Canon EOS 7D im Test: neue Maßstäbe in puncto Geschwindigkeit
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Mit dem Erscheinen der Nikon D200 hat Canon das Marktsegment der günstigen Profi-DSLRs 2005 abgegeben. Seitdem gab es lediglich die günstigeren EOS-Modelle 30D, 40D und 50D, die allerdings auch deutlich langsamer waren. Gegen Nikons schnellen Autofokus hatten sie keine Chance. Jetzt meldet sich Canon mit der EOS 7D zurück - mit völlig neuem AF-System und hochauflösendem APS-C-Sensor, zwei Digic-4-Bildprozessoren und einem 100-Prozent-Sucher. Auf den ohnehin gewaltigen Stapel gibt es noch eine 1080p-Videofunktion obendrauf. Das sieht nach einem aggressiven Comeback-Versuch aus.
Die Canon EOS 7D gibt es in zwei Varianten zu kaufen: entweder nur das Gehäuse für 1350 Euro oder zusammen mit dem Objektiv 18-135mm f3.5-5.6 IS für 1600 Euro. Mit der Kitlinse können wir uns allerdings nicht so richtig anfreunden. Die modernere Optik 15-85mm f3.6-5.6 IS USM ist zwar ein ganzes Stück teurer und bietet einen kürzeren Brennweitenbereich, bringt aber eine deutlich bessere Leistung.
Design
Auf den ersten Blick sieht die EOS 7D ihrer Vollformat-Schwester 5D Mark II sehr ähnlich. Allerdings hat Canon eine ganze Reihe von kleinen Änderungen vorgenommen, dank denen die DSLR bei der Bedienung einen großen Sprung nach vorne macht. Zudem begeistert der große, helle Sucher mit optionalem Gitternetz - er steht dem der Nikon D300s in nichts nach. Zudem fühlt er sich am Auge aufgrund der etwas größeren Augenmuschel bequemer an. Wer mehr über das Verhalten der Kamera in Extremsituationen lesen möchte, findet in den Tests von Ole Jørgen Lioden mehr Infos dazu.

Praktisch: Rechts neben dem Sucher befindet sich ein Knopf samt Hebel zum Aktivieren des Live-View-Modus und zum Starten der Videoaufnahme.
Zusätzlich zu den traditionellen Bedienelementen für Belichtungsmessung, Weißabgleich, Autofokus, Aufnahmemodus, ISO-Empfindlichkeit und Blitzabgleich bringt die 7D nun einen M-Fn-Knopf mit, der eine schnelle Auswahl der verschiedenen Autofokuspunkte ermöglicht. Zudem dient die Taste für die Displaybeleuchtung auch dazu, die ausrichtungsabhängigen AF-Messfelder einzustellen.
Dem allgemeinen Trend bei Spiegelreflexkameras folgend, verfügt auch die EOS 7D nun über eine interaktive Übersicht, in der sich die am häufigsten benötigten Einstellungen finden. Ein Druck auf die Q-Taste holt die Anzeige auf das Display. Für einen schnellstmöglichen Zugriff auf die verschiedenen Funktionen bevorzugen wir zwar mechanische Bedienelemente, doch nachdem insbesondere die Tasten für Displaybeleuchtung und M-Fn sehr schwer zu ertasten sind, nutzen wir doch recht häufig die interaktive Übersicht zum Konfigurieren.

Eine Vielzahl von Tasten lässt sich in diesem praktischen Menü an den eigenen Geschmack anpassen.
Bei der 5D Mark II hatten wir einiges am Handling des Live-View- und Video-Modus auszusetzen - die Funktionen müssen Fotografen in den Untiefen des Menüs aktivieren. Die 7D bietet nun ein dediziertes Bedienelement, das zwischen Sucher und Display hin- und herschaltet sowie die Filmaufnahme startet beziehungsweise stoppt. Im Gegensatz zur Nikon D300s wechselt die Play-Taste bei der Canon auch im Live-View-Modus direkt zur Anzeige der geschossenen Fotos. Das Drehrädchen unterhalb des Daumens verfügt über einen praktischen Schieber zum Arretieren. Leider hat Canon den Minijoystick rechts neben dem Display nicht verbessert. Bei Bewegungen nach rechts und links drücken wir den Hebel häufig versehentlich nach oben.
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