Für ein Telefon verfügt das MPx200 über einen beeindruckenden Funktionsumfang. Dazu gehören Konferenzschaltungen, eine eingebaute Freisprecheinrichtung, ein Telefonbuch (dessen Umfang nur durch den verfügbaren Speicher begrenzt ist – mehr dazu später), ein Kalender, ein Wecker, eine Anruferliste, SMS und Instant Messaging über MSN Messenger. Außerdem kann man Profile für die Tonausgabe des Geräts einrichten. Zum Beispiel schaltet das Profil „Meeting“ automatisch jedes Mal für die Dauer des Termins das Telefon automatisch auf Vibrationsalarm um. Über das GPRS-Netzwerk erhält man drahtlos Zugang zum Internet und kann mit dem Pocket Internet Explorer oder dem mMode-Dienst von AT&T XML-, HTML-, cHTML- und WAP-Sites besuchen. Mann kann natürlich auch Klingeltöne aus dem Netz laden und sogar WMA-Dateien zu Klingeltönen machen.

Windows Mobile 2002 von Microsoft ist in Aussehen und Handhabung dem Pocket PC-Betriebssystem sehr ähnlich. Einer der Hauptvorteile ist selbstverständlich seine Integration mit Outlook – das Betriebssystem ist darauf ausgelegt, eine problemlose Synchronisation von Adressen, Kalender und E-Mail auf dem PC zu gewährleisten, eine Unterstützung für Macintosh-Rechner gibt es allerdings nicht. Man lädt einfach das Programm ActiveSync 3.7.1 von der Microsoft-Website herunter, installiert es und synchronisiert dann die Daten.

Motorola MPx200
Einfacher Zugriff: Das Betriebssystem hat keinerlei Probleme beim Auffinden von Daten auf SD/MMC-Medien.

Das Telefon verfügt über 32 MByte SDRAM und 32 MByte ROM, von denen 16 MByte Flash ROM sind, so dass keine Daten verloren gehen, wenn die Energiereserven des MPx200 erschöpft sind. Wenn sich auf einer SD-Karte MP3-, WMV- oder JPEG-Dateien befinden, findet das Gerät diese automatisch, sobald die entsprechende Anwendung aufgerufen wird (z. B. der Windows Media Player im Falle von MP3s und JPEGs). Leider gehören Pocket Word und Excel nicht zum Windows Mobile OS-Paket, man kann also zunächst keine Dateianhänge in diesen Formaten auf dem Telefon betrachten, die entsprechenden Reader können aber von Handango heruntergeladen werden.

Wie steht es mit drahtlosen E-Mails? Man kann das Telefon so einrichten, dass es über ein IMAP- oder POP3-Konto E-Mails senden und empfangen kann (mit Windows Mobile OS 2003 können mehrere Konten verwendet werden). Bei einigen Anbietern, wie zum Beispiel EarthLink, muss man beim Unternehmen die korrekte Mailserver-Adresse erfragen, um die Einrichtung abschließen zu können. Was unternehmensinterne E-Mail-Netze betrifft, kann man mit ein wenig Hilfe von einem IT-Experten drahtlos und in Echtzeit Nachrichten versenden und empfangen, wenn das Unternehmen Microsoft Exchange Server 2003 oder Mobile Information Server in Verbindung mit einer älteren Version von Exchange verwendet.

Eine weitere Möglichkeit zum Einsatz im Unternehmensnetzwerk besteht darin, eine Weiterleitung über das Desktop zu schalten. Man stellt das Telefon so ein, dass es in Abständen von 15, 30, 60 Minuten oder länger das E-Mail-Postfach abfragt. Der PC im Büro muss dabei eingeschaltet bleiben.

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