Spectacles a.D.? Snap wird seine Kamera-Sonnenbrillen nicht los

Vor wenigen Tagen noch sprach Snap-Chef Evan Spiegel vom Erfolg der Kamera-Sonnenbrille Spectacles. Da verschwieg er aber, dass der Hype um die Gadgets offenbar der Vergangenheit angehört. Denn laut Medienberichten verstauben etliche Exemplare in den Lagerhäusern des Unternehmens.

Wie The Information berichtet, soll Snap gerade auf Hunderttausenden Spectacles in sitzen, die das Unternehmen nicht an den Mann bringen konnte. Das Magazin stützt sich in seinem Bericht auf zwei Firmeninsider. Snap hat sich zu dem Sachverhalt noch nicht geäußert.

Spectacles von Snap Inc: Sonnenbrille mit integrierter Kamera.

Spectacles von Snap Inc: Sonnenbrille mit integrierter Kamera (Bild: Snap Inc.)

Für einige Beobachter dürfte die Meldung eine Überraschung sein. Schließlich hatte sich Firmenchef Evan Spiegel noch Anfang Oktober zufrieden mit den Absatzzahlen der Spectacles gezeigt. Insgesamt hätten sich die Gadgets bereits 150.000 Mal verkauft, gerechent hatte Snap mit 100.000.

Snap hat sich verkalkuliert

Die Kluft zwischen Bestand und Verkaufszahlen der Spectacles dürfte mit der Vermarktungsstrategie Snaps zusammenhängen. Die Gadgets waren zunächst begrenzt verfügbar, die das Unternehmen zudem nur an begrenzten Orten verkauft hatte. Das führte zu einer großen Nachfrage. Als sich Snap darauf einstellte, den Absatzmarkt erweiterte und mehr Brillen fertigen ließ, flaute der Hype plötzlich ab.

Mit den Spectacles lassen sich per Knopfdruck an der Seite der Brille Videoaufnahmen mit einer Länge von bis zu zehn Sekunden machen. Die Aufnahmen können auch kürzer sein, höchstens aber – durch mehrmaliges Tippen des Auslösers – bis zu 30 Sekunden dauern. Via Bluetooth mit Apples mobilem Betriebssystem iOS und WLAN mit Android-Geräten lassen sich die „Snaps“ auf die Fotoapp Snapchat hochladen, wo sie bearbeitet und geteilt werden können.

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