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21. Mai 2012
1. Februar 2012 | 14:01 Uhr

Nikon Coolpix P310: lichtstarke F1,8-Kompaktkamera ohne echte Neuerungen

von Stefan Möllenhoff

Die allermeisten aktuellen Kompaktkameras schießen bei Tageslicht sehr schöne Fotos. Bei Dämmerung oder in geschlossenen Räumen und unter Kunstlicht sieht es dann aber schnell ganz anders aus: Die Bilder geraten stark verrauscht, weisen Farbstiche auf und wirken vermatscht oder wie gemalt. Verantwortlich hierfür sind die kleinen Bildsensoren in den Digicams. Mit einer typischen Diagonale von 1/2,3 Zoll sind sie mehr als zehnmal kleiner als die lichtempfindlichen Chips in Spiegelreflexkameras. Und je kleiner ein Sensor ist, desto weniger Licht fängt er ein. Dementsprechend ist eine höhere Ausleseempfindlichkeit der einzelnen Pixel erforderlich, um ein helles Bild zu erzielen. Das wiederum sorgt allerdings für Auslesefehler, die sich wiederum in Form von Rauschen & Co. äußern.

Die Nikon Coolpix P310 greift diese Problematik auf. Allerdings nicht mit einem größeren Sensor, denn dieser würde mit einer sperrigeren Optik und damit auch mit einem weniger kompakten Gehäuse einhergehen. Stattdessen verpasst der Hersteller dem Objektiv eine möglichst hohe Lichtstärke. Im Weitwinkel beträgt die größte Blendenöffnung F1,8. Damit ist die P310 zwei ganze Blenden stärker als eine Kompaktkamera, die sich mit F3,5 zufriedengibt und kommt so also mit einer viermal kürzeren Belichtungszeit respektive einer viermal niedrigeren ISO-Empfindlichkeit aus. Unterm Strich bedeutet das: weniger verwackelte Fotos beziehungsweise bessere Bildqualität. Leider fällt die Lichtstärke der Nikon-Digicam aber bei höheren Brennweiten stark ab. Am oberen Ende des Zoombereichs bleiben nur noch F4,9 übrig.

Ansonsten scheint sich gegenüber der Vorgängerin P300 nicht viel getan zu haben. Neben dem hochauflösenderen Sensor ist die Möglichkeit hinzugekommen, den Zoom auf verschiedenen "beliebten" Brennweiten stoppen zu lassen. Das Feature richtet sich wohl an diejenigen, die die Kamera als kompakte Ergänzung zu ihrer Spiegelreflex kaufen und so quasi per Knopfdruck zwischen ihren Festbrennweiten hin und her springen können. Bis wir die Gelegenheit haben, die kompakte Digicam ausführlich zu testen, gibt es in unserem Testbericht der Nikon Coolpix P300 einen Vorgeschmack auf die kleine Kamera und ihre Funktionen.

Die Nikon Coolpix P310 soll ab Mitte März zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 329 Euro in den Regalen stehen. Die folgende Tabelle zeigt noch einmal die wichtigsten technischen Daten der P310 im direkten Vergleich mit ihrer Vorgängerin P300. (Bild: Nikon)

Hersteller Nikon Nikon
Modell Coolpix P300 Coolpix P310
Preis (UVP) 329 Euro 329 Euro
Bildsensor 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS 1/2,3-Zoll-BSI-CMOS
Auflösung 12 Megapixel 16 Megapixel
Optischer Zoom 4,2-fach 4,2-fach
Brennweitenbereich 24 - 100 mm 24 - 100 mm
Lichtstärke F1,8 - F4,9 F1,8 - F4,9
Bildstabilisator optisch optisch
Empfindlichkeiten ISO 160 - 3200 ISO 100 - 6400
Max. Fotoauflösung 4000 x 3000 Pixel 4608 x 3456 Pixel
Max. Videoauflösung 1920 x 1080 Pixel @ 30 fps 1920 x 1080 Pixel @ 30 fps
Manuelle Einstellungen P, A, S, M P, A, S, M
Display 3,0 Zoll, 640 x 480 Pixel 3,0 Zoll, 640 x 480 Pixel
Sucher nein nein
Speichermedien SD, SDHC, SDXC SD, SDHC, SDXC
Abmessungen 10,3 x 5,8 x 3,2 cm 10,3 x 5,8 x 3,2 cm
Gewicht 190 g 194 g

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