SXSW: Eddy Cue äußert sich zu den Streaming-Dienst-Plänen von Apple

Apples Chef für Online-Dienste, Eddy Cue, hat die Ambitionen des Konzerns bestätigt, in Zukunft verstärkt in Streaming-Inhalte zu investieren. Wie ernst es der Betreiber des Musik- und Videostreaming-Dienstes Apple Music damit meint, darüber hat der Manager gestern auf der Medienkonferenz South By Southwest (SXSW) in Austin. Texas gesprochen.

Im Podiumsgespräch mit dem CNN-Journalisten Dylan Byers verriet Cue, dass Apple auf dem Markt für Videocontent „voll dabei“ („we’re all in“) sei. Dabei stichelte er gegen einen der größten Konkurrenten in der Videostreaming-Branche. Im Gegensatz zu Netflix, so der Manager, wolle Apple weniger auf Quantität als auf Qualität setzen. „Wir versuchen nicht, auf der Welt die meisten Smartphones zu verkaufen. Wir wollen auch nicht die meisten Tablets verkaufen. Wir versuchen, [von allem] das Beste herzustellen“, so Cue, der mit Blick auf Apples Streaming-Dienst hinzufügte: „Wichtig ist großartiges Geschichten-Erzählen“.

Die Musiker John Legend und Alicia Keys in "Carpool Karaoke"

Die Musiker John Legend und Alicia Keys in „Carpool Karaoke“ (Bild: Apple)

Tatsächlich hat Apple seit letztem Jahr sein Bemühen intensiviert, auf seinem Streaming-Dienst Apple Music neben Musik- auch Videoinhalte zu platzieren. Bisher beschränkt sich der Versuch, sich in Konkurrenz mit den Plattformen von Netflix, Amazon Prime Video und Co. aufzustellen, auf Reality-Formate wie „Planet of the Apps“ und „Carpool Karaoke“. Das soll sich jedoch in absehbarerer Zeit ändern.

Denn zusätzlich zu Reality-Formaten wie eine Talkshow mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon will Apple auch auf fiktive Stoffe setzen. Auf der Agenda stehen unter anderem eine Serie mit Kristen Wiig, ein Serien-Projekt unter Federführung von Oscar-Preisträger Damien Chazelle („La La Land“) sowie die von Steven Spielberg produzierte Neuauflage des Fernsehklassikers „Unglaubliche Geschichten“. Den Plänen war im Juni letzten Jahres die Verpflichtung von Zack Van Amburg und Jamie Erlicht vorausgegangen, zweier erfolgreiche Manager von Sony Pictures Television. Den Machern von Serienhits wie „Breaking Bad“ und „The Crown“ hat Apple die Leitung von Videoinhalten übertragen.

Keine Mini-Episoden-Serien bei Apple

Über weitere Inhalte sowie Personalfragen sprach Cue gestern auf der SXSW zwar nicht. Dafür ließ er Apples Zurückhaltung hinsichtlich kleinformatiger Serien durchblicken – einem Trend, der von Filmproduzent Jeffrey Katzenberg für relevant erachtet und von Konzernen wie Facebook Berichten zufolge forciert wird. Er glaube nicht, dass man Geschichten wie die von „Game of Thrones“ in zwei bis acht Minuten erzählen kann, so der Apple-Manager.

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