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23. Mai 2012
8. April 2011 | 17:40 Uhr
Zeitreise auf Japanisch

The 3rd Birthday

GENRE:: Action-Adventure
PLATTFORM: PSP

Über zehn Jahre nach ihrem letzten Abenteuer ist Square Enix' Monsterjägerin Aya Brea bereit für einen Neustart: Aus dem PSone-Rollenspiel "Parasite Eve" von einst wurde nun ein hochkarätig präsentierter Hosentaschen-Shooter für die PSP: "The 3rd Birthday".

Bereits 1997 setzte Square Enix den prominenten Wissenschafts/Mystery-Thriller von Hideaki Sena als Videospiel um: Das nach der Buchvorlage betitelte "Parasite Eve" erzählt von der New Yorker Polizistin Aya Brea, die durch eine Mutation ihrer Mitochindrien (fungieren als Energiekraftwerke unserer Zellen) ein bösartiges Alter Ego entwickelt, das die Stadt mit Tod und Verwüstung überzieht.

Anstatt an die Handlung der beiden PSone-Vorgänger anzuknüpfen, versucht sich Square Enix für die Hosentaschen-Variante "The 3rd Birthday" an einer Art Neustart: Teil eins war ein reinrassiges, menügesteuertes Rollenspiel mit "Final Fantasy"-Schlagseite, Teil zwei ein weit weniger inspirierter "Resident Evil"-Klon, der dritte Versuch wiederum ist nun ein Shooter mit nur leichtem Rollenspiel-Einfluss. Hier soll sexy Aya den Siegeszug schlabberiger Tentakel-Monstrositäten verhindern, indem sie in der Zeit zurückreist. Eine abenteuerliche High-Tech-Apparatur versetzt die Seele der Spezialagentin in die Tage des Erstausbruchs. Hier okkupiert Aya die Körper von Soldaten, die damals in Kämpfe gegen die Kreaturen verstrickt waren.

Wird der aktuelle Wirt tödlich getroffen oder befindet sich ein anderer in besserer Kampfposition, dann springt Aya in dessen Körper. Die Kontrollen sind dabei denkbar einfach geraten: Es wird gesprungen, zwischen unterschiedlichen Bleispritzen gewechselt und in Echtzeit draufgehalten. Angeschlagene Kreaturen dürfen wie Menschen besetzt, aber nicht kontrolliert werden: In diesem Fall dient der Sprung einzig und allein dem Zweck, dem Wirt zu schaden.

Während die (teils verdammt harten) Feuergefechte leicht von der Hand gehen und mit prachtvoller Gruseloptik verwöhnen, ist dem Abenteuer selbst jeglicher Feinsinn abhandengekommen - nicht mal kurze Schwätzchen gibt's zwischen den Action-Exzessen. Von einer Shooter-Mission in die nächste starten, die Fähigkeiten des hübschen Konterfeis durch Punktvergabe aufbessern und gelegentlich eine schicke Zwischensequenz genießen: Mehr hat "The 3rd Birthday" nicht zu bieten.

Während Fans des Originals die Nase rümpfen, freuen sich "Parasite Eve"-Unkundige über eine neckische, kleine Ballerei. Nur schade, dass die es Square-typisch versäumt, den Spieler Schritt für Schritt und mit der nötigen Behutsamkeit einzuführen: Viele Spieler werden bereits an der Einstiegshürde scheitern.

© Teleschau - der mediendienst

Spiele-Fakten

Veröffentlichungsdatum   01.04.2011
FSK   ab 16 Jahren
Systeme   PSP
Hersteller / Vertrieb   Square Enix Europe
Multiplayer   nein
Schwierigkeit   Für Fortgeschrittene und Profis
Preis  

Bewertung

Grafik   10 (von 10 Punkten)
Sound   8 (von 10 Punkten)
Steuerung   8 (von 10 Punkten)
Spielspass   8 (von 10 Punkten)
Gesamt   8 (von 10 Punkten)
 

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