Foxconn reagiert: Keine Überstunden mehr für Schülerpraktikanten

Apple-Zulieferer Foxconn hat auf die Berichte reagiert, demnach er Schülerpraktikanten in einem seiner chinesischen Werke Überstunden machen lässt. Dies will das taiwanische Unternehmen in Zukunft unterbinden.

Laut chinesischem Arbeitsrecht dürfen Schülerpraktikanten bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten. Vor wenigen TAgen war bekannt geworden, dass Foxconn sich einmal mehr nicht an dieses Gesetzt gehalten hat. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin Financial Times haben Schüler in seiner Fabrik in der Stadt Zhengzhou deutlich länger gearbeitet. Das Blatt beruft sich dabei auf sechs Schüler, denenzufolge sie für die Fertigung von Apples iPhone X elf Stunden am Tag im Einsatz waren. Insgesamt sollen im genannten Foxconn-Werk bis zu 3.000 Schüler tätig gewesen sein.

Dem britischen Medienunternehmen BBC teilte Foxconn nun mit, dass der Konzern Maßnahmen ergriffen habe, um sicherzugehen, dass Praktikanten keine Überstunden mehr leisten sollen. Auch Apple stand der Rundfunkanstalt Rede und Antwort. Die Schüler einer Sekundarschule hätten freiwillig bei Foxconn gearbeitet, sagt der kalifornische Tech-Konzern. Sie hätten allerdings keine Überstunden machen dürfen. „Apple engagiert sich dafür, dass jeder in unserer Lieferkette mit Würde und Respekt behandelt wird, die er verdient.“ Man unternehme alles, um die Mitarbeiter der Lieferkette zu schützen.

Foxconns Probleme mit Lieferengpässen

Apple ist nicht der einzige Konzern, für dessen Produkte Foxconn Komponenten fertigt. Auch Konzerne wie Acer, Amazon, Dell und Samsung gehören zu den Auftraggebern des taiwanischen Unternehmens. Immer wenn Foxconn die Produktion hochfahren muss, etwa zum Launch eines neuen Produkts oder während der Vorweihnachtszeit, setzt das Unternehmen auf Zeitarbeiter und Schülerpraktikanten. Dabei bleiben unfaire Arbeitsbedingungen nicht aus, wie in den vergangenen Jahren immer wieder berichtet worden war.

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