Oreo: Die Fragmentation von Android ist ein echter Witz!

Das Smartphone- und Tablet-Betriebssystem Android ist im Gegensatz zu Apples iOS hoffnungslos fragmentiert. Soeben wurden wieder einmal Daten zu dieser Fragmentierung veröffentlicht. Und sie sind gelinde gesagt eine absolute Blamage. Denn gerade einmal 0,5 Prozent aller Android-Geräte verwenden die Version Android 8.0 oder Android 8.1, besser bekannt unter dem Marketing-Namen Oreo.

Die Vorgängerversionen Android 7.0 bis hin zu Android 7.1.2 (Marketing-Name Nougat) haben einen Marktanteil von knapp über 23 Prozent. Dabei ist diese Version nun 15 Monate alt. Die am häufigsten installierten Versionen, nämlich mit über 29 Prozent, sind Android 6.0 und Android 6.0.1 (Marketing-Name Marshmallow), die im Oktober 2015 erstmals veröffentlicht wurden. Noch einmal zusammengefasst: Knapp ein Drittel aller Android-Nutzer verwendet ein Betriebssystem das zwei Jahre alt ist. Rund 45 Prozent verwenden eine noch ältere Version. Der Anteil an Gingerbread-Nutzern (Android 2.3 – Android 2.3.7) ist aktuell genauso groß wie der Anteil an Oreo-Anwendern. Gingerbread ist sieben Jahre alt, Oreo ist bereits seit knapp drei Monaten veröffentlicht.

Android ist in Sachen Fragmentierung ein Desaster

Diese Fragmentierung hat mindestens zwei größere Nachteile: Zum einen gibt es für hinreichend alte Android-Versionen nicht einmal mehr Sicherheits-Updates geschweige denn Bug-Fixes. Diese Geräte sind anfällig für Viren, Abstürze, Datenverlust und Datenklau. Zum anderen erhalten nur ein Bruchteil aller Android-Geräte eine Aktualisierung auf eine größere neue Version. Neue Features bleiben Kunden somit vorenthalten, außer sie kaufen ein neues Telefon, was wiederum mehr Elektroschrott produziert und natürlich auch wieder Geld kostet.

Kein Betriebssystem ist fragmentierter als Android (Bild: Google)

Kein Betriebssystem ist fragmentierter als Android (Bild: Google)

Schuld an der Misere ist hauptsächlich Google. Denn das Unternehmen erlaubt Geräteherstellern im Grunde mit Android zu verfahren wie sie möchten. Das heißt, dass Updates selbst für High-End-Geräte erst mit Monaten Verspätung kommen, oft auf eine Aktualisierung beschränkt sind und für günstigere Smartphones nicht selten ganz ausfallen. Dabei ist Google selbst ein schlechtes Vorbild. Schließlich werden auch die Google-eigenen Smartphones nur eineinhalb bis zwei Jahre unterstützt. Zum Vergleich: Bei Apple sind es oft vier Jahre, bis die Hardware nicht mehr mitmacht.

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