Dem Brexit zum Trotz: Facebook eröffnet Entwicklungszentrum in London

Im November letzten Jahres hatte Facebook angekündigt, in London eine weitere Niederlassung zu eröffnen. Mit dem Entwicklungszentrum sollen mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen werden. Heute hat das Unternehmen den neuen Standort in der englischen Hauptstadt eröffnet.

Facebooks neues Londoner Bürogebäude wurde vom kanadisch-US-amerikanischen Architekten Frank Gehry (Tanzendes Haus, Prag; Biodiversidad Museum in Panama-Stadt) entworfen und befindet sich am Rathbone Place nahe der belebten Oxford Street im West End. Laut dem Unternehmen soll es zum größten Entwicklungszentrum außerhalb der USA werden und Arbeit für mindestens 800 Ingenieure, Entwickler sowie Marketing- und Sales-Mitarbeiter bieten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Produkpräsentation

Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Produkpräsentation (Bild: Facebook)

Im Gebäude soll auch ein Startup-Inkubator namens LDN_LAB entstehen, in dem aufstrebende Unternehmer im Rahmen von drei Monate dauernden Programmen ihre Ideen entwickeln können. Bis Ende kommenden Jahres würden mehr als 2.300 Menschen in Großbritannien bei Facebook arbeiten, berichtet der US-Konzern weiter.

Facebook ist seit zehn Jahren in Großbritannien resp. London tätig, wo das Unternehmen unter anderem an seinem VR-System Oculus sowie dem Unternehmensnetzwerk Workplace forscht. Die Ankündigung des Konzerns, im November 2016 in der englischen Hauptstadt eine weitere Niederlassung zu eröffnen, hatten Skeptiker als riskant eingeschätzt. Im Sommer desselben Jahres hatten die Briten in einem Referendum entschieden, aus der Europäischen Union auszutreten.

Technologie-Unternehmen setzen weiter auf Großbritannien

Facebook wie auch andere Technologie-Unternehmen, darunter Google und Amazon, glauben offenbar nicht, dass der Brexit den Wirtschaftsstandort Großbritannien gefährden würde. „Großbritanniens florierendes unternehmerisches Ökosystem und sein internationales Ansehen für technische Spitzenleistungen machen es zu einem der besten Orte der Welt, um ein Technologieunternehmen aufzubauen“, sagt die Facebook-Managerin Nicola Mendelsohn in einem Statement. Laut dem britischen Finanzminister Philip Hammond seien Investitionen wie die von Facebook „ein Zeichen des Vertrauens“.

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