Von Daniel Schräder
11. Mai 2007, 10:50 Uhr
Wer seine Musiksammlung auf der Netzwerkfestplatte Linkstation Live von Buffalo ablegt, kann mit wenigen Mausklicks den Zugriff aus dem Internet heraus konfigurieren. So hat man im Büro oder bei Freunden Zugriff auf alle Daten. Nötig ist nur ein Browser.
Die Linkstation Live ist eigentlich eine NAS (kurz für Network Attached Storage), also eine Netzwerkfestplatte. Wer einen DSL-Router wie die Fritzbox zu Hause hat, muss sie lediglich mit Netzwerkkabel und Strom versorgen. Schon klappt der Zugriff über die Windows-Netzwerkumgebung von jedem Rechner aus.
Über denselben Weg ist es auch möglich, sie als lokales Laufwerk einzubinden und wie eine USB-Festplatte zu betreiben. Nur mit dem Unterschied, dass alle Rechner im Netz Zugriff darauf haben, ohne dass ein bestimmter Computer laufen muss.
Der Clou der Linkstation Live ist die Möglichkeit, aus dem Internet heraus darauf zuzugreifen - das eignet sich perfekt, um etwa die MP3-Sammlung auch an Rechnern von Freunden oder aus dem Büro heraus erreichen zu können. Die Konfigurarion benötigt lediglich ein paar Mausklicks.
Wir schließen das Gerät also zunächst an Strom und Netzwerk an und schalten es über einen Druck auf den Taster auf der Vorderseite ein. Die Linkstation piepst ein paarmal; nach einigen Sekunden leuchten die Status-LEDs grün auf. Über die Netzwerkumgebung auf dem Windows-Desktop ist der Zugriff nun möglich.
Wer die Linkstation als Laufwerk im PC einrichten möchte, macht an dieser Stelle einen Rechtsklick auf die gewünschte Freigabe und wählt Netzlaufwerk verbinden. Nun fragt Windows nach dem gewünschten Laufwerksbuchstaben - einfach auswählen, fertig. Nun ist es an der Zeit, wichtige Dokumente und die Musiksammlung auf die Linkstation zu kopieren - per Drag and Drop über den Explorer.
Ein Tipp für Notebook-Nutzer: Wer zunächst etliche Gigabyte an Daten überträgt, sollte ein Netzwerkkabel in den tragbaren Rechner stecken. Über Wireless LAN ist der Zugriff zwar kein Problem, dauert aber deutlich länger - das fällt zwar beim Anhören von MP3-Dateien nicht ins Gewicht, nervt aber beim Übertragen von großen Datenmengen.
Sind die Daten, die aus dem Netz heraus erreichbar sein sollen, auf der Linkstation, geht es an die Konfiguration. Das funktioniert problemlos über den Browser - indem wir einfach den Namen oder die IP-Adresse des Geräts in die Adressleiste eintippen. Den Namen kennen wir aus der Netzwerkumgebung, die IP verraten uns die mitgelieferte Software auf CD oder das Web-Interface des DSL-Routers (er hat die Adresse typischerweise per DHCP vergeben und sollte sie im entsprechenden Menüpunkt anzeigen).
Vor der Anzeige der Konfigurationen fragt das Gerät nach Benutzernamen und Passwort. Wer die Daten noch nicht geändert hat, kommt mit admin als Nutzer und password als Passwort weiter. Auf den ersten Blick sieht das Webinterface so aus:
Der erste Schritt ist nun, das Admin-Passwort zu ändern - schließlich soll nicht jeder vollen Zugriff auf die Daten haben können, sondern nur ein ausgewählter Personenkreis. Das ist möglich nach einem Klick auf das gelbe Einstellungs-Icon vor admin im Untermenü User Management.
Damit wir Freunden, die Zugriff haben sollen, nicht gleich das Admin-Passwort verraten müssen, legen wir noch einen weiteren Benutzer an - mittels Add Local User im gleichen Menü. Mehr als Benutzernamen und Passwort müssen wir hier nicht angeben. Es ist aber möglich, den vollständigen Namen unter User Description einzutragen.