Exit: YouTube will eigenen Musik-Streamingdienst ins Leben rufen

Google und YouTube haben die Hoffnung auf einen eigenen Musik-Streamingdienst nicht aufgeben. Deshalb wollen sie nächstes Jahr eine Plattform ins Leben rufen, die eine Alternative zu den Angeboten von Größen wie Spotify, Apple und Amazon sein soll.

Dem Magazin Bloomberg zufolge soll es sich bei dem Vorhaben um einen gebührenpflichtigen und damit werbefreien Musikstreaming-Plattform handeln, der den internen Namen Remix trägt. Von der Konkurrenz wie Spotify, Amazon Music und Apple Music soll sich YouTubes Dienst durch ein Mehrangebot abheben. Im Angebot sollen sich neben Musiktiteln auch dazugehörige Musikvideos befinden. Bloomberg stützt seinen Bericht auf die Aussagen namentlich nicht genannter Quellen.

Youtube-Playlist (Bild: Youtube)

Youtube-Playlist (Bild: Youtube)

Zudem heißt es, dass YouTube bereits einen Vertrag mit Warner Music Group, einem der drei großen Musikverlage, unterzeichnet habe. Mit Sony Music Entertainment und Universal Music Group, den beiden anderen großen Playern der Branche, soll sich die Google-Tochter seit mehr als einem Jahr in Verhandlungen befinden. Außerdem befinde sich das Unternehmen in Gesprächen mit Merlin, dem Konsortium unabhängiger Musiklabels.

Google, YouTube und die Musik

Google konnte sich im Bereich Musikstreaming bisher nicht wirklich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die immerhin 35 Millionen Titel zählende Plattform Play Music hinkt Spotify, Amazon Music und Apple Music seit 2011 hinterher. Aber auch der 2014 gegründete Dienst Music Key der Tochter YouTube, auf dem werbefreie Musikvideos abrufbar waren, konnte sich nicht behaupten. Er ging zwei Jahre später über in YouTube Red, auf dem Nutzer werbefrei Videos aller Art sehen können. Letzteren Dienst baut Google allerdings immer mehr zu einer VoD-Plattform aus mit zusätzlichen Angeboten an Serien und Filmen.

Mit Exit könnte sich YouTube mit einem Musikstreaming-Angebot nicht nur ein zweites Standbein aufbauen, sondern sich im Vergleich zu den reinen Musik-Streamingdiensten mit einem zusätzlichen Musikvideo-Angebot abheben. Ob es die Plattform auch nach Deutschland schaffen wird, bleibt abzuwarten. Red gibt es hierzulande noch immer nicht. In den USA will YouTube mit Exit im März nächsten Jahres online gehen.

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