3. September 2010
12. Februar 2010 | 17:01 Uhr

DVB-T-Antennenverstärker mit externer Speisung im Eigenbau

von Friedrich Schmidt
DVB-T-Antennenverstärker mit externer Speisung im Eigenbau

Nicht alle DVB-T-Nutzer sind mit einem ausreichend starken Signal gesegnet. Um Abhilfe zu verschaffen, haben wir vor einiger Zeit einen Antennenverstärker zum Selberbauen vorgestellt, der mit der Speisung des Receivers arbeitet. Besitzt der Empfänger keine Stromversorgung für Verstärker, hilft unsere neue Antennenverstärker-Version mit externer Energieversorgung.

Vor ein paar Wochen stellten wir bereits einen Antennenverstärker zum Selberbauen vor, der vom Tüftler Hartmut Porst entwickelt und für den DVB-T-Empfang optimiert wurde. Das Gerät ist für den Anschluss einer passiven Antenne, beispielsweise einer Doppel-Quad, vorgesehen. Da die ursprüngliche Version des Verstärkers keine separate Stromversorgung bietet, ist zur Inbetriebnahme ein DVB-T-Receiver mit zuschaltbarer Speisungsspannung am Antenneneingang notwendig. Mit Hilfe einer geringfügigen Modifikation können Bastler aber auch ein externes Netzteil verwenden, was den Einsatz an beliebigen DVB-T-Empfängern ermöglicht.

Nachbauwillige Leser, die noch nicht viel Erfahrung mit dem Lötkolben gesammelt haben, sollten unbedingt einen Blick auf unseren Artikel über die ursprüngliche Version des Verstärkers werfen. Dort gibt es unter anderem Tipps zum Bestücken von Lochrasterplatinen.

DVB-T-Verstärker Reloaded

Die aktualisierte Version des Antennenverstärkers haben wir mit einer zusätzlichen Hohlsteckerbuchse zum Anschluss eines stabilisierten Steckernetzteils mit einer Ausgangsspannung von 5 Volt ausgestattet. Aufgrund der geringen schaltungstechnischen Unterschiede im Vergleich zur Vorgängerversion ist es nicht sonderlich schwer, ein bereits angefertigtes Exemplar entsprechend umzubauen.

Verstärker-Platine

Bauteil Bezeichnung Reichelt-Bestellnummer
C1 Keramik-Kondensator, 500V, 150P KERKO-500 150P
C2 Keramik-Kondensator, 500V, 33P KERKO-500 33P
C3 Keramik-Kondensator, 500V, 47P KERKO-500 47P
C4 Keramik-Kondensator 100N KERKO 100N
C5 Keramik-Kondensator, 500V, 220P KERKO-500 220P
R1 Metallschichtwiderstand 270 Ohm METALL 270
R2 Metallschichtwiderstand 68,0 K-Ohm METALL 68,0K
R3 Metallschichtwiderstand 8,20 K-Ohm METALL 8,20K
R4 Metallschichtwiderstand 1,00 K-Ohm METALL 1,00K
P1 Einstellpotentiometer, liegend, 15mm, 5,0 K-Ohm PT 15-L 5,0K
L1 Medium Funkentstördrossel, 160µ MESC 160µ
T1 Transistor HF SMD NPN TO-50 15V 0,1A 0,7W BFR 96S
Lochrasterplatine, Hartpapier, 50x100mm H25PR050
(2 Stück) Anreihklemme 2-polig, RM5,0 AKL 055-02
Hohlstecker-Printeinbaubuchse, gewinkelt HEBO 13

Optionale Teile für Status-LED

Bauteil Bezeichnung Reichelt-Bestellnummer
R5 Metallschichtwiderstand 2,20 K-Ohm METALL 2,20K
LED LED 3mm, low-Current, rot LED 3MM 2MA RT

Optionale Teile für hybride Stromversorgung

Bauteil Bezeichnung Reichelt-Bestellnummer
D1, D2 (2 Stück) Gleichrichterdiode, DO41, 50V, 1A 1N 4001

