Von Pascal Poschenrieder
21. August 2008, 14:38 Uhr
Videorekorder sind out. Die meisten von uns haben zwar noch einen im Wohnzimmer, benutzen ihn aber fast nie. Das liegt daran, dass VHS-Kassetten schlechte Qualität liefern - und dass Spulen nervt. Allerdings gibt es eine Alternative: Online-Videorekorder bieten den notwendigen Komfort und führen Nutzer mit ein paar Klicks zur Aufnahme. Wir haben getestet, was die verschiedenen Rekorder-Dienste taugen.
Wer den Fernseher tagsüber einschaltet, wird meistens enttäuscht. Gute Spielfilme sind eine Seltenheit geworden. Stattdessen senden die Fernsehanstalten Reality-Shows wie "Gülcan & Collien ziehen aufs Land". Programmiert man seinen Videorekorder allerdings so, dass er über Nacht Spielfilme mit wenig Werbung aufzeichnet, ist man am nächsten Tag nicht mehr auf das Live-Programm angewiesen. Aber das Programmieren funktioniert häufig nicht so aufwandsfrei, wie es einem so manche Bedienungsanleitung weismachen will. Hinzu kommen die schlechte Qualität von VHS-Rekordern und das lästige Zurückspulen der Bänder. DVD-Rekorder sind zwar besser, aber auch hier nervt das Programmieren und das Nachlegen von Rohlingen. Auch die Aufzeichnung auf Festplatte ist keine wirkliche Alternative. Zwar verläuft die Programmierung über einen PC mit TV-Karte einfacher, dafür frisst ein ständig laufender Rechner jede Menge Strom.
Einfacher funktioniert die Filmaufnahme mit Hilfe von Online-Videorekordern. Hat man sich einmal angemeldet, zeichnen die Dienste auf Wunsch Sendungen auf, die danach per Download auf den eigenen Rechner gelangen. Das ist auch für Filmfans praktisch, die wegen eines Auslandsaufenthalts kein deutsches Fernsehen empfangen. Auch sie können ihre Lieblingssendungen bequem über das Internet auf den Rechner laden. Allerdings sind nicht alle Online-Videorekorder gleich gut. So ist der Dienst onlinetvrecorder.com zwar kostenlos, dafür bietet er nur eine gerade ausreichende Videoqualität. Andere Online-Rekorder glänzen zwar mit guter Qualität und schnellen Downloads, dafür klappt die Aufzeichnung nur gegen Bezahlung. CNET hat die deutschsprachigen Dienste verglichen.
Übersicht
Derzeit gibt es drei Online-Videorekorder, die das deutsche Fernsehprogramm aufzeichnen. Neben dem kostenlosen Dienst onlinetvrecorder.com nehmen auch die abopflichtigen Services shift.tv und save.tv Sendungen auf.
Der kostenlose, aber werbeüberladene onlinetvrecorder.com ermöglicht registrierten Nutzern das Aufzeichnen von 48 Kanälen. Darunter sind RTL, Pro7, Sat1 sowie alle anderen großen Sendeanstalten. ORF1 und ORF2 empfängt der Rekorder aber nicht. Der Download aufgenommener Filme hat gelegentlich Aussetzer. Zum einen ist das Downloadvolumen stark begrenzt, zum anderen landen Anwender vor dem Herunterladen häufig in einer ellenlangen Warteschlange. Zwar bietet der Anbieter auch einen Download gegen eine Gebühr von 25 Cent an, für dieses Geld bieten andere Lösungen aber eine bessere Videoqualität.

Schon auf der Startseite von onlinetvrecorder.com ist ein deutlicher Unterschied zur Konkurrenz zu sehen: jede Menge Werbung.