Motorola Aura: elegantes Luxushandy für 1250 Euro
-
Schrift
- Bookmark
- Kommentar verfassen
Dieses Luxushandy von Motorola ist wie Derek Zoolander. Das Aura versucht mehr zu können, als einfach nur unglaublich gut auszusehen. Aber wie das geht, weiß das Smartphone nicht.
Das Aura sieht einfach umwerfend aus. Das verdankt es dem tollen Display, das 16 Millionen Farben darstellt, und dem hervorragend verarbeiteten Gehäuse aus Edelstahl. Bei einem ebenfalls umwerfenden Preis von 1350 Euro ohne Vertrag muss das Luxushandy allerdings noch etwas mehr bieten, um uns zu überzeugen.
Bezaubernd, aber nicht sonderlich kompetent
Jedes Mal, wenn wir das Aura aus der Tasche ziehen, hören wir begeisterte Aufschreie. Selbst die großen Kritiker von Luxushandys schmelzen dahin, als säße ein frischer Wurf Babykatzen vor ihnen. Für einen Teil der Euphorie ist sicherlich das massive, 15 Millimeter dicke Gehäuse aus Edelstahl verantwortlich, das in einem Fenster auf der Rückseite dezent den Drehmechanismus präsentiert. Das erinnert an Automatikuhren, die einen Teil ihrer Mechanik auf der Rückseite preisgeben.
Auf der Rückseite präsentiert das Aura einen Teil des Drehmechanismus - vollkommen nutzlos und doch genial.An Chronometer erinnert auch das Display: Über dem 300-dpi-Display, das 16 Millionen Farben auflöst, sitzt ein 62-Karat-Saphirglas. Zum Vergleich: Ein gewöhnlicher TFT-Monitor löst 72 dpi auf. Der kleine Bildschirm sieht einfach umwerfend aus.
Allerdings hat ein rundes Display seine Nachteile. Genau genommen zeigt uns das Aura, wieso alle unsere Bildschirme eckig sind. Wenn wir beispielsweise Fotos mit der 2-Megapixel-Kamera schießen, sind die Ecken des Sucherbilds nicht sichtbar. Das macht es schwierig, das Motiv richtig ins Bild zu bekommen. Nach der Aufnahme zeigt das Motorola das gesamte Foto an - ein Teil des Displays bleibt dabei schwarz.
Beim Surfen stoßen wir auf ähnliche Schwierigkeiten. Internetseiten sind für rechteckige Displays konzipiert. Das Aura verpasst den Seiten oben und unten schwarze Ränder, wie es ein 4-zu-3-Fernseher bei der Darstellung eines 16-zu-9-Films macht. An der rechten und linken Seite geht das Bild bis zum Rand, der Bildschirm schneidet es in einem runden Bogen ab. Das Browsen funktioniert zwar, macht uns aber ebenfalls klar, dass mit der runden Anzeige die Priorität ganz eindeutig auf stylisches Design und nicht auf Benutzbarkeit liegt. Um notfalls etwas zu googeln, eignet sich das Display durchaus, längere Surfsessions machen aber keinen Spaß.
Artikel auf einer Seite lesen



















So urteilen die CNET-Leser