Schlicht und günstig: Nikon Coolpix S210
-
Schrift
- Bookmark
- Kommentar verfassen
Die Nikon Coolpix S210 ist der Inbegriff einer Kompaktkamera: Sie ist klein, sie macht Bilder und sie ist absolut schlicht. Es besteht zwar unbestritten eine große Nachfrage nach einfachen und billigen Kameras für die Jackentasche, aber die S210 ist mit ihren spärlichen Funktionen, den klobigen Bedienelementen und dem tristen Display wirklich alles andere als verlockend.
Nikon ist der Meinung, dass die Coolpix S210 dieses Jahr ein Verkaufsschlager werden könnte. Sie ist im Online-Handel schon für günstige 179 Euro zu haben. Die 8-Megapixel-Kamera scheint von ihren Abmessungen und ihrem Preis her durchaus attraktiv. Und womöglich ist sie mit einer Technologie ausgestattet, die von Nikons gehobenen Kompakten und digitalen Spiegelreflexkameras abstammt. Damit hätte sie sicher das Potenzial zu hohen Verkaufszahlen.
Design
Die S210 hat die Breite einer Kreditkarte, ist aber dennoch recht klobig. Denn das LCD hat eine hervorstehende Einfassung, die das Volumen der Kamera erhöht. Das 64-Millimeter-Display (2,5 Zoll) wirkt in diesem Rahmen etwas verloren. Seine Größe ist ohnehin enttäuschend, verglichen mit den 69- oder sogar 76-Millimeter-Displays etlicher anderer, ebenso kleiner Kameras.
Immerhin ist sie leicht, aber - dank ihres Ganzmetallgehäuses - dennoch robust. Die Vorderseite aus gebürstetem Metall sieht recht ansprechend aus. Doch der Glanzeffekt auf dem übrigen Gehäuse wirkt billig. Das Tastenlayout ist standardmäßig: Vier Tasten umgeben ein rundes Clickpad. Allesamt sind klar beschriftet, sehen aber nach Plastik aus. Der flache Zoomschalter macht auch nicht viel her.
Funktionsumfang
Das Menüsystem der Coolpix-Kameras war immer schon umständlich. Bei diesem Modell sind besonders die Modus- und Menütasten wenig intuitiv. Drückt man die Modustaste, erscheint zwar das Setup-Menü, aber die Szenenmodi bleiben verborgen. Die erreicht man merkwürdigerweise über die Menütaste. Dabei wirkt es sich kaum hilfreich aus, dass das Drücken der Menütaste unterschiedliche Ergebnisse liefert, je nachdem, ob die Kamera auf manuelle Aufnahme oder auf einen Szenenmodus eingestellt ist.
Den Begriff 'manuell' muss man hier recht weit gefasst verstehen. Über das Clickpad erreicht man zwar problemlos den zwölfstufigen Belichtungsausgleich. Doch weder Blenden- und Zeitautomatik noch Optionen zur Begrenzung der Blende oder der Belichtungszeit stehen zur Verfügung. Der Weißabgleich und die ISO-Empfindlichkeit, die bis ISO 2000 reicht, können hingegen eingestellt werden. Schade ist, dass es keine optische Bildstabilisierung gibt. Bei einer Kamera dieser Größe hätte man sie erwartet.
An Blitzfunktionen sind Rote-Augen-Reduzierung und Automatikblitz sowie ein Aufhellblitz für Motive im Gegenlicht, etwa eine Person vor strahlender Sonne, vorhanden.
Artikel auf einer Seite lesen














So urteilen die CNET-Leser