18. Februar 2010 | 17:05 Uhr
Nikon Coolpix P100: 26-fach-Zoom-Bridgekamera schafft 240 fps
Die Nikon Coolpix P100 hat einige außergewöhnliche Features an Bord. Fürs Fotografieren ist ein blitzschneller CMOS-Sensor samt 26-fachem Zoomobjektiv zuständig. Hochgeschwindigkeitsaufnahmen, Full-HD-Videomodus und Myriaden von Aufnahmemodi für Experimentierfreudige - Nikon hat an alles gedacht. Um in den Genuss der ganzen Funktionen zu kommen, führt allerdings kein Weg am Studium des dicken Handbuchs vorbei. Wir haben uns durchs Papier gekämpft und den Vollgas-Superzoomer bereits auf Herz und Nieren geprüft.


















So urteilen die CNET-Leser (11)
Wie kann eine Kamera exzellent sein, wenn die Bildqualität eine Entäuschung ist.
Hallo Peter,
es kommt eben darauf an, welche Ansprüche man an eine Kamera stellt. Von der Bildqualität ähnlich teurer Spiegelreflexkameras ist die P100 - wie im Übrigen jede Bridgekamera - meilenweit entfernt. Auf der anderen Seite bietet sie einen enormen Funktionsumfang und ein sehr flexibles Objektiv. Wenn die Qualität der resultierenden Fotos nicht so wichtig ist, sondern die Flexibilität und die Features im Vordergrund stehen, dann ist die P100 durchaus eine exzellente Kamera.
Beste Grüße,
Stefan Möllenhoff, CNET.de
Ich MUSS Peter Müller zustimmen.
Leider ist Ihre Anwort ein Schlag ins Gesicht für jeden Kaufinteressenten:
"Wem die Qualität der resultierenden Fotos nicht so wichtig ist..."
Hallo - geht's denn noch ?
Wie kann bei einer Kamera die Qualität der resultierenden Fotos nicht wichtig sein ?
Vielleicht sollten sie sich Ihre Verantwortung etwas bewußter machen. Es wird doch wohl kaum jemand ein Auto kaufen ( mit dem er fahren MUSS ) nur weil es schön lakiert ist, tolle techn. Daten vorzuweisen hat - mit dem man aber nicht fahren kann, weil "laufen" im Vergleich zu diesem Auto sicherer, schneller und effektiver ist.
Und eine solche Fehlbewertung dann auch noch SO zu kommentieren - das nenne ich journalistische Freiheit.
Auch ich stimme Peter Müller zu - und wundere mich über die Antwort von Stefan Möllenhoff. Ok, tolle Features, aber Bildqualität reicht vielleicht für ne Produktaufmnahme für E-Bay. Da kann ich das Produkt dank des tollen Zooms dann aus 50 Metern Entfernung aufnehmen - wie sinig!
Bewertet man ein Auto mit exzellent, weil es eine gigantische Soundanlage, tolle Felgen und reichlich Extras hat, aber nicht vernüftig fahrt?
Hallo Renate, hallo Michael,
selbstverständlich ist die Bildqualität bei einer Kamera wichtig, ebenso wie es bei einem Auto wichtig ist, dass es fährt. Hier stellt sich dann jedoch die Frage, welche Ansprüche der Käufer an die Digitalkamera beziehungsweise an das Auto stellt.
Für 80.000 Euro bekommt man einen nagelneuen TVR Tuscan S oder einen BMW X6. Ersteres Auto hat weder Klima noch ABS, weder dicke Stereoanlage noch Navi. Dafür fährt es auf der Rennstrecke mit rund 400 PS auf ca. 1100 Kilogramm jedem 2,3-Tonnen-X6 davon. Aber welches Auto ist jetzt besser?
Schwer zu beantworten, denn fünf anstelle von zwei Sitzplätzen viel Schnickschnack und Komfort gehen eben auf die Fahrleistungen. Und mit einem extrem starken Zoomobjektiv in kompaktem Format gibt's eben keinen großen Bildsensor und keine gigantischen "Fahrleistungen". Dass eine Einsteiger-DSLR fürs gleiche Geld eine deutlich bessere Bildqualität bietet, steht außer Frage. Aber auch der X6 fährt zum Einkaufen und in die Toscana. Aber auf der Rennstrecke? Keine Chance.
