Aus für Serie mit Robert De Niro: Amazon beendet Zusammenarbeit mit Weinstein Company

Amazon beendet die Kooperation mit dem Filmstudio The Weinstein Company. Die auf Film- und Serienproduktion spezialisierte Sparte des Online-Versandhändlers, Amazon Studios, hat die noch titellose Serie von David O. Russell eingestellt. Die Produktion von „The Romanoffs“ setzt das Unternehmen indes fort, allerdings ohne die Weinstein Company.

Hintergrund der Entscheidung sind die Sexskandale um den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein und den mittlerweile beurlaubten Chef von Amazon Studios, Roy Price. Erster wird von mehreren Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt zu haben. Vor dem Hintergrund dieser Affäre hatte die Schauspielerin Rose McGowan zuletzt auch Amazon in die Verantwortung genommen. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb sie vor wenigen Tagen, dass sie dem Leiter von Amazon Studios erzählt hätte, dass Weinstein sie vergewaltigt habe. Der hätte ihr aber nicht geglaubt.

Amazon: Doch kein kostenloses Smartphone in Planung? (Foto: CNET.com)

Der Amazon-Studios-Chef wurde im Zuge der Weinstein-Enthüllungen selbst der sexuellen Belästigung beschuldigt. Die Produzentin Isa Dick Hackett, die mit Amazon Studios bei den Serien „The Man in the Hgh Castle“ und „Philip K. Dick’s Electric Dreams“ zusammenarbeitet, wirft dem Manager vor, sie vor zwei Jahren sexuell bedrängt zu haben. Price wurde am Donnerstag seines Amtes enthoben.

Filmemacher unterstützen die Entscheidung

Die Mystery-Serie von US-Filmemacher David O. Russell gehört mit einem Budget von rund 160 Millionen US-Dollar zu den aufwändigsten Serienproduktionen von Amazon Studios. Für die Hauptrollen waren die Oscar-Preisträger Robert De Niro und Julianne Moore vorgesehen. Der Filmemacher und die Schauspieler begrüßen die Entscheidung des Studios. „Im Lichte der letzten Nachrichten unterstützen wir die Entscheidung von Amazon“, schreiben Russell, De Niro und Moore in einer von Hollywood Reporter zitierten Stellungnahme. Aus Respekt vor den Leidtragenden habe man gemeinsam entschieden, mit der Serie nicht weiterzumachen. Wie es mit dem Projekt nun weitergeht, ist noch nicht bekannt.

Auch die Macher von „The Romanoffs“ dürften nichts dagegen haben, dass sich Amazon von The Weinstein Company trennt. Wie das Blatt unter Berufung auf einen Insider berichtet, hätte Showrunner Matthew Weiner („Mad Men“) dem Online-Riesen über seinen Sprecher ausrichten lassen, „den Namen Weinstein aus der Serie zu streichen“. Die Arbeit an dieser Anthologie-Serie ist weitaus fortgeschrittener als beim Russell-Projekt. Während dort gerade mal „eine Handvoll Drehbücher“ vorliegen sollen, so Hollywood Reporter, seien hier bereits die ersten vier von insgesamt acht Episoden abgedreht.

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