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23. Mai 2012
10. Juli 2009 | 17:24 Uhr

Android-Navigation CoPilot Live vs. Navigon für iPhone

von Daniel Schräder
Android-Navigation CoPilot Live vs. Navigon für iPhone

Richtige Navi-Programme mit gesprochenen Fahranweisungen für Smartphones gibt es schon seit Jahren. Um so erstaunlicher ist es, dass gerade das Über-Handy iPhone die ersten zwei Jahre seines Lebens darauf verzichten musste. Inzwischen sind erste Lösungen verfügbar - quasi zeitglich mit den ersten Navis für das Google-Handybetriebssystem Android. Wir lassen Navigon auf einem iPhone 3G S gegen CoPilot Live auf einem HTC Magic antreten.

Im letzten Jahr konnten die Hersteller mobiler Navigationssysteme (PNDs, Portable Navigation Devices) weltweit rund 50 Millionen Geräte absetzen - kein Wunder, schließlich sind die Preise für einfache Modelle bereits auf unter 100 Euro gefallen. Vielfahrer investieren durchaus etwas mehr, um zusätzliche Extras wie ein umfangreicheres Kartenmaterial, einen TMC-Empfänger zum Umfahren von Staus, Radarwarner oder eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung zu bekommen. Doch vor allem Wenignavigierer, die über ein Smartphone mit großem Display verfügen, können sich den Gerätekauf sparen: Schließlich gibt es die Naviprogramme von Navigon, TomTom & Co. im gleichen Look-and-Feel fürs Handy.

Ausgerechnet das iPhone war aber bis zur Vorstellung der Betriebssystem-Version 3.0 im Juni eine Ausnahme. Die Bedingungen von Apple haben es den Software-Entwicklern untersagt, entsprechende Programme bereitzustellen. Doch das ist Geschichte - und inzwischen gibt es von Navigon eine "echte On-Board-Navigation". Auf Deutsch: Das Kartenmaterial befindet sich nicht auf den Servern des Anbieters, sondern im Gerätespeicher, und das Handy selbst übernimmt die Berechnung der Route. Somit eignet sich das entsprechend ausgestattete iPhone auch für Fahrten in den Urlaub am Gardasee - würde das Kartenmaterial nämlich auf den Servern des Anbieters liegen, wären die Kosten für die Datenübertragung im Ausland immens.

Passend zu dieser Neuvorstellung bietet ALK mit seinem CoPilot Live nun auch eine On-Board-Navi-Software samt Kartenmaterial für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem von Google an, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Somit ist es der richtige Zeitpunkt, die Navigationsfähigkeiten des iPhone 3G S mit Navigon gegen die des HTC Magic mit CoPilot Live antreten zu lassen. Der Kampf in 11 Runden beginnt.

Kosten

Wenn ein komplettes Navigationsgerät inklusive Kartenmaterial, Halterung und allem Drum-und-Dran bereits für unter 100 Euro zu haben ist, müssen die Programme für Handys deutlich günstiger sein. Zumindest im Falle des CoPilot Live stimmt das auch: Die Regionalversion mit Kartenmaterial von Österreich, Deutschland und der Schweiz ist für knapp 30 Euro zu haben. Wer durch ganz Europa navigieren möchte, zahlt gute 60 Euro.

Navigon langt da schon deutlich tiefer in die Tasche. Die regionale Ausführung des Mobile Navigator kostet 70 Euro, die Europakarte ist mit 99 Euro gar teurer als günstige Komplett-Geräte - die teilweise sogar mit Kartendaten von ganz Europa kommen. Ohne Aufpreis.

CoPilot 1:0 Mobile Navigator

Installation

In diesem Kapitel schlagen sich beide Anbieter tapfer. Nerviges Downloaden gibt es ebensowenig wie eine fummelige Datenübertragung oder Einrichtung per PC. CoPilot Live findet sich im Android Market auf dem HTC Magic, der Mobile Navigator von Navigon ist im App Store des iPhones verzeichnet. Das Kartenmaterial wird im Anschluss über WLAN installiert.

CoPilot 1:1 Mobile Navigator

Programmstart

Hier fällt zum ersten Mal auf, dass die Programme aus den Smartphones deutlich mehr herauskitzeln als die üblichen Market- und App-Store-Spielchen und Tools. Beim Start müssen Nutzer beider Angebote vergleichsweise lang warten. Auf dem iPhone 3G S startet der Mobile Navigator in gut acht Sekunden, der CoPilot braucht mit 12 Sekunden fast ein Drittel länger. Allerdings hat das neue iPhone auch einen schnelleren Prozessor.

CoPilot 0:1 Mobile Navigator

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Leserkommentare (5)

 
von dirk
am 12. Juli 2009, 11:08 Uhr
Danke

Solche Tests sind genau das richtige für Geräteübergreifende vergleiche. Kurze Einzelpunktbesprechung und hier und dort mal etwas ins Detail gegangen. Danke.

 
von flo
am 14. August 2009, 00:57 Uhr
lautstaerke

wem das geraet zu leise ist, ein auto mit stereoanlage kaufen die zumindest aux in hat oder ipod/iphone vorrichtung. so koennen die ansagen von beiden geraeten so laute gemacht werden wie man will.

 
von kikeriki
am 9. September 2009, 10:17 Uhr
iPhone-Halterung

Ich habe mir für das iPhone eine Passivhalterung von Networx gekauft, der ein 12V-USB-Adapter und ein Ladekabel beiliegen, das sowohl USB-Stromversorgung und Audiosignal am iPhone-Hauptanschluss abgreift. Ein zweites Kabel zum Kopfhöhrerausgang ist damit überflüssig. Das Audiokabel habe ich mit dem Aux-Eingang meines Autoradios verbunden. Das iPhone arbeitet dann gleichzeitig als iPod und als Navi. Funktioniert tadellos.

 
von cs
am 9. September 2009, 10:39 Uhr
@lautstaerke

Der test war sehr hilfreich und jetzt wo auch eine Iphone -Variante vom CoPilote vorhanden sein soll, sähe das Ergebnis vielleicht in Sachen Geschwindigkeiten ein wenig anders aus.

Der Lösungsmöglichkeit von Flo muss ich allerdings die rote Karte zeigen, denn wenn man Radio hören möchte, dann verpasst man ja jede Meldung über Aux In.

 
von Lutz
am 1. März 2010, 13:01 Uhr
CoPilot

Mittlerweile hat CoPilot einige seiner Schwächen abgelegt. Ich nutze es seit einem guten halben Jahr und kann mich nicht beschweren!

Einzig die Performance des Magic ist hier wohl ein kleiner begrenzender Faktor ...

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