik entstehen Blockbuster wie „Independence Day“, „The Day After Tomorrow“ und „2012“. Letztes Jahr ist er mit der Fortsetzung „Independence Day: Wiederkehr“ erfolgreich.

Als Unternehmer macht Emmerich von sich Reden, als er 2012 das Startup Flimmer mitgründet. Die Vermarktungsplattform für Filmtrailer wird 2016 vom französischen Medienkonzern Webedia übernommen.

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