Snapchat-Betreiber Snap steigert Umsatz, macht aber große Verluste

Das soziale Netzwerk Snapchat wird von Konkurrenten wie Facebook und Instagram immer mehr bedrängt. Doch der Dienst scheint sich ein wenig erholt zu haben. Snap Inc., der Betreiber der Foto-App, konnte im vergangen Jahr Umsatz und Nutzerzahl deutlich steigern. Geld verdient der Konzern aber noch immer nicht.

Laut dem gestern veröffentlichten Finanzbericht hat Snap von Oktober bis Dezember 2017 285, 7 US-Dollar umgesetzt. Im, gleichen Zeitraum 2016 waren es noch 170 Millionen Dollar. Das Geschäftsjahr hat der Konzern mit Einnahmen von 825 Millionen Dollar beendet, was mehr als doppelt so viel ist als im Vorjahr.

Spectacles von Snap Inc: Sonnenbrille mit integrierter Kamera.

Spectacles von Snap Inc: Sonnenbrille mit integrierter Kamera (Bild: Snap Inc.)

Auch hinsichtlich der Nutzerzahl hat Snap Grund zur Freude. Im letzten Quartal 2017 stieg die Anzahl der täglichen Nutzer von Snapchat um 8,9 auf insgesamt 187 Millionen. Im Jahresvergleich sind es sogar 28,8 Millionen mehr Nutzer (18 Prozent mehr).

Ein großer Wehmutstropfen ist jedoch die Tatsache, dass Snapp noch immer kein Geld verdient. Mehr noch: Der Verlust des Konzerns hat sich im letzten Viertaljahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Minus von fast 350 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

Snap Kampf mit Facebook und Instagram

Snaps soziales Netzwerk ist nach wie vor mit der starken Konkurrenz von Facebook und Instagram konfrontiert, die Snapchat zuletzt durch das Kopieren einiger seiner Funktionen viele Nutzer abgerungen haben. Snap konterte mit der Einführung neuer Funktionen und Produkte (Kamera-Sonnenbrille Spectacles). Ende letzten Jahres kündigte Firmenchef Evan Spiegel an, den Dienst zu vereinfachen und ihn damit auch für ältere Nutzer attraktiv zu machen. Snapchat erfreut sich seit dem Launch im Jahr 2011 vor allem beim jüngeren Publikum einer großen Beliebtheit.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Snapchat-Betreiber Snap steigert Umsatz, macht aber große Verluste

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *