Foxconn: Beutet der Apple-Zulieferer Schülerpraktikanten aus?

Foxconn steht einmal mehr im Verdacht, Arbeiter ausgebeutet haben. Diesmal soll der Apple-Zulieferer Schüler zu Überstunden gezwungen haben, um den Lieferengpässen beim iPhone X entgegenzuwirken.

Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin Financial Times unter Berufung von mindestens sechs chinesische Schülern. Die Jugendlichen zwischen 17 und 19 Jahren hätten im Foxconn-Werk nahe der Stadt Zhengzhou drei Monate lang täglich elf Stunden gearbeitet. Die Praktika seien ihnen von ihrer Schule aufgezwungen worden. Hätten sie sich geweigert, hätten sie ihren Schulabschluss riskiert. Insgesamt hätte allein ihre Schule 3.000 Schüler zu Foxconn zum Arbeiten geschickt.

iPhone X

iPhone X (Bild: Apple)

Apple weiß von nichts

Apple und Foxconn bestätigten die Vorwürfe. Der iPhone-Hersteller will von dem Missstand nichts gewusst haben, räumte aber ein, dass ihm bekannt sei, dass chinesische Schüler bis zu 40 Stunden arbeiten dürften. Man habe dem Konzern aber versichert, dass sie die Arbeit freiwillig täten und dafür angemessen entlohnt würden. Ab sofort wolle Apple darauf achten, dass das nicht wieder vorkomme.

Es ist nicht das erste Mal, dass Foxconn mit Berichten über unmenschliche Arbeitsbedingungen Schlagzeilen schreibt. Im Jahr 2010 hatten sich mindestens zehn Menschen im südchinesischen Shenzen das Leben genommen. Vor fünf Jahren waren der Zulieferer und Apple schon einmal mit Vorwürfen konfrontiert, Schülerpraktikanten zu missbrauchen. 2013 räumte Foxconn ein, im Werk in Yantai Studenten als Zwangsarbeiter eingesetzt zu haben.

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