Hollywood dreht Film über Skandalunternehmen Uber

Die Skandale um Uber haben es bis nach Hollywood geschafft. In der Traumfabrik entsteht gerade ein Film, der die vor wenigen Monaten behauptete sexistische Kultur beim Fahrdienstvermittler zum Thema hat.

Wie das Filmmagazin Variety berichtet, entsteht das Filmprojekt in Zusammenarbeit mit Susan Fowler. Die ehemalige Uber-Angestellte hatte das Unternehmen vor wenigen Monaten in die größte und schwerwiegendste Krise seiner Geschichte gestürzt. In einem im Februar veröffentlichten Blog prangerte sie die sexistische Kultur beim Unternehmen an, deren Opfer sie selbst wurde. Außerdem wies sie auf die Machtkämpfe in den Führungsetagen hin, die sie mit den Intrigen in der Serie „Game of Thrones“ verglich.

Uber testet in Pittsburgh selbstfahrende Taxis

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Die Skandale und ihre Folgen

Die Enthüllungen Fowlers blieben nicht ohne Konsequenzen. Uber hatte eine interne Ermittlung eingeleitet, die etliche weitere Fälle ans Tageslicht brachte. Daraufhin waren mehrere Angestellte entlassen worden. Im Juni musste auch CEO Travis Kalanick gehen, um so den Weg frei zu machen für ein neues Kapitel. Dieses wird nun von Kalanicks Nachfolger Dara Khosrowshahi geschrieben, der seit August den Chefposten innehat. Ob unter seiner Leitung neuer Wind bei Uber weht? Zumindest ist es um das Unternehmen in den letzten Wochen ruhiger geworden.

Die moralischen Untiefen bei Uber sind für Hollywood offenbar der perfekte Stoff für einen Film. Über inhaltliche Details der Produktion von Good Universe gibt es noch keine Informationen. Denkbar ist, dass der Fall Fowler einen großen Erzählraum einnehmen wird, von deren Erlebnissen sich die Filmemacher anscheinend inspirieren lassen. Als Drehbuchautorin wurde Allison Schroeder engagiert, die dieses Jahr für ihr Drehbuch zu „Hidden Figures“ eine Oscar-Nominierung erhielt. Produziert wird der Film von Kristin Burr („Die Eisprinzessin“).

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