Optionale Sicherung

Bauteil Bezeichnung Reichelt-Bestellnummer
Sicherungshalter, 5x20mm, max. 10A-250V PL OGN-25
Feinsicherung 5x20mm, flink 0,25A FLINK 0,25A

Gehäuse

Anzahl Bezeichnung Reichelt-Bestellnummer
1 ABS-Etui-Gehäuse 102x61x26mm, schwarz SP 2000 SW
2 Kabeldurchführung, ringförmig, Ø-innen 4mm KDF 4
4 Selbstklebender Abstandshalter, Höhe 4,8mm AHS 4,8

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Leserkommentare (22)

 
von Ulrich Kreutz
am 23. Februar 2010, 08:44 Uhr
DVB-T Antennenverstärker

Interessant wäre auch eine Version mit Stromversorgung über USB für die Nutzung mit PC und Laptop.

 
von Pascal Poschenrieder
am 1. März 2010, 11:33 Uhr
AW: DVB-T Antennenverstärker

Hallo Ulrich,

Sie können auch die 5-Volt-USB-Stromversorgung des Notebooks nutzen. Sie müssen dazu lediglich ein altes USB-Kabel nehmen und die Spannungsführenden Leitungen als Stromversorgung für den Verstärker nutzen. Da die Spannung ohnehin passt, sollten Sie lediglich noch eine flink durchschmelzende Sicherung einlöten.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Tobias Plaputta
am 23. Februar 2010, 12:01 Uhr
Schaltplan zur dualen Stromversorgung so korrekt?

Hallo,

ist der Schaltplan zur dualen Stromversorgung so korrekt?

Wieso wird mit D1 verhindert, dass der Strom vom Netzteil durch die Spule läuft, wenn er im anderen Schaltplan direkt durchgeschickt wird?

Könnte nicht D1 eher zwischen HF-Ausgang und L1 sitzen und in Richtung HF-Ausgang sperren, während die "+5V vom Netzteil" samt D2 dann zwischen D1 und L1 sitzen?

Toby

 
von Radar
am 24. Februar 2010, 19:52 Uhr
Stromversorgung über USB

Hallo Ulrich,

am USB-Anschluss liegen am "Pin1" +5 Volt an und "Pin4" wäre die "Masse". Genau richtig für den Verstärker. "Pin2" und "Pin3" (in der Mitte) werden für die Stromversorgung nicht benötigt, sind sog. Datenleitungen.

Die Kabelfarben sind in der Regel "Rot" für +5 Volt und "Schwarz" für die "Masse". Die "Weisse" und die "Grüne" Ader werden nicht benötigt. Um sicher zu sein, evtl. mit einem "Voltmeter" (Gleichspannung) prüfen.

Bitte hier sehr gewissenhaft arbeiten und auf keinen Fall auf die Sicherung verzichten. Ein Kurzschluss am Verstärker würde die interne Sicherung (meistens auf dem Motherboard in SMD-Format) des USB-Anschlusses durchbrennen lassen, der USB-Anschluss wäre dann tot.

Gruß

Radar

 
von Friedrich Schmidt
am 1. März 2010, 14:40 Uhr
Re: Schaltplan zur dualen Stromversorgung so korrekt?

Hallo Tobias,

die Spule sollte in der ursprünglichen Schaltung hochfrequente Signalanteile aus der Versorgungsspannung herausfiltern. Es kann aber auch nicht schaden, den Netzteilstrom ebenfalls durch die Drossel filtern zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Schmidt

 
von MasterE
am 1. März 2010, 22:07 Uhr
schlechterer Empfang

Kann evtl. jemand einen Schaltplan posten, wo ein paar Spannungspunkte gegen Masse gekennzeichnet sind? Irgendwie bringt das Teil bei mir nicht wirklich irgendwelche Vorteile und ich weiß grad nicht, woran es liegen könnte.

Vielen Danke!!!

 
von Dopfen
am 7. März 2010, 12:19 Uhr
Probleme beim Aufbau

Hallo,

erst mal vielen Dank für die Version des Verstärkers mit externer Speisung.

Es ist das erste Mal, dass ich eine Platine von Grund auf bestücke und zusammenlöte. Leider hält sich der Erfolg (noch) in Grenzen.

