Genie und Mahner: Stephen Hawking ist gestorben

Der weltberühmte Wissenschaftler Stephen Hawking ist tot. Der theoretische Physiker und Astrophysiker starb am heutigen frühen Morgen friedlich in seinem Haus in Cambridge. Er wurde 76 Jahre alt.

Das teilte seine Agentur unter Berufung auf seine Familie mit. Seine Kinder Lucy, Robert und Tim seien zutiefst traurig über den Verlust ihres Vaters, heißt es. Sie würden ihn „für immer vermissen“. Er sei „ein großartiger Wissenschaftler und ein außergewöhnlicher Mensch“ gewesen.

Hawking litt seit den 1960er an der Nervenkrankheit ALS, weshalb er seit 1968 auf den Rollstuhl angewiesen war. In den letzten Jahren war er nahezu komplett bewegungsunfähig. Einem glücklichen Leben (Hawking wird zwei Mal heiraten) und einer erfolgreichen Karriere als Wissenschaftler stellte sich die Krankheit jedoch nicht in den Weg.

Stephen Hawking

Stephen Hawking (Bild: Universal Pictures)

Stephen Hawking wird 1942 in Oxford geboren. Nach dem Bachelor-Abschluss an der Universität Oxford 1962 wechselt er an die Universität Cambridge, wo er 1966 über theoretische Astronomie und Kosmologie promoviert. 1979 wird er Professor für Mathematik in Cambridge, wo er 30 Jahre lang den renommierten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik innehat. Einer seiner Vorgänger ist Sir Isaac Newton.

Schwarze Löcher

Zu Hawkings vielen wissenschaftlichen Leistungen zählt die Erkenntnis, dass Schwarze Löcher Strahlung abgeben, dadurch an Masse verlieren und sich irgendwann auflösen. Das Theorem geht als „Hawking-Strahlung“ in die Geschichtsbücher ein.

Hawking versteht es auch, komplexe wissenschaftliche Fragen dem Laien verständlich zu machen. Zu seinen erfolgreichsten populärwissenschaftlichen Büchern gehören der 1988 veröffentlichte Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“ und „Das Universum in der Nussschale“ aus dem Jahr 2001.

In den letzten Jahren sorgt Hawking immer wieder mit seinen düsteren Prophezeiungen für Aufsehen aber auch für Kritik. Der Fortbestand der menschlichen Zivilisation würde durch künstliche Intelligenz, Klimaerwärmung und mögliche Atomkriege bedroht, warnte er. Seine Botschaft: Die Menschen sollten dafür Sorge tragen, zu anderen Planeten überzusiedeln.

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