Virtual Reality und Sprachassistenten kommen bei Verbrauchern nicht an

Die IT-Branche scheint sich sicher: Virtual Reality und intelligente Sprachassistenz sind die vielversprechendsten Technologien unserer Zeit. Daher investieren Hersteller viel Arbeit und noch mehr Geld in entsprechende Produkte. Doch orientieren sie sich dabei wirklich nach den Bedürfnissen der Verbraucher? Oder hoffen sie, dass mit dem Angebot auch die Nachfrage steigen wird? Danach sieht es derzeit jedenfalls nicht aus. Laut der Global Mobile Consumer Survey 2017 des Dienstleistungsunternehmens Deloitte, interessieren sich Verbraucher derzeit noch immer zu wenig für VR und digitale Sprachassistenz.

Von einem Massenphänomen sind beide Technologien noch weit entfernt. Hatte Virtual Reality im vergangenen Jahr noch einen Verbreitungsgrad von gerademal zwei Prozent, so stieg er dieses Jahr nur um einen Prozentpunkt. Bei den digitalen Sprachassistenten sieht es nicht besser mit der Verbraucherakzeptanz aus. Laut der Studie nutzen lediglich 18 Prozent der Befragten Dienste wie Alexa, Siri oder Google Assistant.

Sonys VR-Brille soll im ersten Halbjahr 2016 in den Handel kommen (Bild: James Martin/CNET).

Bild: James Martin/CNET

„Innovative Dienste sind der Treibstoff für die Mobilfunkindustrie. Viele der groß angekündigten Trends sind jedoch noch nicht recht bei den Verbrauchern angekommen“, so Dr. Andreas Gentner von Deloitte. „Zwar zeigen sich die jüngeren Altersgruppen erwartungsgemäß aufgeschlossener – im Verhältnis zur Gesamtzahl bleiben sie aber in der klaren Minderheit. Von Disruption kann zurzeit keine Rede sein – eher von einer evolutionären Entwicklung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten.“

Internet of Things überwindet Stagnation

Aus dem Alltag nicht nur jüngerer Nutzer nicht mehr wegzudenken ist dagegen das Smartphone. Das Allround-Gerät hat sich laut der Studie endgültig auch als mobile Leinwand durchgesetzt. Dabei schauen Verbraucher damit gerne auch längere Formate wie Filme und Serien. Außerdem gewinnen die Geräte als Video- und Fotokamera immer mehr an Beliebtheit. Auch die E-Mail ist trotz Chatdiensten wie WhatsApp und Social-Media-Plattformen à la Facebook noch immer fest in unserem Alltag verankert. 43 Prozent der Nutzer greifen auf sie zwecks Kommunikation vor allem im Geschäftsleben zu.

HomePod

HomePod (Bild: Apple)

Auch Hersteller von Internet-of-Things-Geräten können optimistisch in die Zukunft blicken. Nachdem die Technologie jahrelang stagnierte, zeichnet sich laut Deloitte langsam eine Trendwende ab. Und die von den Befragten geäußerten Kaufabsichten lassen erkennen: Der Aufschwung verspricht, nachhaltig zu sein.

Deloitte hat für die Globale Mobile Consumer Survey 2017 mehr als 53.000 Konsumenten weltweit befragt. Davon waren mehr als 2.000 Deutsche.

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