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23. Mai 2012
25. Juni 2010 | 17:56 Uhr

Panorama-Fotos selber machen: wenn der Weitwinkel nicht ausreicht

von Stefan Möllenhoff

Microsoft Image Composite Editor (ICE)

Die Redmonder beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit Panorama-Fotos. Das zeigt nicht nur die Entwicklung einer Software, die Videos in Panoramen verwandelt, sondern auch das ambitionierte Photosynth-Projekt. Deutlich einfacher kommt der Image Composite Editor (ICE) daher. Einzig der Photosynth-Upload-Button erinnert an das große Microsoft-Vorhaben.

Übersichtlich und einfach: Microsoft ICE überfordert auch Panorama-Neulinge nicht.
Übersichtlich und einfach: Microsoft ICE überfordert auch Panorama-Neulinge nicht.

Per Drag and Drop zieht der Nutzer beliebig viele Einzelfotos in das Anwendungsfenster, und schon legt die Software los. Es gibt ein paar spartanische Optionen zu Ausgabegröße und -format des Panoramas sowie zur Art und Weise, wie die Kamera bei der Aufnahme bewegt wurde. Das war's dann allerdings auch schon.

Im Test kommt ICE sowohl mit ein- als auch mit mehrzeilig eingefangenen Panoramas zurecht. Die Bildqualität ist sehr ordentlich, und die Software hat keine Probleme, leichte Unterschiede bei Helligkeit und Weißabgleich auszubügeln. An den Übergängen zwischen den Fotos sind jedoch stellenweise leicht abgehackte Kanten sichtbar. Bei unserem Stadtpanorama sind einige Hauswände mittendrin um circa zwei bis fünf Pixel versetzt. Die Fehler treten insbesondere am Rand der Einzelbilder auf, wo das Objektiv das Motiv leicht verzerrt abbildet. Wer sich das resultierende Foto mit einer Auflösung von 13730 mal 5179 Bildpunkten nicht gerade in voller Vergrößerung ansieht, wird die Störungen jedoch gar nicht erst feststellen.

Autostitch von Matthew Brown

Dr. Matthew Brown ist ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ecole Polytechnique Fédérale in Lausanne. Er ist maßgeblich an der Entwicklung von AutoPano beteiligt, einer professionellen Software zum Zusammenschustern von Panoramabildern. Die Light-Version davon, Autostitch, steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Autostitch sieht zwar nicht besonders hübsch aus, ist dafür aber einfach zu bedienen.
Autostitch sieht zwar nicht besonders hübsch aus, ist dafür aber einfach zu bedienen.

Ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten als bei Microsofts ICE gibt es hier zwar, doch wer das Ausgabeergebnis in die gewünschte und nicht in irgendeine Richtung verändern möchte, muss sich erst einlesen. Kryptische Parameter wie SIFT Image Size und Multi-Band blending options fallen nicht gerade in die Sparte "Intuitive Bedienung". Einfach zu verstehen dagegen sind die Parameter zur Ausgabegröße des Panoramas und zur JPEG-Qualität.

Zu den Einstellungen von Panoramagröße und JPEG-Kompression gesellen sich eine Handvoll von für Einsteiger unverständlichen Parametern.
Zu den Einstellungen von Panoramagröße und JPEG-Kompression gesellen sich eine Handvoll von für Einsteiger unverständlichen Parametern.

Unser Testpanorama meistert Autostitch mühelos. Fotos auswählen, Ausgabegröße konfigurieren, und los geht's. Das Ergebnis sieht wie bei Microsofts ICE ordentlich und recht stimmig aus. Allerdings treten auch hier ein paar Schnittartefakte auf. Das Geländer im Vordergrund beispielsweise ist leicht abgehackt, die Hauswände lässt Matthew Brown im Gegensatz zu Microsoft aber gerade. Auch hier gilt: Wer sich die resultierenden Riesenfotos nicht gerade in voller Vergrößerung ansieht, wird die paar winzigen Bildfehler nicht bemerken.

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Leserkommentare (2)

 
von phiilipp
am 28. Juni 2010, 10:19 Uhr
schöner Bericht!

Gefällt! Top!

 
von Florian
am 1. Juli 2010, 14:47 Uhr
Klasse!

Leider hat meine Kamera kein Panorama Programm, aber Dank diesem klasse Bericht kann ich das nun ganz einfach "nachrüsten". Microsoft's ICE funktioniert übrigens Super bei Lanschaftsaufnahmen, hat allerdings ein paar Probleme mit den Wolken und dem Himmel...

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