WhatsApp-Gründer Brian Acton steckt 50 Millionen Dollar in Signal-Stiftung

WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton, verließ letztes Jahr den Facebook-Konzern, um eine Non-Profit-Organisation ins Leben rufen. Nun steht fest, um welche Organisation es sich handelt und wofür sie sich einsetzt. Acton ist Federführer einer Stiftung namens Signal Foundation, mit der er den Krypto-Messenger Signal unterstützen will. Die App darf sich nun über einen finanziellen Zuschuss in zweistelliger Millionenhöhe freuen.

Wie Moxie Marlinspike, Programmierer und Chef von Signal, in einem Post mitteilte, hat Brian Acton der neu gegründeten Stiftung Signal Foundation 50 Millionen US-Dollar gespendet. Das Geld soll dem Krypto-Messenger Signal zugutekommen, der seine Technik für komplett verschlüsselten Kurzmitteilungsdienst auch anderen Firmen zur Verfügung stellt, darunter WhatsApp.

(Bild: Open Whisper Systems)

(Bild: Open Whisper Systems)

Aufbau des Signal Messengers

Der Signal Messenger hatte sich bisher mit Spenden und staatlichen Investitionen über Wasser gehalten. Entsprechend begrenzt waren seine Mittel. Laut Marlinspike waren bei dem Projekt bisher im Durchschnitt 2,3 Entwickler beschäftigt. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter wäre nie höher als sieben gewesen. Mit der Finanzspritze durch Signal Foundation wolle man nun die Zahl der Mitarbeiter aufstocken, die Kapazität des Krypto-Messengers erhöhen und seine Ambitionen vergrößern, so Marlinspike.

Der CEO von Signal Messenger wird seinen Posten behalten, Acton ist Vorsitzender von Signal Foundation, als der er auch eine aktive Rolle im Tagesgeschäft und bei der Produktenwicklung übernehmen werde, wie der Entwickler im selben Blog-Eintrag schreibt. Mit der Zusammenarbeit von Signal Messenger und Signal Foundation wolle man einen „bedeutenden Beitrag für die Gesellschaft leisten“, indem man „zukunftsfähige Technologien“ entwickle, welche die „Nutzer respektiert“ und frei sei „von der Kommezialisierung persönlicher Daten“, so Acton.

Signal ist eine seit 2010 bestehende, von Open Whisper System entwickelte App, mit der neben verschlüsselten Textnachrichten und Telefongesprächen auch SMS und MMS sicher gesendet werden können. Im November 2014 wurde bekannt, dass auch WhatsApp die Verschlüsselungstechnologie des Messengers nutzt. Im selben Jahr war WhatsApp von Facebook übernommen worden. Im September 2017 verließ Chefentwickler Acton das Unternehmen, das er zusammen mit Jan Koum gegründet hatte, um eine Non-Profit-Organisation „an der Schnittstelle zwischen Wohltätigkeit, Technologie und Kommunikation“ ins Leben zu rufen.

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