Bei der P100 gibt's eben Abstriche bei der Bildqualität, dafür aber eben tonnenweise Schnickschnack und Komfort. Und genau darum stellen wir nicht nur eine Testnote, sondern einen Testbericht mitsamt Beispielfotos auf unsere Seite. Denn obwohl sowohl der X6 und der Tuscan S technisch gute Autos sind und bei einer Autozeitschrift sicherlich eine gute Note erzielen, eignen sich nicht beide Autos für jeden. Und für die "kleinen" Ansprüche à la Facebook und postkartengroße Ausdrucke reicht die Bildqualität der P100 eben auch aus, für die "Rennstrecke" gibt's DSLRs. Dann aber in diesem Preisbereich keine HDR-Automatik, keine 10 Bilder pro Sekunde, kein Full-HD-Video und keinen 30-fachen Zoom.
Beste Grüße,
Stefan Möllenhoff, CNET.de
Hallo Stefan,
auch ich teile die Meinung meiner Vorredner, weil:
- der kleinste gemeinsame Nenner einer Kamera ist das Bild; daher kann niemals eine schlechte "Bildermaschine" ein gutes Testurteil erhalten
- das cnet-Testurteil soll einen Qualitätsstandard widerspiegeln und Vergleiche mit anderen Kameras ermöglichen (Maßstab für Vergleiche ist das Bild !)
- ich hatte Gelegenheit die Nikon 100 und die Sony A330 (mit beiden Kit-Objektiven; cnet-Testurteil 7,0) zu testen.
Mein Urteil zur Bildqualität dieser Kameras fällt absolut eindeutig aus: Sony wirklich gut - Nikon wirklich schlecht.
Daher verstehe ich die Vergabe der cnet-Beurteilungen nicht und bezweifele auch den Wert für eine Kaufentscheidung.
Ich selbst habe mich für eine Kamera eines anderen Hersteller entschieden. Vielleicht ist es überhaupt besser für ein neutrales Urteil, auf etwas mehr kritischen Abstand (gleichgültig aus welchen Gründen) zu seinen bevorzugten Firmen zu achten. Das muß Freundschaft schon aushalten.
Hallo Karl,
selbstverständlich ist die Sony A330 bei der Bildqualität um Welten besser als die Nikon P100. Die Sony ist eine DSLR, die Nikon eine Bridgekamera - der Bildsensor der A330 ist um den Faktor 13 größer.
Dafür ist die Nikon P100 beim "Zoom besser". Um den Brennweitenbereich von 28 bis 678 Millimetern abzudecken, muss man zusätzlich zur bei der A330 zusätzlich zum mindestens 470 Euro teuren Doppelzoom-Kit noch ein weiteres Objektiv kaufen. Bei Tamron gibt's ein 200-500mm für 850 Euro, Sigma hätte da noch ein 120-400er für 680 Euro. Und schwupps ist die Preisklasse eine ganz andere. Die Bildqualität natürlich auch, aber nicht jeder will für einen starken Zoom gleich mehr als 1000 Euro hinlegen. Und kiloweise Glas im Rucksack mitschleppen.
Wir versuchen, ein möglichst breites Spektrum an Bedürnissen mit unseren Testberichten abzudecken und auf alle Vor- und Nachteile der getesteten Geräte hinzuweisen. Die perfekte Kamera gibt es leider nicht, sondern höchstens eine Kamera, die möglichst gut zu den Präferenzen und zum Budget eines bestimmten Fotografentypen passt. Und in der Klasse der Superzoom-Bridgekameras gehört die Nikon P100 zu den besseren Modellen. Wer hohe Ansprüche an die Bildqualität stellt, braucht einen großen Sensor und kommt an einer DSLR nicht vorbei.
