Für einen fairen Wettbewerb? Elon Musk will Strafzölle für chinesische Autohersteller

Im Februar letzten Jahres hatte Elon Musk das Beratergremium des US-Präsidenten Donald Trump verlassen aus Protest gegen den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Doch nun scheint sich der Tesla-Chef dem umstrittenen Politiker wieder anzunähern. Grund ist dessen Wirtschaftspolitik im Allgemeinen und die Strafzölle für bestimmte ausländische Produkte im besoderen. Er sei zwar gegen Schutzzölle, sagte Musk zwar in einem Statement. Andererseits würde er es offenbar begrüßen, wenn Trump die chinesische Autoindustrie kräftiger zur Kasse bitten würde.

Am Tag als Trump Importzölle für die ausländischen Stahl- und Aluminiumindustrie angekündigt hatte, twitterte Musk einen rhetorischen Kommentar in Richtung US-Präsident. „Denken Sie, die USA und China sollten gleiche und faire Regeln für Autos haben?“ Er sei im Allgemeinen zwar gegen Schutzzölle, fügte der Unternehmer hinzu, doch gegenwärtige Gesetze würden die Sache sehr schwer machen. „Es ist, als ob man bei einem Olympischen Wettkampf Bleischuhe trägt“, so der Unternehmer.

Mit der implizierten unfairen Situation bezog sich Musk auf den Umstand, dass US-amerikanische Autohersteller für den Export ihrer Produkte nach China mit Zöllen in Höhe von 25 Prozent belegt würden. Die Chinesen auf der anderen Seite würden für die Einfuhr ihrer Autos in die USA nur zwei Prozent zahlen. Er wolle nur ein faires Ergebnis, nichts weiter, so Musk weiter. Dabei zeigt er sich optimistisch. Denn China hätte zuletzt Bereitschaft bekundet, seinen Markt zu öffnen. Er glaube, „dass sie das richtige tun werden“.

Musk ist frustriert

Musks Forderung nach höheren Zöllen für die chinesische Autoindustrie ist auch Folge seines bisher erfolglosen Bemühens, in Shanghai ein Tesla-Werk zu bauen. Die Verhandlungen mit chinesischen Behörden sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Laut chinesischem Recht müssen ausländische Firmen ein Joint Venture mit chinesischen Unternehmen gründen, wollen sie in China Zweige ihrer Konzerne errichten. Musk will die Kontrolle über seine Fabrik und damit die Vekaufserlöse jedoch nicht aus der Hand geben. Für Tesla will Peking aber keine Ausnahme machen.

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