3. September 2010
29. Januar 2010 | 17:30 Uhr
Es wird schmutzig

MX vs. ATV Reflex

Zwei Jahre nach dem Next-Gen-Debüt der "MX vs ATV"-Reihe legt THQ nun nach. Großen Wert legt der Publisher dabei vor allem auf seine neue Steuerung, die die separate Kontrolle von Bike und Fahrer erlaubt. Bedeutet: Mit dem linken Analogstick wird wie üblich die Richtung vorgegeben. Mit dem rechten wiederum kann man sich in die Kurven legen, Haltungskorrekturen in der Luft vornehmen, Absprünge und Landungen verbessern sowie Stürze in letzter Sekunde durch einen kleinen Reaktionstest verhindern. Gleichzeitig lassen sich damit natürlich auch über 35 halsbrecherische Tricks vollführen, die vor allem bei den sogenannten Freestyle-Events von einer strengen und in ihrem Urteil nicht immer nachvollziehbaren Jury bewertet werden ...

Dafür darf man sich über einen Mangel an Herausforderungen wahrlich nicht beklagen. Alles in allem steht mehr als ein halbes Dutzend Modi mit zahllosen Wettbewerben zur Auswahl - von "normalen" Rennen über Freeride-Ausflüge bis hin zu Supercross-Veranstaltungen, die in riesigen Hallen stattfinden. Höhepunkt sind jedoch die Omnicross-Rennen, bei denen alle Fahrzeugtypen gegeneinander antreten und nicht nur die Musikuntermalung Heavy Metal bietet ...

Für erfolgreich absolvierte Rennen und Aufgaben schaltet "MX vs. ATV Reflex" neue Fahrzeuge, Events und Ausrüstungsgegenstände frei, mit denen sich - das entsprechende Kleingeld vorausgesetzt - der eigene Fuhrpark pimpen lässt.

Die Kurse sind äußerst abwechslungsreich gestaltet und mit einer sensationellen Weitsicht gesegnet. Zudem hinterlassen die Gefährte deutlich sicht- und spürbare Spuren im Boden, die allerdings nur Bike-Piloten das Leben schwermachen. Kleinere und größere Schönheitsfehler: Die Texturen sind mitunter buchstäblich matschig und eintönig. Zudem müssen PS3-Zocker lange Ladezeiten und immer wieder Einbrüche in der Bildwiederholungsrate hinnehmen, die auch schon den Vorgänger plagten.

Egal, ob kurzes Arcade-Spielchen oder ellenlange Karriere: Selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ist "Reflex" eine echte Herausforderung. Der Grund: Zwar unterlaufen den Computerfahrern viele Fehler, die meist in Stürzen oder Abflügen enden. Allerdings reißen sie den Spieler nicht selten mit ins Verderben - Frust pur! Wer gegen menschliche Kontrahenten antreten will, kann dies an einer Konsole (Split-Screen) oder online tun, wo bis zu zwölf Spieler um die Wette rasen.

Fazit: Gegen das rasantere und grafisch spektakuläre "MotorStorm 2" kommt "Reflex" nicht an, bietet aber genügend Abwechslung und Herausforderung, um trotz kleiner technischer Schwächen Wochen in der virtuellen Pampa zu verbringen.

© Teleschau - der mediendienst

Spiele-Fakten

Veröffentlichungsdatum   05.02.2010
FSK   ab 6 Jahren
Systeme   Nintendo DS, PSP, PlayStation3, Xbox 360
Hersteller / Vertrieb   Rainbow Studios / THQ
Multiplayer   2-12 (WWW)
Schwierigkeit   Für Fortgeschrittene und Profis
Preis  

Bewertung

Grafik   8 (von 10 Punkten)
Sound   8 (von 10 Punkten)
Steuerung   8 (von 10 Punkten)
Spielspass   8 (von 10 Punkten)
Gesamt   8 (von 10 Punkten)
 

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