iPhone X: Samsung muss Displayproduktion um mehr als die Hälfte drosseln

Das iPhone X ist das innovativste Smartphone Apples seit Jahren. Das Problem für viele potenzielle Kunden: Das Gerät ist schlicht zu teuer. Die Folge ist das Ausbleiben der Nachfrage. Was auch die ausländischen Zulieferer des kalifornischen Konzerns schmerzlich zu spüren bekommen. Allen voran Samsung Electroinics. Der südkoreanische Konzern wird aufgrund des ausbleibenden Erfolgs des iPhone X die Display-Produktion um mehr als die Hälfte drosseln müssen.

Wie die japanische Zeitung Nikkei heute berichtet, werde Samsung Electonics im ersten Quartal dieses Jahres maximal 20 Millionen OLED-Displays für Apples iPhone X fertigen. Ursprünglich sollen 45 bis 50 Millionen Bildschirme geplant gewesen sein. Wie hoch Samsungs Produktionsziel im zweiten Quartal ausfallen wird, darüber sei noch keine Entscheidung gefallen. Vom Konzern liegt keine Stellungnahme vor.

iPhone X soll einen großen Bruder bekommen (Bild: Apple)

iPhone X soll einen großen Bruder bekommen (Bild: Apple)

Hintergrund für die Produktionssenkung ist der schleppende Verkauf von Apples neuem Smartphone-Flaggschiff. Das iPhone X ist weitaus teurer als seine Vorgänger, in Deutschland ist das Handy für mindestens 1.150 Euro. Die hohen Kosten lassen viele Interessenten offenbar von einem Kauf absehen.

Umsatzeinbußen für Samsung

Während Apple mit dem Gerät aufgrund der Kompensation durch die höheren Kosten nach wie vor hohe Umsätze macht, muss Samsung mit einem Einnahmeeinbruch rechnen. Um die Dimension zu verdeutlichen: Apple zahlt dem südkoreanischen Elektronikkonzern für ein OLED-Display, das mit Abstand teuerste Bauteil des Smartphones, umgerechnet 93 Euro.

Bild: Samsung

Bild: Samsung

Ein weiteres Problem: Samsung hatte in Erwartung eines iPhone-X-Erfolgs die Produktion der OLED-Displays erweitert. Nun scheint der Konzern auf den Komponenten sitzenzubleiben, da er laut Medienberichten dafür keine Abnehmer finde. Viele Smartphone-Hersteller setzen noch immer wegen der geringeren Produktionskosten einerseits und der Nachfrage vieler Kunden nach günstigeren Handys andererseits auf die LCD-Technik.

Laut Nikkei gehen Beobachter davon aus, dass Samsungs Displaysparte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 einiges an Verlust machen werde. Kompensieren kann der Konzern die Einbußen eventuell durch sein neues Smartphone-Flaggschiff Galaxy S9, das er am 25. Februar in Barcelona vorstellen und im März auf den Markt bringen wird.

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