WhatsApp-Gründer Brian Acton ruft zum Löschen von Facebook auf

Dass Brian Acton kein sonderlich großer Fan von Facebook ist, zeigt der Umstand, dass der Entwickler und WhatsApp-Gründer den Konzern im vergangenen Jahr verließ. Nun, inmitten des Datenmissbrauchsskandals, rät der 46-Jährige Milliardär den Menschen sogar, ihre Konten beim sozialen Netzwerk zu löschen.

Actons Beitrag zur Diskussion über Datenmissbrauchsvorfall ist kurz, dafür umso eindeutiger: „Es ist Zeit. #deletefacebook“, schreibt der Software-Entwickler in einem Eintrag auf Twitter und rät den Nutzern damit, ihre Facebook-Accounts zu löschen.

Vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass es der Datenanalysefirma Cambridge Analytica vor knapp vier Jahren gelungen war, die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern zu entwenden. Angeblich war die Datenauswertung wichtiger Grundstein für das Team um Donald Trump beim US-Wahlkampf 2016. Cambridge Analytica bestreitet die Vorwürfe, die Facebook-Kundendaten für die US-Wahl benutzt zu haben.

Facebook – Täter oder Opfer?

Auch Facebook, dessen Unternehmenswert infolge des Skandals an der Börse um 50 Milliarden US-Dollar gefallen ist, wehrt sich gegen die Vorwürfe. Der Konzern sieht sich vielmehr als Opfer der ganzen Angelegenheit. Man werde alles tun, um die Daten der Kunden zu schützen, heißt es in einer Mitteilung.

Brian Acton verließ letztes Jahr WhatsApp und den Facebook-Konzern, um eine Non-Profit-Organisation ins Leben rufen. Ende Februar war bekanntgeworden, dass er mit einer Stiftung namens Signal Foundation den Krypto-Messenger Signal unterstützt. Für ihre Arbeit hat der Entwickler 50 Millionen US-Dollar gespendet.

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