Tekken 6
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Als eine der letzten namhaften Beat'em Up-Reihen steigt "Tekken" in den Next-Gen-Ring. Und auch wenn die Vorfreude groß ist: So richtig umhauen wird einen der sechste Teil der Namco-Bandai-Prügelei trotz HD-Optik und Unmengen von Kämpfern aber nicht .
Was darf man sich vom PS3- und Xbox-360-Debüt des altehrwürdigen "King of Iron Fist"-Turniers erwarten? Klar, hochauflösende Grafiken, geschmeidig animierte Kämpfer, spektakuläre Arenen und anderes Effekt-Blendwerk. Bietet "Tekken 6" alles. Ebenso eine hanebüchene Geschichte und eine wahre Flut von Kämpfern. 40 sind es insgesamt - darunter viele alte Hasen wie Law oder Paul Phoenix, aber auch Neuzugänge wie den dicken Brocken Bob oder die androgyne Kämpferin Leo.
Die gute Nachricht: Alle Charaktere sind im Arcade-Modus von Anfang an freigeschaltet. Die schlechte: Der altbewährte Story-Modus, in dem das Schicksal eines Recken von der ersten Runde bis zum finalen Bossgegner beleuchtet wird, musste einer Karriere weichen, in der es wie bei Segas "Virtua Fighter"-Reihe nur noch darum geht, seinen Rang mit jedem gewonnenen Duell zu verbessern.
Wer in den Genuss der "Tekken"-typischen Rendervideos kommen will, muss die Kampagne starten - eine äußerst durchwachsene Neuerung, in der man sich wie bei einem Action-Adventure mit dem Krieger Lars und der Cyber-Dane Akusa durch schlauchartige Level und Heerscharen von bekloppten Klongegnern kämpft. Oder auch mal zum Schießprügel greift, um zumindest jene Nachteile auszugleichen, die durch die teilweise ungeschickte Kameraführung verursacht werden.
Gleichzeitig lässt sich hier auch die Arena besuchen, in der das eigentliche "King of Iron Fist"-Turnier abgehalten wird und an dessen Ende das bildschirmfüllende Ungetüm Azael zum Duell bittet. Das Teilnehmerfeld ist anfangs noch überschaubar. Um weitere Charaktere freizuschalten, muss man sich buchstäblich durch das zähe Kampagnen-Dickicht schlagen, was bei Prügelpuristen auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte.
Unangetastet blieb zum Glück die Steuerung, bei der jeder Button einer Extremität des Kämpfers entspricht. Neulinge, die wahllos Knöpfe drücken, kommen damit anfangs noch ganz gut über die Runden. Später wird's jedoch zunehmend kniffliger. Dann heißt es: üben, üben und nochmals üben, bis alle 100 Attacken pro Charakter sitzen und sich zu spektakulären Combos verknüpfen lassen.
Mit diesen lassen sich auch die Grundfesten mancher der 18 Arenen erschüttern oder zum Einsturz bringen. Dann knallt man durch die Decke und darf sich fortan ein Stockwerk tiefer kloppen. Sieht spektakulär aus, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grafik von "Tekken 6" mittlerweile allenfalls Genre-Standard ist und den Käufern elendslange Ladezeiten zumutet.
Fazit: Namcos Neuauflage der populären Beat'em Up-Reihe ist kein schlechtes Spiel. Die prominenten Neuerungen erweisen sich jedoch als grober Unfug. Und dank "Street Fighter 4" und "Soul Calibur 4" haben Käufer mittlerweile die Wahl der Daumenqual.
© Teleschau - der mediendienst
Spiele-Fakten | ||
| Veröffentlichungsdatum | 29.10.2009 | |
| FSK | ab 16 Jahren | |
| Systeme | PS3, Xbox 360 | |
| Hersteller / Vertrieb | Namco Bandai / Namco Bandai Partners | |
| Multiplayer | 1-2 | |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene und Profis | |
| Preis | ||
Bewertung | ||
| Grafik | 8 (von 10 Punkten) | |
| Sound | 8 (von 10 Punkten) | |
| Steuerung | 8 (von 10 Punkten) | |
| Spielspass | 8 (von 10 Punkten) | |
| Gesamt | 8 (von 10 Punkten) | |











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