Energie!
Star Trek Online
Genre: Rollenspiel
"Star Trek Online" hatte schon eine wechselvolle Geschichte hinter sich, bevor es überhaupt offiziell an den Start ging: Zuerst entwickelt von Perpetual Entertainment, das die Arbeiten an dem Online-Rollenspiel im Januar 2008 wegen Konkurs einstellen musste, nahmen sich im darauffolgenden Sommer die Cryptic Studios des Projekts an. Basierend auf der Engine ihres Titels "Champions Online" stampften sie das Weltraum-MMORPG noch einmal von Grund auf neu aus dem Boden.
Cryptics Ausflug ins "Star Trek"-Universum spielt etwa 30 Jahre nach dem Kinofilm "Nemesis" - in einer Zeit, in der alte Bündnisse wieder in Frage gestellt werden und an allen Ecken neue Konflikte aufbrechen. Die Klingonen sind wieder zu offener Feindschaft mit der Föderation übergegangen, und gleichzeitig machen die Borg den Alpha-Quadranten unsicher.
Der Spieler beginnt als frischgebackener Sternenflotten-Kadett und kann seinen Charakter bis ins Detail den eigenen Vorlieben anpassen: Mensch, Vulkanier, Andorianer, Bolianer, Trill, von schlankem bis gedrungenem Körperbau, mit Augenfarbe nach Wahl - bei der Gestaltung des Alter Egos ist allenfalls die eigene Fantasie "the final frontier". Und sofort muss man sich im Rahmen eines exzellenten Tutorials, bei dem der neue Spock-Darsteller Zachary Quinto vor das Mikro trat, in der ersten Notsituation bewähren und humanoide Borg-Drohnen aus dem Weg räumen. Quasi nebenbei lernt man so in Warp-Geschwindigkeit die wichtigsten Elemente der Steuerung kennen und lebt sich recht schnell in der "Star Trek"-Welt ein. Muss man auch, denn schneller als gedacht sitzt man als Captain auf der Brücke eines Schiffs der Sternenflotte und ist mitverantwortlich für das Schicksal des gesamten Universums …
Es geht von Anfang an in die Vollen: Taktisch angehauchte Raumkämpfe aus der Verfolgerperspektive stehen ebenso auf dem Programm wie Bodenmissionen, in denen man von treuen Begleitern unterstützt wird. Bald gilt es auch, sich für eine bestimmte Richtung zu entscheiden: Will man als Taktik-Spezialist, als Ingenieur oder als Wissenschaftler weiterspielen? Alle drei Ausrichtungen bringen für den Charakter spezifische Stärken, Schwächen und unterschiedliche Schiffstypen mit sich, die die Spielweise unterschiedlich gestalten.
Die Raumkämpfe laufen erfreulich unkompliziert ab: Über das Head-Up-Display hat man Waffensysteme, Schutzschilde und Energie jederzeit im Griff. Brückenoffiziere können zusätzlich beispielsweise Traktorstrahlen einsetzen oder mit Störsendern dazwischenfunken. In Bodenmissionen hingegen steuert man seinen Charakter wie in einem Shooter aus der Verfolgersicht mit den Tasten W, A, S und D.
"Star Trek Online" ist in kleine, knapp 40-minütige Quest-Episoden aufgegliedert und lehnt sich so ein wenig an die TV-Serien an. Die ansehnliche Grafik und die wuchtige Soundkulisse mit den vertrauten "Star Trek"-Geräuschen sorgen für die perfekte Trekkie-Atmosphäre. Ob "Star Trek Online" allerdings dem MMO-Platzhirsch "World of Warcraft" den Rang ablaufen kann, erscheint trotz oder gerade wegen der starken Marke fraglich - die strikten Vorgaben des "Star Trek"-Universums dürften dem Gestaltungsspielraum zu enge Grenzen setzen.
Zudem muss an vielen Stellen noch nachgebessert werden: Die Klingonen beispielsweise sind als spielbares Volk wesentlich schlechter integriert, dürfen nur wenige Kreuzer steuern und müssen sich die meiste Zeit mit Reißbrett-Aufträgen à la "Besiege 50 Gegner" herumschlagen. Auch bei der Übersetzung wurde geschlampt. Und die Planetenoberflächen sind nicht gerade das, was Mr. Spock gemeinhin als "faszinierend" bezeichnet.
Dennoch: Die Tage in den Weiten von "Star Trek Online" sind äußerst unterhaltsam - auch für Solospieler. Und wer mit "Star Trek" etwas anfangen kann, sollte eine Karriere als Online-Sternenflottenkapitän ernsthaft in Erwägung ziehen. Das Spiel wird nach einem Abo-Modell abgerechnet: Ein Monat Spielzeit kostet knappe 13 Euro, drei Monate 36 Euro und sechs Monate 66 Euro. Eine Gametime-Card für 60 Tage Spielzeit ist für 26 Euro erhältlich. Beim Kauf einer Silver-, Gold- oder Collector's Edition sind die ersten 30 Tage Spielzeit kostenlos. Wahre Trekker buchen aber eh eine "Lifetime Membership" für rund 180 Euro.
