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23. Mai 2012
19. Mai 2006 | 17:48 Uhr

Watershed: Mosaic

GENRE:: Rock/Pop
Watershed: Mosaic

Die Webadresse www.watershed.co.za deutet es schon an: Watershed, die ihr drittes Album "Mosaic" in ganz Europa herausbringen, stammen aus Südafrika. Ihr Song "Indigo Girl" war ein veritabler Hit, in ihrer Heimat gelten sie als die berühmteste und beste Band des Landes. Sie spielten vor 46.000 Leuten in Kapstadt auf dem Nelson-Mandela-Festival, gemeinsam mit Bono und anderen betroffenen Festival-Dauergästen internationalen Formats. Das ist alles schön und gut. Allerdings dürfte die CD für unseren Markt gänzlich unnötig sein.

Der ist nämlich bereits überschwemmt von poppiger Rockmusik mit stadiontauglichem Downbeat-Tempo, von Folk-inspirierten Schrammelgitarren, netten Gutmenschtexten und freundlichen Piano-Intros. Da wären bereits Reamonn, Richard Marx oder Midnight Oil. Es gab auch schon Crowded House, und R.E.M-Sound muss man auch nicht noch mal von einer anderen Band hören.

Warum muss über afrikanische Bands so oft das Gleiche vernichtende Urteil abgeben werden? Vielleicht, weil man dort des Öfteren einen Musikstil pflegt, der leicht hinterm Mond scheint, ein wenig altbacken, aber natürlich trotzdem gut, engagiert und ernst gemeint. Denn Watershed sind ja nicht schlecht. Craig Hinds schreibt schöne Lieder über die Liebe, die mit akustischer Gitarre, Klavier und sonstigem Rockinstrumentarium vertont werden. Sie flocken locker dahin, nichts sagend und hübsch. Aber eben völlig überkommen.

© Teleschau - der mediendienst

CD-Fakten

Veröffentlichungsdatum   05.05.2006
Hersteller / Vertrieb   EMI

Bewertung

Gesamt   4 (von 10 Punkten)
 

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