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23. Mai 2012
30. Oktober 2009 | 19:01 Uhr
Wheels of Plastic

DJ Hero

GENRE:: Simulation
PLATTFORM: PS3, PlayStation2, Wii, Xbox 360

Die Rock-Fraktion unter den Gamern wurde mit "Guitar Hero" bereits bedient. Das Musikspiel samt Plastikklampfen und Schlagzeug wurde zu einem der größten Erfolge von Activision. Nun legt der Publisher, diesmal mit Entwickler Freestyle an Bord, noch eine Schippe beziehungsweise Scheibe drauf und präsentiert mit "DJ Hero" eine weitere Auskopplung der Musik-Reihe. Bereits bei ersten Präsentation des Games, das in den USA unter der Schirmherrschaft von den Rap-Superstars Eminem und Jay-Z steht, war klar: Hier kommt etwas ganz Großes. In Europa heißt der Botschafter des Lifestyle-Produktes hingegen David Guetta. Irgendwie passend. Der Mann hatte zuletzt drei Hits - auf einmal.

Bei Activision weiß man die Werbetrommel eindrucksvoll im Takt moderner Populärmusik zu schlagen. Der Marketing-Aufwand für das DJ-Spiel, das moderne Hits aus Elektro, Pop und HipHop, und ebenso viele Klassiker zum Mix bereithält, schien dem üblichen Werbe-Wahnsinn US-amerikanischer Blockbuster in nichts nachzustehen.

Spiel einlegen, zum Controller greifen und loslegen war gestern. Wie die Gitarren-Vorgänger kann "DJ Hero" nur mit einem speziellen Controler gespielt werden - in diesem Fall ein Mischpult nebst Plattenteller. Tatsächlich fühlt sich das Spielgerät dank Crossfader-Funktion ein bisschen so an, als hätte man die Musik im Griff, auch wenn der Wechsel der Tonspuren ein wenig präziser hätte ausfallen können. Daneben bestimmen auf Mischpult-Seite der Höhenregler und der "Euphoria"-Button sowie drei Knöpfe auf dem Turntable das Handling.

Die Buttons in den Farben grün, rot und blau finden ihre visuelle Entsprechung in drei farblich konformen Streams auf dem Bildschirm. Die zwei Plattenspuren befinden sich links und rechts, in der Mitte (rot) werden Samples dem aktuellen Mix hinzugefügt. Im Grunde ist "DJ Hero" ein reines Reaktionsspiel, bei dem zum richtigen Zeitpunkt Knöpfe gedrückt, Scratches und Crossfades den Leisten entsprechend ausgeführt werden müssen. Ist der Spieler so richtig in Fahrt, hat er die Möglichkeit, durch die Betätigung des Euphoria-Knopfes (vergleichbar mit der Starpower aus "Guitar Hero") oder mithilfe einer Rewind-Funktion, seinen Score enorm zu steigern.

Klingt kompliziert? Ist es anfangs auch, weshalb man brav die Tutorials absolvieren sollte. Später erhalten fleißige Turntable-Rocker für ellenlange Trefferserien und DJ-Combos jede Menge Punkte und Sterne, die in frische Tracks und allerlei optische Gimmicks wie neue Charaktere, Clubs und Decks investiert werden dürfen.

Optisch macht das Musikspiel mit seinen grellen Lichtshows und poppig-bunten Farbschemen einen fast überladenen Eindruck - dem Disco-Flavour wird "DJ Hero" aber dadurch mehr als gerecht. Ob sich das DJ-Set aus Plastik tatsächlich als heimischer Feten-Mittelpunkt eignet, muss sich indes noch zeigen. Die Voraussetzungen dafür sind dank Beastie Boys vs. Blondie, Black Eyed Peas vs. Benny Benassi oder Rihanna vs. The Killers und gut 90 weiteren Party-Brettern zweifelsohne gegeben. Hinzu kommt, dass bei Rock-Mixes ein Kumpel auch zur "Guitar Hero"-Klampfe greifen darf und den entsprechenden Part beisteuert! Dafür vermissen Solisten einen motivierenden Karrieremodus.

© Teleschau - der mediendienst

Spiele-Fakten

Veröffentlichungsdatum   30.10.2009
FSK   ab 12 Jahren
Systeme   PS3, Wii, Xbox 360, PlayStation2
Hersteller / Vertrieb   Freestyle / Activision
Multiplayer   1-2 (WWW)
Schwierigkeit   Für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Preis  

Bewertung

Grafik   8 (von 10 Punkten)
Sound   10 (von 10 Punkten)
Steuerung   10 (von 10 Punkten)
Spielspass   8 (von 10 Punkten)
Gesamt   8 (von 10 Punkten)
 

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