Bald könnten Display-Sprünge gar kein Problem mehr sein

Wer hat das Display seines Smartphones, also streng genommen eigentlich das Glas, das das Display überzieht, nicht schon kaputt bekommen?

Wirklich jeder kennt es: Das Smartphone fällt einmal falsch auf einen harten Boden und schon hat man einen Sprung im Glas. Dann dauert es noch ein paar Wochen und die Risse haben sich verselbstständigt. Spätestens dann steht man vor der Wahl, ob man das Bildschirmmodul für viel Geld, oft über 100 Euro oder noch mehr, austauschen lassen will, oder ob man sich gleich ein neues Handy kauft. Daran ändern auch Folien für das Display nicht wirklich etwas oder neue, angeblich kratz- und bruchfeste Glasarten von Gorilla Glass und Co. Verschlimmert wird das ganze Problem noch dadurch, dass gerade High-End-Geräte wie das iPhone 8, das iPhone X oder das Galaxy S8 auch noch auf Rückseiten aus Glas setzen.

Glasersatz für das Display ist Zufallsentdeckung

An der Universität Tokyo wurde nun aber offenbar eine Lösung gefunden. Denn dort wurde durch reinen Zufall ein Polymer entdeckt, das sich selbst wieder zusammenkitten kann. Dafür sind lediglich Zimmertemperaturn und ein wenig Druck mit den Händen notwendig. Der Riss verschwindet dadurch angeblich völlig und das Material hat wieder die gleichen Eigenschaften wie zuvor, ist also nicht geschwächt. Gleichzeitig fühlt es sich an wie Glas und nicht wie Plastik.

Diverse Smartphones setzen auf Glas (Bild: Apple)

Diverse Smartphones setzen auf Glas (Bild: Apple)

Eigentlich wollte der Student Yu Yanagisawa eine Substanz in einen Klebstoff umwandeln. Dabei bemerkte er diese Eigenschaft des Materials mit dem Namen „polyether-thioureas“. Wie lange es nun dauern wird, bis das Polymer auch die Industrie erreicht ist noch nicht bekannt. Denn es muss erst einmal geprüft werden, wie es sich am besten günstig und in großen Massen produzieren lassen wird.

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