Beim Durchmessen kommt nur eine sehr geringe Spannung von 0,1 V in das System, trotz 4,7 V Eingangsspannung. Es scheint etwas zu blockieren.

Ich habe die LED und zusätzlich die Sicherung eingebaut.

In Ihrer Anleitung ist mir aufgefallen, dass Sie nicht von der Polung der LED sprechen. Das wäre besonders für Unerfahrene hilfreich.

Können die Komponenten bei einer Falschpolung bei 5V kaputt gehen?

Die LED leuchtet auch auf, wenn nur das Netzteil und nicht die Antennenkabel angeschlossen sind, stimmt das?

Viele Grüße,

Dopfen

 
von Friedrich Schmidt
am 9. März 2010, 15:28 Uhr
Re: Probleme beim Aufbau

Hallo Dopfen,

die LED leuchtet, sobald das Netzteil angesteckt ist. Kaputt gehen kann sie bei einer Falschpolung normalerweise nicht, da man sie dann in Sperrrichtung betreibt. Bei den Widerständen, Kondensatoren und der Spule ist die Polarität sogar belanglos.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Schmidt

 
von Martin N.
am 1. April 2010, 11:03 Uhr
DVB-T Antennenverstärker

Ich habe mir auch diesen Antennenverstärker gelötet, aber bei mir kommt durch den Verstärker jetzt garkein Signal mehr von der DoppelQuad-Antenne am Fernseher an. Können Sie ein paar Messpunkte zur Spannungsmessung angeben, damit ich mit dem Multimeter mal gegenmessen kann?

Das DVB-T-Projekt finde ich im übrigen Klasse!

 
von René Irion
am 11. April 2010, 15:23 Uhr
Verstärkung

Hallo CNET-Team,

ich habe durch Eure Anleitung schon eine Bi-Quad antenne selber gebaut und kann nur sagen, super!

Nun bin ich dabei den Antennenverstärker zu bauen und diesen direkt hinter der Antenne anzubringen.

Was mich allerdings noch brennend interessiert, wäre ein Erfahrungswert. Welche Verstärkung (dB) leistet der Verstärker in etwa?

Viele Grüße

René

 
von Friedrich Schmidt
am 13. April 2010, 10:03 Uhr
AW: Verstärkung

Hallo René,

die Schaltung wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Herrn Hartmut Porst zur Verfügung gestellt. Er ist der Betreiber der Website www.electronicbude.de./... Ich bin mir sicher, dass dort eine Antwort zu finden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Schmidt

 
von Andreas
am 10. Juni 2010, 10:36 Uhr
Netzteil

Ich habe hier noch ein Netztei mit 6.0V/300mA liegen, wäre es auch möglich dieses zu verwenden??

Vielen Dank für die großartigen Anleitungen!

 
von Andreas
am 10. Juni 2010, 10:42 Uhr
Edit: Netzteil

Bzw. habe ich hier noch einen mit 4.5V/700mA.

KAnn ich einen von beiden verwenden??

 
von Pascal Poschenrieder
am 10. Juni 2010, 16:37 Uhr
AW: Edit: Netzteil

Hallo Andreas,

ich würde es zuerst mit dem 4,5-Volt-Netzteil versuchen. Wenn sich dann nicht tut, würde ich das 6-Volt-Modell anschließen und einfach mal hoffen, dass die Komponenten überleben - was der Fall sein sollte. Überprüfen Sie aber dann, ob irgendein Bauteil im Betrieb zu warm wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von HoRu
am 15. Juni 2010, 16:12 Uhr
AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Herr Poschenrieder,

ich verfolge gespannt die Bauanleitungen. Ich hatte selber son einmal Doppel-Quads für W-Lan-Router erfolgreich gebaut.

Für die Speisung habe ich noch einen Vorschlag, den vielleicht Herr Porst noch günsttig realisieren kann.

