Netflix will nächstes Jahr 80 Originalfilme produzieren

Netflix wächst weiter, weshalb der Streaming-Dienst sich in seinem Kurs bestätigt sieht, verstärkt in die Produktion exklusiver Serien und Filme zu investieren. Vor allem die Spielfilm-Produktion soll im nächsten Jahr forciert werden. Rückenwind bekommt der Streaming-Dienst von den aktuellen Mitglieder- und Umsatzahlen, die der Konzern noch einmal deutlich gesteigert hat.

Wie Content-Chef Ted Sarandos gestern in einem Interview mitteilte, will der Streaming-Dienst im kommenden Jahr rund 80 eigene Filme proproduzieren. Das Spektrum würde von Low-Budget-Produktionen bis hin zu kostenaufwändigen Filmen wie dem Action-Thriller „Bright“ mit Will Smith reichen. Mit einem Film wie der 90 Millionen US-Dollar teuren Produktion von David Ayer oder dem 100-Millionen-Projekt „The Irishman“ von Martin Scrosese würden die Menschen das Potenzial hinter der Initiative Eigenproduktion sehen, so der Manager.

Bild: Netflix

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Ein Blick auf den Produktionsoutput in diesem Jahr verdeutlicht die Dimension des ehrgeizigen Vorhabens. Im dritten Quartal hat der Streaming-Dienst drei Originalproduktionen veröffentlicht, den Horrorfilm „Death Note“, die romantische Komödie „Naked“ und das Magersuchtsdrama „To the Bone“.

Netflix auf der Gewinnerstraße

Netflix sieht sich in seiner Strategie weg von lizenzierten Filmen hin zu exklusiven Eigenproduktionen insofern bestätigt, als das Unternehmen im dritten Quartal mit der Mitgliederzahl auch die Umsätze und den Gewinn deutlich steigern konnte. Von Anfang Juli bis Ende September haben sich weitere 5,3 Millionen Menschen beim Streaming-Dienst angemeldet. Damit zählt Netflix insgesamt 109 Millionen Mitglieder weltweit. Sie alle sorgen für klingende Kassen. Der Umsatz des Konzerns stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf drei Milliarden US-Dollar. Der Gewinn kletterte von 52 Millionen auf 130 Millionen Dollar.

Ob Netflix noch lange auf der Siegerstraße bleiben wird, ist indes fraglich. Denn der Konkurrenzdruck wächst. Immer mehr finanzstarke Konzerne drängen auf den Streaming-Markt. Neben bereits bestehenden Konkurrenten wie Amazon und Hulu, forcieren derzeit auch Unternehmen wie Apple, Disney und Facebook ihre Bemühungen, eigene Streaming-Dienste auf die Beine zu stellen.

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