Megaspende des Amazon-Chefs: Jeff Bezos unterstützt Dreamer-Organisation

Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie spenden „The Dream.US“ einen Bertrag in zweistelliger Millionenhöhe. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass die Nachkommen illegaler Einwanderern Ausbildungsstipendien erhalten.

Laut „The Dream.US“ haben der Amazon-Chef und seine Frau der Organisation 33 Millionen Dollar zukommen lassen. Mit dem größten jemals erhaltenen Betrag könnte sie vier Jahre lang die Ausbildungskosten von 1.000 so genannter Dreamer deckern, so die Organisation.

In einem Statement hob Bezos den Umstand hervor, dass auch er das Kind eines Einwanderers sei. Sein Vater sei Anfang der 1960er Jahre mit 16 Jahren im Rahmen der „Operation Pedro Pan“ (Peter-Pan-Operation) in die USA gekommen. Damals waren rund 14.000 Jugendliche und Kinder im Zuge des politischen Umsturzes von Kuba in die Vereinigten Staaten geflohen.

Amazon-CEO Jeff Bezos präsentiert das Fire Phone (Bild: James Martin /CNET).

Amazon-CEO Jeff Bezos präsentiert das Fire Phone (Bild: James Martin /CNET).

„Mein Vater landete alleine in diesem Land, ohne ein Wort Englisch sprechen zu können“, sagte Bezos, der aktuell der reichste Mensch der Welt ist. Mit Verstand, Entschlossenheit und der Hilfe einiger Organisationen wäre er zu einem hervorragenden Bürger geworden. Er und seine Frau fühlten sich geehrt, die Dreamer finanziell zu unterstützen, so der Unternehmer.

Dreamer zwischen Obama und Trump

Die Spende der Bezos darf als Reaktion auf die Anti-Dreamer-Politik von Donald Trump betrachtet werden. Der US-Präsident hatte im September letzten Jahren das DACA-Dekret seines Vorgängers Barack Obama beendet. Mit dem 2012 ins Leben gerufenen Programm Deferred Action for Childhood Arrivals hatten Angehörige illegaler Einwanderer, die so genannten Dreamer, eine Möglichkeit, sich begrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse ausstellen zu lassen. Trumps viel kritisierte Entscheidung wurde Anfang Januar von einem Bundesrichter in San Francisco blockiert. Er verlängerte das Programm bis mindestens zum 5. März.

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