All The Boys Love Mandy Lane
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Schon als Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williamson Mitte der 90er-Jahre mit "Scream" das Horror-Genre neu belebten, ließen sie eine der Hauptfiguren über die wichtigsten Regeln des Horrorfilms philosophieren: Wer länger ohne Sex lebt, bleibt auch länger am Leben. Das ist auch die Hauptregel von "All The Boys Love Mandy Lane" (2006): Im Kino mit nur 45.000 Zuschauern weit unter Wert verkauft, erscheint der ebenso ungewöhnliche wie sehenswerte Horrorfilm nun auf DVD.
Im Mittelpunkt steht die Highschool-Schülerin Mandy Lane (Amber Heard). Sie ist schön, unnahbar und vor allem noch Jungfrau. Während sich ihre Mitschülerinnen die nötige Aufmerksamkeit längst mit knappen Klamotten und sexuellen Gefälligkeiten erkaufen, bleibt Mandy brav. Und so wird sie erst recht zum Objekt männlicher Begierde: Wer Mandy Lane rumkriegt, hat einen Platz in der Highschool-"Hall of Fame" sicher. Klar, dass Mandy damit die Eifersucht ihrer Mitschülerinnen ungewollt nur noch mehr schürt. Der einzige Junge, der Mandy näher kommen darf, ist ihr Sandkastenfreund Emmet (Michael Welch) - allerdings auch nur platonisch.
Als es eines Tages zwischen Mandy und Emmet kriselt, sehen die anderen Jungs ihre Chance gekommen. Und tatsächlich: Mandy lässt sich auf einen Wochenend-Trip mit der coolsten Clique der Schule ein. Auf einer abgelegenen Farm wollen sie treiben, was Jugendliche nun mal zum Erwachsenwerden brauchen: Alkohol, Drogen, Musik und wenn möglich auch Sex. Dem Genre entsprechend wartet hier freilich schon ein Killer, der jede Entgleisung sofort mit der Todesstrafe ahndet - bis nur noch Mandy übrig ist.
Was sich anhört wie jeder 08/15-Teen-Horrorfilm, entpuppt sich schon nach wenigen Minuten als mehr. Allein die Machart von "All The Boys Love Mandy Lane" entspricht so gar nicht dem Üblichen: Da spielt die Kamera mit dem Gegenlicht der Sonne, statt spannende Szenen MTV-mäßig schnell zu schneiden, nimmt Regisseur Jonathan Levine sogar noch Tempo raus. So entsteht eine Atmosphäre, die für einen Horrorfilm schon fast zu harmonisch ist. Dabei hat das Ganze ein Ziel: den überraschenden Showdown.
Die Sonderausstattung der DVD mit nur einem Interview mit Hauptdarstellerin Amber Heard ist etwas mau. Dafür schafft es das leicht körnige Bild, echte Südstaatenatmosphäre ins Wohnzimmer zu zaubern. Und nach dem Abspann bleibt einem der Soundtrack des Films noch lange als Ohrwurm erhalten.
Auch als Blu ray-Disc erhältlich.
© Teleschau - der mediendienst
DVD-Fakten | ||
| Veröffentlichungsdatum | 09.02.2009 | |
| FSK | 18 | |
| Studio / Vertrieb | Senator / Universum | |
| Laufzeit | 86 Min. | |
| Extras | Interview: Darstellerin Amber Heard | |
| Bildformat | 2,35:1 (anamorph) | |
| Tonsystem | DTS / Dolby Digital | |
| Ländercode | Regionalcode 2 | |
| Preis | ||
Film-Fakten | ||
| Sprachen | Deutsch (DTS/5.1), Englisch (5.1) | |
| Untertitel | Deutsch | |
| Regisseur | Jonathan Levine | |
| Schauspieler | Amber Heard, Michael Welch, Edwin Hodge | |
Bewertung | ||
| Film | 8 (von 10 Punkten) | |
| Bild | 6 (von 10 Punkten) | |
| Ton | 4 (von 10 Punkten) | |
| Extras | 2 (von 10 Punkten) | |








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