Beste Grüße,
Stefan Möllenhoff, CNET.de
Hallo, seit Wochen auf der Suche nach einer Nachfolgerin für meine kleine Digiknipse durchstöbere ich alle lesbaren Foren mit Meinungen und Testberichten und verschlinge alles, was mit Bridgekameras zu tun hat. Im Prinzip hat es mir nix gebracht. Für und Wider, Pro und Contra, eine Woche war die Fuji HS 10 Favorit, dann wieder die Nikon P100. Die Woche drauf erneutes Nachdenken, weil wieder neue Aspekte ins Spiel kamen. Die Kommentatoren und Tester sollten doch auch mal ihren Standort beschreiben, also ob Amateur , Profi oder Semiprofi beim Fotografieren, damit man seine eigenen Ansprüche auch vergleichen kann.
Mir reicht es jetzt, mein Kollege hat die P90 als Urlaubskamera in Gebrauch und ist damit sehr zufrieden und für die anspruchsvollen Sachen nimmt er seine SLR, habe die P 100 bestellt und lasse mich überraschen. Für bessere Urlaubs- und Familienfeierfotos dürfte die P 100 mehr als ausreichend bestückt sein. Für Notfälle habe ich ja noch meine alte analoge SLR parat ;-) !
Hallo Andy,
nachdem wir auch mit Highend-Kameras herumspielen dürfen, sind unsere Ansprüche sicherlich höher, als die eines Anfängers, der gerade seine erste Digicam gekauft hat und damit ein bisschen in der Gegend herumknipst.
Wir geben uns aber natürlich Mühe, die Bildqualität von Kameras möglichst nachvollziehbar darzustellen. Dazu dienen beispielsweise die Fotostrecken mit Testaufnahmen, anhand derer jeder nachvollziehen kann, wie sich die Kamera in verschiedenen Aufnahmesituationen verhält. Auf der anderen Seite finden Sie in den meisten unserer Kameratests auch Anmerkungen, in welcher Druckgröße die Fotos noch annehmbar aussehen und ab welchem Format eben nicht mehr. Ob die Qualität der Fotos dann ausreicht oder nicht, das muss jeder Leser dann eben anhand seiner eigenen Ansprüche beurteilen. Kritikpunkte wie "mäßige Bildqualität" sind für den Regelmäßig-Poster-Ausdrucker relevant, der andere kann darüber hinwegsehen, da er ohnehin nur für Facebook & Co. knipst.
Da wir nicht für uns, sondern für unsere Leser testen, sind wir für Verbesserungsvorschläge und Anregungen immer offen und dankbar :-)
Beste Grüße,
Stefan Möllenhoff, CNET.de
Nach welchen Gesichtspunkten wurde bei diesem "Test" den die Videoqualität beurteilt?
Auch die Bewertung der Bildqualität bzw. des Tests überhaupt kann man nicht nachvollziehen,zumal viele Faktoren wie Auflösung,Rauschen,Dynamik,Farbgenauigkeit keine Erwähnung finden.
Auch für einen Kameravergleich nutzen solche Testbewertungen wenig,da man unterschiedliche Kameramodelle ohne einen Vergleichspunkt nicht vergleichen kann.
Selbst die Aussage das die Sony alpha 330 hinichtlich Bildqualität um Klassen besser ist als alle sonstigen Bridgekameras ist wohl leicht übertrieben,da diese Kamera nur ein besseres Rauschverhältnis hat was man nicht einmal auf Posterausdrucken sieht.Hinsichtlich Verzeichnung,Auflösung,Farbfehler und Farbgenauigkeit,Video,Dynamik ist diese Kamera wohl nicht besser.
Hallo Nick,
auf der dritten Seite des Tests finden Sie Erläuterungen zur Bildqualität der P100. Dort ist außerdem eine Fotostrecke mit elf Beispielbildern verlinkt, in der die Qualität weiter erläutern. Wir sind der Meinung, dass es sinnvoller ist, die Kaufentscheidung dem Leser anhand von Beispielfotos zu erleichtern, als ihn mit abstrakten Messwerten zu konfrontieren.
Zu A330/Bridgekameras: Unter idealen Bedingungen schießt der allergrößte Teil der Digicams brauchbare Fotos. Die Unterschiede kristallisieren sich heraus, wenn die Bedingungen schwieriger werden. Und für eine Bridgekamera ist eben ein geschlossener Raum schon schwierig.
Für konstruktive Vorschläge, was wir an unseren Testberichten verbessern können, sind wir natürlich immer dankbar :-)
Beste Grüße,
Stefan Möllenhoff, CNET.de