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23. Mai 2012
6. Oktober 2010 | 17:01 Uhr

Die besten In-Ear-Ohrhörer: fünf Klangstöpsel für höchste Ansprüche

von Jasmine France, Stefan Möllenhoff

Shure SE425: ab 270 Euro

8,0 stars
(8,0 von 10 Punkten)
Was uns gefällt:
+ phänomenaler Klang
+ robustes Design
+ viele Extras im Lieferumfang

Was uns nicht gefällt:
- passen nicht jedem
- kompliziertes Aufsetzen
- kein absteckbares Kabel

Wir meinen: Wer einen hochwertig verarbeiteten und bombastisch klingenden Ohrkanalhörer sucht, ist beim Shure SE425 genau richtig - vorausgesetzt, das Portemonnaie ist prall gefüllt.

Shure baut bereits seit über 15 Jahren beeindruckend klingende In-Ear-Kopfhörer. Und trotz der langen Tradition ruht sich der Hersteller keineswegs auf seinen Lorbeeren aus, sondern verbessert die Modelle kontinuierlich weiter. Da macht auch der aktuelle SE425 keine Ausnahme. Die Ohrhörer bringen ein paar kleine, aber willkommene Neuerungen mit.

Design & Ausstattung

Im Vergleich zum Vorgänger SE420 hat sich die Form der Ohrstücke verändert. Das Auf- beziehungsweise Einsetzen ist nicht so einfach wie bei den typischen Hama-Stöpseln. Sie müssen genau im richtigen Winkel in den Gehörgang hineingedreht werden. Anschließend verlegt man die Kabel oben über das Ohr. Die Strippe über den Lauschern ist nicht Jedermanns Sache, aber mit etwas Übung und gutem Willen gewöhnt man sich dann doch an den außergewöhnlichen Sitz. Sollte man jedenfalls besser, denn schließlich haben die Kopfhörer ein 270 Euro tiefes Loch ins Haushaltsbudget gerissen.

Das Kabel ist für einen Ohrkanalhörer außergewöhnlich lang: 162 Zentimeter, um genau zu sein. Wer bereits den SE420 besitzt, wird enttäuscht feststellen müssen, dass die Kabel nicht mehr modular sind. Zuvor war es nämlich möglich, beispielsweise für einen MP3-Player in der Jackeninnentasche eine kürzere Strippe anzustecken. Nachdem das dicke Kabel recht schwer und lang ist, finden wir das wirklich schade.

Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich über das sehr solide Kabel. Alles an dem SE425 wirkt, als würde es dem Zahn der Zeit mühelos widerstehen können. Auch der L-Stecker und das Y-Stück, wo sich die beiden Strippen von den Ohrstücken treffen, wirken äußert stabil. Die Kabel sind übrigens mit Kevlar verstärkt.

Im Lieferumfang findet sich das übliche Zubehör: eine Tragebox mit Reißverschluss, ein Reinigungswerkzeug und ein 6,3-Millimeter-Adapter. Außerdem finden sich Schaumstoff- und Silikon-Ohrstücke in jeweils drei Größen sowie ein One-Size-Fits-All-Schaumstoff-Adapter und ein mehrstufiges Ohrpassstück im Karton.

Klang & Leistung

Genug zu Design und Lieferumfang, schließlich spielt die Soundqualität bei einem 270 Euro teuren Ohrkanalhörer eine wichtige Rolle - und die SE425 enttäuschen ganz und gar nicht. Nachdem sie auf die gleiche Technologie setzen wie der Vorgänger, hätte uns alles andere allerdings auch sehr überrascht. In jedem kleinen Ohrstück stecken zwei Lautsprecherchen: ein Hochtöner und ein Woofer.

Die Musik, die der SE425 in den Gehörgang pumpt, klingt fantastisch und klar. Die Abschirmung gegenüber Umgebungslärm ist hervorragend, und der feste Sitz sorgt für einen sehr unmittelbar ansprechenden Bass. Die Tieftöne hüllen den Zuhörer förmlich ein, drängen aber niemals übermäßig in den Vordergrund und wirken niemals verzerrt.

Hohe Frequenzen wirken lebendig und klar. Selbst bei furiosen Gitarrenriffs können wir die einzelnen Noten noch einwandfrei auseinanderhalten. Es gehen keinerlei Details verloren. Die Mitten sind warm und voll. Es gibt kein bestimmtes Musikgenre, bei dem der SE425 besonders heraussticht oder einbricht. Auch wer einen breit gefächerten Musikgeschmack hat, wird alles andere als eine Enttäuschung erleben.

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