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23. Mai 2012
3. Januar 2012 | 16:38 Uhr

Sieben Kopfhörer der Spitzenklasse: Vergleichstest von 900 bis 3000 Euro

von Mehmet Toprak
Sieben Kopfhörer der Spitzenklasse: Vergleichstest von 900 bis 3000 Euro

Highend-Kopfhörer sind teuer. Umso schwerer fällt beim Kauf die Wahl. Wir haben sieben Kopfhörer getestet, die zu den besten der Welt gehören. Neben spannenden Einsichten in die Unterschiede zwischen den Geräten selbst und die etwas andere Art des Musikhörens bescherten die exklusiven Schallwandler auch einige magische Momente.

Eine "fortgeschrittene Technologie ist nicht von Magie zu unterscheiden". Für Toaster, Stehlampen und Eierkocher gilt dieses Zitat des Science-Fiction-Schriftstellers Arthur C. Clarke sicher nicht. Für Highend-Kopfhörer schon eher. Sie bieten bei jeder Art von Musik ein großartiges Klangerlebnis, und sie schenken ihrem Besitzer magische Momente. Etwa, wenn man die Augen schließt und das Saxofon von Stan Getz scheinbar vor einem schwebt. Oder wenn die Sängerin Adele ihr ergreifendes "Someone like you" zur Klavierbegleitung anstimmt.

Allerdings gibt es Menschen, die Highend nicht für Magie, sondern schlicht für Voodoo halten. Wer erzählt, er habe sich gerade einen tollen Kopfhörer für 2000 Euro gekauft, der erntet zumeist ungläubige Blicke. Vor allem, wenn derjenige noch hinzufügt, er habe dazu leider auch einen Kopfhörerverstärker für 500 Euro kaufen müssen. Die Geschichte mit dem teuren Cinchkabel sollte er lieber ganz weglassen.

Besser als live

Gegen solche Skepsis hilft nur, mal selbst reinzuhören. Da merken auch hartgesottene Highend-Skeptiker, dass hochwertige Hörer ein ganz eigenes Hörerlebnis vermitteln. Dabei geht es gar nicht darum, dass die Musik fast so klingt wie live. Genau das tut sie nämlich nicht. Sie klingt sogar besser. Denn im Konzert bekommt der Besucher ja auch optische Eindrücke, die von den musikalischen Details ablenken. Der Geiger, der Tschaikowskis Violinkonzert mit schmerzhaft verzogenem Gesicht spielt, die hübsche Pianistin, die den Chopin-Walzer so artig aus den Händen perlen lässt oder der bizarr umhertobende Rock-Gitarrist, all das lenkt von den musikalischen Details ab. Anders der Kopfhörer. Er präsentiert Musik und sonst nichts. Highendige Geräte machen dabei auch feinste Details und winzige Nuancen hörbar. Musik wie unter einer Lupe. Das ist ungefähr so wie der Unterschied zwischen einer Blu-ray und einer alten VHS-Kassette.

Schlichtes Äußeres und Hightech im Inneren: Nicht jeder Hersteller lässt sich so bereitwillig in die Karten gucken wie Denon bei seinem AH-D7000.
Schlichtes Äußeres und Hightech im Inneren: Nicht jeder Hersteller lässt sich so bereitwillig in die Karten gucken wie Denon bei seinem AH-D7000.

Mehr Sound-Bits pro Euro

Die Highend-Hörer sind scheinbar irrsinnig teuer, bieten aber eine Menge fürs Geld. Wollte man die gleiche Klangqualität mit Lautsprecherboxen haben, müsste man um ein Vielfaches mehr Geld ausgeben. Kopfhörer sind der preiswerteste Weg zum anspruchsvollen Musikgenuss. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Der Sound aus dem Lautsprecher ist immer abhängig vom Raum, in dem sie stehen. Ein ungünstig geschnittener Raum ohne dämpfende Elemente wie Teppich, Sofas oder Vorhängen macht den besten Boxen den Garaus. Der Sound im Kopfhörer ist dagegen völlig unabhängig vom Raum. Es gibt also ein paar gute Argumente für die Highend-Klangschalen.

Wir haben sieben Modelle getestet. Diese gehören allesamt zur Weltspitze des Kopfhörer-Baus und demonstrieren, was heute an Klangqualität machbar ist. Darunter sind der brandneue Stax SR-507 aus Japan, sowie der LCD-2 vom Start-up Audez'e aus den USA. Zusammen mit den Topmodellen von Sennheiser, Denon, Grado, Beyerdynamic und Ultrasone ist ein nahezu komplettes Testfeld der Spitzenklasse-Kopfhörer am Start. Um der anspruchsvollen Elektronik der Schallwandler auf den akustischen Zahn fühlen zu können, reicht es natürlich nicht, sie an einen x-beliebigen Verstärker anzustöpseln. Deshalb haben wir auch CD-Player und Kopfhörerverstärker aus dem Highend-Bereich verwendet. Der Beschreibung des Testaufbaus findet sich am Ende dieses Artikels.

Das sind die Testkandidaten:

  • Audez'e LCD-2
  • Beyerdynamic T 1
  • Denon AH-D7000
  • Grado GS-1000
  • Sennheiser HD 800
  • Stax SR-507
  • Ultrasone Edition 10

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