Leihrad-Anbieter Obike war von schwerem Datenleck betroffen

Der Fahrradverleih Obike war offenbar von einem massiven Datenleck betroffen. Nutzerdaten weltweit sollen bis vor kurzem im Internet frei zugänglich gewesen sein.

Wie eine Recherche des Bayerischen Rundfunks ergeben hat, waren im Internet Nutzerdaten wie Profilfoto, Handynummer und E-Mail-Adressen im Netz einsehbar. Auch die Bewegungsdaten der Nutzer waren weder verschlüsselt noch anderweitig geschützt.

Nach Angaben des BR sind vor allem die Social-Media-Funktionen der Handy-App von Obike von der Sicherheitslücke betroffen gewesen. Mit der Anwendung können Nutzer die Fahrräder nicht nur freischalten. Sie haben damit auch die Möglichkeit, Fahrten zu teilen und Freunden Codes zuschicken, um diese zu Obike einzuladen. Auf diese Weise hätten sie laut BR den Zugriff auf ihre Daten ermöglicht, ohne es zu wissen.

Bild: Screenshot via Obike

Bild: Screenshot via Obike

Obike hat dem BR aber mitgeteilt, dass das Datenleck mittlerweile geschlossen wurde. „Obike tut alles, um eventuelle Sicherheitslücken schnell zu beheben und Nutzerdaten zu schützen“, erklärte die laut Süddeutsche Zeitung in Singapur ansässige Firma.

Kunden weltweit betroffen

Von der Sicherheitslücke sollen Nutzer weltweit betroffen gewesen sein, auch in Deutschland, wo die Obikes in München, Berlin, Frankfurt und Hannover angeboten werden. Wie hoch die Zahl der Geschädigten ist, steht nicht fest. Die App des Fahrradverleihers ist in den App-Stores von Apple und Google bereits mehr als eine Million Mal heruntergeladen worden.

Trotz zunehmender Kritik, die sich auch auf die „ungeordnete Expansionspolitik“ (Süddeutsche Zeitung) bezieht, wächst Obike weiter. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen seine Räder auch in Städten wie Prag, Athen, Budapest und Lissabon anbieten. In Deutschland soll es nach Angaben des BR demnächst auch in kleineren Kommunen Obikes geben.

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