Direktplatzierung: Spotify stellt Antrag für ungewöhnlichen Börsengang

Seit geraumer Zeit wird darüber spekuliert, dass Spotify dieses Jahr an die Börse gehen wird. Nun hat der schwedische Streaming-Dienst einen wichtigen Schritt dafür gemacht. Er hat sich bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) für die US-Börse registriert.

Wie unter anderem das Magazin Axios berichtet, soll Spotify unmittelbar vor Jahreswechsel einen Antrag für eine Aktienplatzierung in den USA eingereicht haben. Noch im ersten Quartal 2018 soll der Börsengang vollzogen werden. Dabei strebt der Konzern offenbar den ungewöhnlichen Weg der Direktplatzierung an. Das heißt, die Aktien werden ohne Preisbildungsverfahren direkt an der New Yorker Börse platziert, sie kommen also gleich in den Handel.

Spotify-Gründer und -Chef Daniel Ek

Spotify-Gründer und -Chef Daniel Ek (Bild: Spotify)

Spotifys Gratwanderung

Spotify ist derzeit mit mindestens 60 Millionen zahlender Nutzer und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt der erfolgreichste Streaming-Dienst der Welt. Auf der Online-Plattform des Musikanbieters können Nutzer jederzeit und unbegrenzt Musik hören. Die Kehrseite der Erfolgsmedaille ist der jahrelange Konflikt des Unternehmens mit der Musikbranche.

Verlage und Musiker werfen dem Konzern vor, mit ihren Inhalten Geld zu verdienen, ohne sie angemessen am Erfolg teilhaben zu lassen. Gestern erst sorgte die Nachricht für Aufsehen, dass Wixen Music Publishing den Musikstreaming-Dienst auf 1,6 Milliarden Dollar verklagt hat. Der US-Musikverlag wirft dem Stockholmer Konzern vor, tausende seiner Lieder zu verwenden, ohne dafür Lizenzgebühren bezahlt zu haben.

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