Apple drosselt offenbar heimlich iPhone-Prozessoren

Apple reduzierte offenbar mit mehreren iOS-Updates wiederholt die Prozessorleistung älterer iPhones. Gemeint sind damit aber nicht 4 Jahre alte Versionen, sondern auch Geräte, die gerade einmal etwas mehr als ein Jahr sind. Betroffen ist offenbar auch das iPhone 7, das im September 2016 auf den Markt kam und von Apple auch noch heute vertrieben wird.

Entdeckt wurde diese Reduzierung durch einen Entwickler für den Benchmark Geekbench, John Poole. Dieser zeichnete die Leistung verschiedener iPhone-Versionen mit verschiedenen iOS-Versionen über einen längeren Zeitraum auf. Und offenbar hat Apple diesen Informationen zufolge mit iOS 10.2.1 und iOS 11.2.0 Drosselungen auf bestimmte iPhone-Versionen gebracht. Teilweise hat sich die Prozessorleistung durch dieses Vorgehen beim iPhone 6 und dem iPhone 6S halbiert.

Apple reduziert Leistung wohl wegen dem Akku

Anscheinend sind aber nicht die Plus-Varianten der verschiedenen iPhone-Generationen betroffen. Dabei ist der einzige Unterschied zwischen der kleinen und der große Variante neben der Kamera und der Display-Größe der Akku. Möglicherweise hängt die Reduzierung also damit zusammen. Vermutet wird auch unter anderem deshalb, dass damit eine Abschaltung des iPhones bei besonders hohen und besonders niedrigen Temperaturen verhindert werden soll. Denn damit könnte der Akku geschont werden.

iPhone (Bild: Apple)

iPhone (Bild: Apple)

Unabhängig davon, ob Apple gute Gründe für dieses Vorgehen hat oder nicht, ist dies trotzdem mehr als problematisch. Denn Apple hat weder in einer Pressemitteilung noch in den Patch Notes bei der Veröffentlichung der entsprechenden Aktualisierungen für iOS bekannt gegeben, dass es die Leistung des Prozessors reduziert. Im schlimmsten Fall könnte dies deshalb zu Klagen gegen das Unternehmen führen. Schließlich dürfte das an Betrug grenzen.

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