Wnn man weder einen Receiver mit Antennen-Stromversorgung hat, noch eine Steckdose auf dem Boden in der Nähe der Antenne, könnte man auch mit der Phantomspeisung (wie bei einem Receiver) arbeiten und die Spannung über das Antennenkabel zuführen. Es müßte nur eine kleine Adapterbox mit einer Spule für die Einspeisung und einem Kondensator für die Auskopplung zum Receiver sowie 2 Antennenbuchsen zusätzlich herhalten. Der Materialaufwand dürfte auch nur bei ca. 5,-EUR liegen.

Gruß Holger

 
von Pascal Poschenrieder
am 15. Juni 2010, 19:55 Uhr
AW: AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Holger,

vielen Dank für die Idee. Das ist natürlich ohne weiteres möglich.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Matthias
am 21. Juni 2010, 22:17 Uhr
AW: AW: AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Mir bleibt nichts anderes übrig, als diese Phantomspeiung umzusetzen.

Jedoch meine Bedenken:

Wärem es ausreichend, eine Entstördrossel in Reihe zu den +5V sowie einen Kondensator parallel zum Schirm (-) und der Seele (+5V nach Drossel)) zu setzen?

Oder müsste noch die Seele, also der Innenleiter aufgetrennt werden, und hier eine Diode in Sperrichtung zum Receiver gesetzt werden?

In meinem Fall kommt ein Mini-Verstärker zum einsatz, der mittels F-Buchsen einfach dazwischen geschraubt wird Innenleben unbekannt, jedoch effektiver als der Selbstbau, getestet an einem Recveiver mit Speisespannung).

Habe hierbei nur Bedenken, dass mir der Strom in richtung Receiver etwas zerstören könnte. Dieser Receiver hat leider keine zuschaltbare Speisespannung :-(

Brauche ich die besagte Diode, oder kann ich diese "Auftrennung" ohne Bedenken weglassen.

PS: Eine flinke Sicherung wird natürlich verbaut.

MFG, Matthias.

 
von Pascal Poschenrieder
am 22. Juni 2010, 14:27 Uhr
AW: AW: AW: AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Matthias,

die meisten Receiver besitzen zwar eine solche Diode bereits intern, sicher ist das allerdings nicht. Sie haben also entweder die Möglichkeit, das Innenleben des Receivers zu untersuchen, oder die Diode einzulöten. Allerdings würde ich Ihnen ohnehin einen Einbau der Speisung in den Verstärker empfehlen. Haben Sie das Gerät schon einmal aufgeschraubt? Ich vermute, dass sich dort die Speisung recht leicht integrieren lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Matthias
am 22. Juni 2010, 18:13 Uhr
AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Pascal,

das Gerät, Globo Opticum 9600 HD TS), ein Twin-Receiver mit DVB-S2 & DVB-T +PVR, ist noch keine 4 Wochen alt. Das Garantiesiegel hindert mich am meisten, das Gerät zu öffnen. Die Speisung im Gerät zu verwirklichen, wäre natürlich am sinnigsten. Der Strombedarf von 35mA ist eh verschwindend gering. Jedoch will ich mir die Garantie nicht verbasteln.

MFG, Matthias.

 
von Pascal Poschenrieder
am 23. Juni 2010, 10:00 Uhr
AW: AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Matthias,

ich hätte auch eher daran gedacht, den Verstärker aufzuschrauben. Ich denke, er ist wesentlich einfacher zu durchschauen als der Receiver. Wäre das eventuell eine Möglichkeit?

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

 
von Matthias
am 28. Juni 2010, 20:45 Uhr
AW: AW: AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Pascal!

Der Verstärker ist gegossen, und mittels F-Stecker und Kupplung direkt in die Leitung zu schrauben, Deshalb leider nicht möglich.

Gruß, Matthias.

 
von Pascal Poschenrieder
am 29. Juni 2010, 12:07 Uhr
AW: AW: AW: AW: Netzteil - Phantomspeisung?

Hallo Matthias,

das ist natürlich schlecht. In diesem Fall würde ich einfach eine kleine Metallbox nehmen, hinten und vorne einen Stecker einbauen und die Elektronik dort einbauen. Dann schließen sie die Metallkiste auf Masse, womit alles sauber abgeschirmt ist.

Mit freundlichen Grüßen,

Pascal Poschenrieder, CNET.de

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