3. September 2010
9. Februar 2007 | 18:32 Uhr

Antennas: Sins

GENRE:: Rock/Pop
Antennas: Sins

Das Schöne an Antennas: Sie machen Popmusik, die sich diverser Referenzfelder bedient. Da findet sich zwar die Eighties-Ästhetik von Interpol oder den Editors, abe eben nicht nur. Um diese Rahmendaten strickt die Band aus Schweden so eine Art Vorhang, dessen Maschen je nach Lichteinschlag völlig verschieden wirken und sowohl Knarzigkeit als auch Majestätik erlauben.

Der erste Track zeigt schon, worum es geht: Da pumpen die Bässe Wave in die Blutbahn, während das Herz vom Orchester gestreichelt wird. Dazu die Stimme Christian Björkmanns, klagend, quengelnd, sich überschlagend - ein bisschen so wie die von Muse-Chef Matt Belamy, nur eben ohne diesen nervigen Stadion-Pathos, ohne Progressive-Kante.

So entstehen schöne Popsongs, die aber die Schönheit immer dann aufbrechen, wenn sie drohen, in die Beliebigkeit abzudriften. Beste Beispiele: das als Single ausgekoppelte "Always On My Mind" mit seinem unglaublich fordernden Beat und "Used To Be An Artist", eine kleine Lehrstunde in Sachen Americana-Obskuritäten, die vom unglaublich kraftvollen "C'mon" routiniert abgelöst wird. Für den Status als Next Big Irgendwas sind Anetennas wohl zu verschroben - eine angenehme Platte ist "Sins" dennoch.

© Teleschau - der mediendienst

CD-Fakten

Veröffentlichungsdatum   09.02.2007
Hersteller / Vertrieb   AL!VE

Bewertung

Gesamt   8 (von 10 Punkten)
 

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