2. September 2010

Ricoh GXR A12 50mm

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Wechselobjektive sind ein alter Hut. Bereits seit über 85 Jahren gibt es Kameras mit austauschbaren Optiken. Der japanische Hersteller Ricoh geht nun einen Schritt weiter und zeigt mit seiner GXR eine Digicam, bei der Fotografen nicht nur die Linsen, sondern auch gleich Bildsensor und Bildprozessor wechseln. Wir hatten bereits die Gelegenheit, einen Prototypen der neuen Serie auszuprobieren.
  • Wechselobjektive sind ein alter Hut. Bereits seit über 85 Jahren gibt es Kameras mit austauschbaren Optiken. Der japanische Hersteller Ricoh geht nun einen Schritt weiter und zeigt mit seiner GXR eine Digicam, bei der Fotografen nicht nur die Linsen, sondern auch gleich Bildsensor und Bildprozessor wechseln. Wir hatten bereits die Gelegenheit, einen Prototypen der neuen Serie auszuprobieren.
  • Big Brother is watching you! Wir haben die Ricoh GXR mit dem Aufnahmemodul A12 unter die Lupe genommen. In dem Einschub steckt ein APS-C-CMOS-Sensor. Davor sitzt eine 50-Millimeter-Festbrennweite. Sämtliche Bilder in dieser Fotostrecke stammen aus einem Vorserienmodell. An der Bildqualität kann sich bis zur fertigen Version, die im Dezember in den Handel kommt, noch einiges ändern.<br /><br />Bei dieser Aufnahme liegt die Lichtempfindlichkeit bei ISO 400 und die Blende bei F7,1. Die Verschlusszeit beträgt 1/48 Sekunde. <br /><br />Das unbearbeitete Originalfoto zu dem 100-Prozent-Crop gibt es <a href=/i/c/praxis/specials/0911_ricoh_gxr_testfotos/0911_ricoh_testfotos_red_eye.JPG target=blank>hier</a>.
  • Uns interessieren die Resultate bei hohen Lichtempfindlichkeiten am meisten. So sieht's im <a href=http://www.albatros-baldham.de/ target=blank>Albatros in Baldham</a> aus. Die Einstellungen für dieses Foto sind ISO 1600, 1/5 Sekunde und F2,5. <br /><br />Das unbearbeitete Originalfoto gibt es <a href=/i/c/praxis/specials/0911_ricoh_gxr_testfotos/0911_ricoh_testfotos_albatros_bw.JPG target=blank>hier</a>.
  • Kaffeepause mit Ricoh. Dieses Foto schießt die GXR mit ISO 1600, 1/189 Sekunde und F2,5. <br /><br />Das unbearbeitete Originalfoto gibt es <a href=/i/c/praxis/specials/0911_ricoh_gxr_testfotos/0911_ricoh_testfotos_coffee_break.JPG target=blank>hier</a>.
  • Aschenbecher im Makromodus: mit ISO 3200, 1/84 Sekunde und - mal wieder - F2,5. <br /><br />Das unbearbeitete Originalfoto gibt es <a href=/i/c/praxis/specials/0911_ricoh_gxr_testfotos/0911_ricoh_testfotos_kippe_makro.JPG target=blank>hier</a>.
Hersteller: Ricoh
Preis: 459 EUR
+

Was uns gefällt

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innovatives Aufnahmemodul-System

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geniale Festbrennweite mit toller Bildqualität

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zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten

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Was uns nicht gefällt

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Rauschen und Fokusprobleme bei Zoom-Modul

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teuer

Wir meinen:

Die GXR startet im Dezember mit zwei verschiedenen Modulen in den Markt. Von den beiden Vorserienmodulen kann uns eines überzeugen, das andere enttäuscht. Die Festbrennweite - die positive Überraschung - zeigt eindrucksvoll, zu was Ricohs revolutionäre Kamera in der Lage ist. Eines steht fest: Der japanische Hersteller erntet Respekt. Denn ein solches System auf den Markt zu bringen, erfordert einiges an Mut.
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10. November 2009 | 17:44 Uhr

Angetestet: Ricoh GXR greift Micro-Four-Thirds an

von Stefan Möllenhoff

A12: GR-Objektiv 1:2,5/50 mm Makro

Das spektakulärere und teurere Aufnahmemodul heißt A12. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 670 Euro. Zusammen mit dem Gehäuse bedeutet das also Kosten von 1129 Euro. Dafür gibt es allerdings auch einen 12-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format. Die meisten Spiegelreflexkameras im Segment unter 2000 Euro setzen auf Bildsensoren dieser Größe. Als Optik kommt ein Festbrennweitenobjektiv zum Einsatz, also eine Linse, die über keinen Zoom verfügt. Die Brennweite liegt bei 50 Millimetern im Kleinbildäquivalent.

Mit einem größten Abbildungsmaßstab von 1:2 und einer Naheinstellgrenze von 7 Zentimetern eignet sich das Objektiv außerdem für Makroaufnahmen. Die Werte sagen aus, dass aus einer Entfernung von 7 Zentimetern ein Objekt, das doppelt so groß ist wie der Sensor, formatfüllend abgebildet wird. Sprich, der 23,6 mal 15,7 Millimeter messende APS-C-Sensor lichtet im Idealfall einen 4,7 mal 3,1 Zentimeter großen Blütenkelch in seiner vollen 12-Megapixel-Pracht ab. Die Makrofunktion begeistert uns.


Im Makromodus bringt das 50-Millimeter-Modul erstaunlich viele Details aufs Bild.

Dank einer kleinsten Blende von F2,5 sorgt die Optik außerdem zusammen mit dem großzügig dimensionierten Sensor für eine sehr selektive Tiefenschärfe. Das ist beispielsweise für Portraitfotos sehr schön, da die fotografierte Person scharf erscheint, während der Hintergrund verschwimmt.


Nettes Bokeh: Dank des großen Sensors und des recht lichtstarken Objektivs lässt sich eine schöne Hintergrundunschärfe erzielen.

An Lichtempfindlichkeiten stehen Werte zwischen ISO 200 und 3200 zur Verfügung. Wir sind überrascht, wie wenig Störungen der Prototyp selbst bei maximaler Einstellung aufs Bild bringt. Ein Farbrauschen ist - ganz gleich, ob die Rauschunterdrückung aktiviert oder abgeschaltet ist - nicht zu erkennen. Stattdessen tritt eine mehr oder weniger starke Körnung auf. Aber selbst mit ISO 3200 geschossene Fotos sehen immer noch sehr gut aus. Angesichts der Tatsache, dass Ricoh bei diesem Aufnahmemodul zu Gunsten der kompakten Abmessungen auf einen Bildstabilisator verzichtet, ist ein gutes Rauschprofil wichtig.

Ricoh GXR Bildrauschen

Das Festbrennweitenmodul braucht sich mit seinem hervorragenden Rauschprofil nicht hinter Spiegelreflexkameras im Einsteigersegment zu verstecken (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Zusätzlich bietet dieses Aufnahmemodul auch noch einen HD-Videomodus. Im Gegensatz zu den übrigen Funktionen enttäuscht dieser allerdings. Während dem Dreh ist der Fokus fixiert - erst ein nahes und dann ein entferntes Objekt filmen ist also nicht drin. Außerdem würden wir uns manuelle Einstellungen bei der Filmfunktion wünschen, etwa von Blende und Belichtungszeit. Aber wer weiß, die Firmware ist noch nicht final, und bis zur Serienversion hat Ricoh noch einen knappen Monat Zeit.

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