Cryptics Ausflug ins "Star Trek"-Universum spielt etwa 30 Jahre nach dem Kinofilm "Nemesis" - in einer Zeit, in der alte Bündnisse wieder in Frage gestellt werden und an allen Ecken neue Konflikte aufbrechen. Die Klingonen sind wieder zu offener Feindschaft mit der Föderation übergegangen, und gleichzeitig machen die Borg den Alpha-Quadranten unsicher.
Der Spieler beginnt als frischgebackener Sternenflotten-Kadett und kann seinen Charakter bis ins Detail den eigenen Vorlieben anpassen: Mensch, Vulkanier, Andorianer, Bolianer, Trill, von schlankem bis gedrungenem Körperbau, mit Augenfarbe nach Wahl - bei der Gestaltung des Alter Egos ist allenfalls die eigene Fantasie "the final frontier". Und sofort muss man sich im Rahmen eines exzellenten Tutorials, bei dem der neue Spock-Darsteller Zachary Quinto vor das Mikro trat, in der ersten Notsituation bewähren und humanoide Borg-Drohnen aus dem Weg räumen. Quasi nebenbei lernt man so in Warp-Geschwindigkeit die wichtigsten Elemente der Steuerung kennen und lebt sich recht schnell in der "Star Trek"-Welt ein. Muss man auch, denn schneller als gedacht sitzt man als Captain auf der Brücke eines Schiffs der Sternenflotte und ist mitverantwortlich für das Schicksal des gesamten Universums …
Es geht von Anfang an in die Vollen: Taktisch angehauchte Raumkämpfe aus der Verfolgerperspektive stehen ebenso auf dem Programm wie Bodenmissionen, in denen man von treuen Begleitern unterstützt wird. Bald gilt es auch, sich für eine bestimmte Richtung zu entscheiden: Will man als Taktik-Spezialist, als Ingenieur oder als Wissenschaftler weiterspielen? Alle drei Ausrichtungen bringen für den Charakter spezifische Stärken, Schwächen und unterschiedliche Schiffstypen mit sich, die die Spielweise unterschiedlich gestalten.
Die Raumkämpfe laufen erfreulich unkompliziert ab: Über das Head-Up-Display hat man Waffensysteme, Schutzschilde und Energie jederzeit im Griff. Brückenoffiziere können zusätzlich beispielsweise Traktorstrahlen einsetzen oder mit Störsendern dazwischenfunken. In Bodenmissionen hingegen steuert man seinen Charakter wie in einem Shooter aus der Verfolgersicht mit den Tasten W, A, S und D.
"Star Trek Online" ist in kleine, knapp 40-minütige Quest-Episoden aufgegliedert und lehnt sich so ein wenig an die TV-Serien an. Die ansehnliche Grafik und die wuchtige Soundkulisse mit den vertrauten "Star Trek"-Geräuschen sorgen für die perfekte Trekkie-Atmosphäre. Ob "Star Trek Online" allerdings dem MMO-Platzhirsch "World of Warcraft" den Rang ablaufen kann, erscheint trotz oder gerade wegen der starken Marke fraglich - die strikten Vorgaben des "Star Trek"-Universums dürften dem Gestaltungsspielraum zu enge Grenzen setzen.
Zudem muss an vielen Stellen noch nachgebessert werden: Die Klingonen beispielsweise sind als spielbares Volk wesentlich schlechter integriert, dürfen nur wenige Kreuzer steuern und müssen sich die meiste Zeit mit Reißbrett-Aufträgen à la "Besiege 50 Gegner" herumschlagen. Auch bei der Übersetzung wurde geschlampt. Und die Planetenoberflächen sind nicht gerade das, was Mr. Spock gemeinhin als "faszinierend" bezeichnet.
Dennoch: Die Tage in den Weiten von "Star Trek Online" sind äußerst unterhaltsam - auch für Solospieler. Und wer mit "Star Trek" etwas anfangen kann, sollte eine Karriere als Online-Sternenflottenkapitän ernsthaft in Erwägung ziehen. Das Spiel wird nach einem Abo-Modell abgerechnet: Ein Monat Spielzeit kostet knappe 13 Euro, drei Monate 36 Euro und sechs Monate 66 Euro. Eine Gametime-Card für 60 Tage Spielzeit ist für 26 Euro erhältlich. Beim Kauf einer Silver-, Gold- oder Collector's Edition sind die ersten 30 Tage Spielzeit kostenlos. Wahre Trekker buchen aber eh eine "Lifetime Membership" für rund 180 Euro.
Fotogalerie
Spiele Fakten | ||
Veröffentlichungsdatum |
05.02.2010 | |
FSK |
ab 12 Jahren | |
Systeme |
PC | |
Hersteller / Vertrieb |
Cryptic Studios / Atari | |
Multiplayer |
WWW | |
Schwierigkeit |
Für Einsteiger und Fortgeschrittene | |
Sonstiges |
Minimum Core 2 Duo E4300, 2,0 GB RAM, 8,0 GB freier Festplattenspeicher, 3-D-Karte mit 512 MB RAM, DSL-Anschluss | |
Preis |
||
Bewertung | ||
Grafik |
gut | |
Sound |
sehr gut | |
Spielspass |
gut | |
Gesamt |
gut | |
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