Weltwirtschaftsforum 2018 in Davos: Darum geht es in diesem Jahr

In Davos findet seit dem Beginn der Woche das jährliche Weltwirtschaftsforum statt – das 48. bereits. Und während in der Vergangenheit viel Kritik am Treffen in den Alpen geäußert wurde, die viel zu oft das einzige war, das am Ende im Gedächtnis geblieben ist, verspricht das diesjährige Forum ein wenig bedeutsamer zu werden.

Zum einen ist Trump vor Ort. Und Davos steht schließlich, auch seinen eigenen Worten im Wahlkampf zufolge, für die macht- und geldgierigen Eliten, die den einfachen Amerikanern das Leben so schwermachen. Wir sind also gespannt, was der US-Präsident zu Davos noch sagen wird. Sehr wahrscheinlich wird es aber gar nichts sein, schließlich sind die Hälfte der Anwesenden mit ihm seit Jahrzehnten bekannt.

Alles dreht sich in Davos um die KI (Bild: weforum.org)

Alles dreht sich in Davos um die KI (Bild: weforum.org)

Zum anderen hat nach 20 Jahren wieder einmal ein indischer Premierminister auf dem Forum gesprochen. Und Modi hielt eine Rede, die von Idealismus nur so tropft. Bereits zum Auftakt setzen sich die Mächtigen und Reichen also mit Einigkeit und Verständnis unter den Nationen und Völkern auseinander, ganz wie es bereits in der Veda, diesem uralten indischen Glaubenstext, gefordert wird. Direkt auf Modi folgte der kanadische Premierminister Trudeau. Er strebte zwar nicht gleich den Weltfrieden mit seiner Rede an. Aber immerhin die Gleichstellung und damit den Frieden zwischen den Geschlechtern.

In Davos redet derzeit jeder von der KI

Kernthema von Davos ist aber ein anderes, das nicht weniger die Arbeitswelt und die Gesellschaft der Zukunft völlig umkrempeln wird: Die Digitalisierung beziehungsweise die vierte Industrielle Revolution wie sie auch genannt wird. Diese wird in den nächsten Dekaden viele neue Chancen schaffen aber auch viele Arbeitsplätze überflüssig machen. Und eigentlich hat diese Revolution auch bereits begonnen.

Damit die Digitalisierung für die große Mehrheit der heute lebenden Menschen nicht in einem Desaster endet, müssen Lösungen gefunden werden, die gleichzeitig wieder auch neue Möglichkeiten bieten sollen. Denn wenn alle Arbeitslos werden, bricht auch der Konsum ein. Wie genau aber die Menschheit bei dieser gigantischen Umwälzung der Weltordnung mitgenommen werden soll, ist ein Rätsel. Lösungen, die eine optimale Zukunft ermöglichen können sollen, werden derzeit von mehreren Seiten und Organisationen versucht, darunter auch die ManpowerGroup, die auf dem Forum mit mehreren Delegierten vertreten ist.

Aber auch in Davos wird dieses Rätsel nicht mit einer Patentlösung ausgehebelt werden können. Viele sprechen zwar derzeit von der Künstlichen Intelligenz als Allheilmittel – auch auf dem Weltwirtschaftsforum. Im Grunde ist aber noch gar nicht klar, was die KI dann am Ende machen soll. Sicher könnten verschiedene Algorithmen dazu verwendet werden Verteilungsprobleme durch Effizienz zu lösen. Aber die bessere Ausnutzung unserer Ressourcen bringt wenig, wenn nicht an anderer Stelle große Blockaden aufgelöst werden – beispielsweise durch Wissenstransfer, freie und umfassende Bildung, einheitliche Arbeitsgesetze und offenen Handel.

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