3. September 2010
10. Januar 2010 | 02:13 Uhr

CES 2010: Plastic Logic zeigt superflachen und -teuren eBook-Reader Que

von Gerald Strömer

Plastic Logic hat auf der CES 2010 die finale Version seines eleganten, in Zusammenarbeit mit dem Design-Büro Ideo entwickelten eBook-Readers Que vorgestellt. Der Nachteil des Readers: Sein Preispunkt ist bei weitem nicht so schlank wie sein Design.

Plastic Logic Que: ultraflacher E-Book-Reader

Wie erwartet ist der Que ein Full-Screen-eBook-Reader mit 10,7-zölligem, bruchsicherem Touchscreen-Display. Das patentierte Display besteht im Gegensatz zu den Glasmodellen der Konkurrenz aus Plastik und wird in Dresden hergestellt. Das Plastik-Display basiert auf E-Ink Vizplex als bildgebendes Element.

Beeindruckend ist das schnittige Design, das jegliche Tasten vermissen lässt. Stattdessen wird der Que komplett via Touchscreen und mit Gesten gesteuert. Ein horizontales Wischen blättert beispielsweise die Seiten um. Insgesamt ein Interface, mit dem man sich schnell durch ein Buch oder ein Dokument bewegen kann.

Mit dem etwa 450 Gramm schweren und knapp 8 Millimeter flachen Gerät sollen sich E-Mails, Kalendereinträge und andere Daten von Microsoft Outlook abrufen lassen. Laut Plastic-Logic-Chef Richard Archuleta soll der Que nicht einfach nur ein weiterer eBook-Reader sein, sondern all die Papiere ersetzen, die die durchschnittliche Aktentasche füllen.

Ursprünglich sollte der Que bereits 2009 auf den Markt kommen (erste Prototypen wurden immerhin bereits 2007 (!) gezeigt), aber dank verschiedener Verzögerungen muss der Que sich nun mit einer ganzen Latte innovativer Konkurrenten herumschlagen. "Wir sind deswegen keineswegs besorgt", so Archuleta noch im Oktober 2009. "Der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass unser Reader so einzigartig ist. Bisher ist unserem Reader niemand auch nur nahe gekommen." Laut Archeluta habe Plastic Logic die Verzögerungen zudem für Verbesserungen früherer Designs genutzt.

Bei einer Demonstration auf dem Palstic-Logic-Stand sehen Zeitungen und Zeitschriften eher wie echte Publikationen aus als beispielsweise auf einem Amazon Kindle, sind aber gleichzeitig keine simplen Replikationen der Print-Versionen. "Viele Geräte auf dem Markt haben ein Problem: sie verlieren die Formatierung, die beim Lesen der Inhalte hilft", so Archuleta.

Der Que bringt eine BlackBerry-Applikation mit, die die Übermittlung von Dokumenten vom BlackBerry zum Que ermöglicht. Der kabellose Zugriff auf Outlook- und Exchange-Material sowie Gmail, Windows Live und Yahoo! Mail soll durch eine Partnerschaft mit Good Technology realisiert worden sein.

Plastic Logic will ein mit 4 GByte, 11,6-Zoll-Display und WLAN ausgestattetes Gerät für 649 Dollar (etwa 450 Euro) verkaufen. Mit doppeltem Speicherplatz und integriertem UMTS wird der Que 799 Dollar (etwa 555 Euro) kosten. Immerhin soll UMTS ohne monatliche Kosten funktionieren - ob das auch in Deutschland der Fall ist, wird sich zeigen. Einen "echten" Webbrowser gibt es aber nicht. Als Markteinführungsdatum wurde der April 2010 genannt. (Foto: Plastic Logic)

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