Widescreen-20-Zoll-Bildschirm – samt iMac G4

von Lori Grunin am , 14:57 Uhr

Pro
  • Attraktives All-in-one-Design
  • sehr guter Widescreen-Bildschirm
  • umfangreiches Software-Paket für Heimanwender
Con
  • wenig Erweiterungsmöglichkeiten
  • mäßiger Support
Hersteller: Apple Listenpreis: 2499 Euro
ZDNet TESTURTEIL: SEHR GUT 7,5 von 10 Punkte
Fazit:

Mit dem augenfreundlichen 20-Zoll-Widescreen-Display fällt Arbeit und Spiel leichter, wenn die Tränen angesichts des Preises erst einmal versiegt sind.

Die Luxus-Version der neuesten iMacs gibt es auch mit einem augenfreundlichen 20-Zoll-Bildschirm bei ansonsten gewohntem Design. ZDNet hat ihn im Labor untersucht.

Der Apple [1] iMac wird zwar zusehends wuchtiger und schwerer, doch wirkt er immer noch gewohnt schnittig. Das 20-Zoll-Modell hat einen Listenpreis von 2499 Euro und liegt damit um 500 Euro über dem ohnehin schon teuren 17-Zoll-Modell – ganz schön happig für ein paar Zoll mehr Anzeigefläche. Leider (für den Geldbeutel der Benutzer) gewöhnt man sich schnell an diesen zusätzlichen Platz, so dass dieser vor allem bei häufigem Genuss von Breitbild-DVDs, Arbeiten mit umfangreichen Tabellen oder bei mehreren zugleich geöffneten Browser-Fenstern schon bald als Notwendigkeit und nicht mehr als Luxus erscheint. Es wäre schön gewesen, wenn Apple irgendwelche Extras integriert hätte – etwa mehr Speicher, bessere Lautsprecher oder eine größere Festplatte -, um gar nicht erst den Anschein zu erwecken, dass dieses Modell lediglich eine teurere Zusatzvariante darstellt. Wer das nötige Kleingeld besitzt, sollte sich diesen iMac allerdings nicht entgehen lassen.

Design

Obwohl der 20-Zoll-iMac das schneeweiße halbkugelförmige Design seiner Vorgänger beibehält, wiegt er mit stolzen 18,2 kg fast doppelt so viel wie die 17-Zoll-Version. Damit ist dieses Modell eher weniger als sein kleiner Bruder für Studenten geeignet, die zweimal pro Jahr umziehen. Schade eigentlich, denn schließlich kann man mit dem größeren Display zwei Webseiten in Vollgröße nebeneinander anzeigen, was für umfangreiche Recherchen sehr praktisch ist.

Das riesige LCD sitzt auf einem stabilen stählernen Gelenkarm, der sich ohne Probleme drehen und kippen lässt und dabei das Display sicher in Position hält. Auf dem Bildschirm sieht eigentlich jede Darstellung gut aus, da die Anzeige sehr hell und gut gesättigt ist. Ansonsten ist das Gerät der gewohnte iMac: einfach und elegant. Der SuperDrive-Schacht ist in die Vorderseite der kuppelförmigen Basis integriert, die nahezu keine weiteren Funktionen bietet. So sind die Einschalttaste, die Ports und die Anschlussbuchsen allesamt an der Rückseite angebracht.

Einige kleinere Kritikpunkte gibt es aber doch: Beispielsweise sind die Kabel der mitgelieferten Apple Pro Speaker zu kurz. Wie bei den meisten All-in-one-PCs fehlen außerdem Optionen zur Erweiterung. Immerhin ist jedoch ein einzelner freier Speichersteckplatz vorhanden und man kann eine AirPort Wireless-Karte einsetzen.

Abgesehen von dem 20-Zoll-Display mit seinem Bildseitenverhältnis von 16:10 sind die Spezifikationen dieses Modells mit denen der 17-Zoll-Variante identisch. Dazu gehören ein 1,25-GHz-G4-Prozessor, 256 MByte in einem 333-MHz-Speicher sowie der 167-MHz-Systembus. Ein Geforce FX 5200 Ultra-Chip mit 64 MByte eigenem Speicher steuert das Display, das mit verschiedenen standardmäßigen und 16:10-Auflösungen betrieben werden kann. Das System wirkt schnell und spricht gut an, wobei es auch mit mehreren gleichzeitig ausgeführten Aufgaben problemlos zurechtkommt (beispielsweise wurde im Test in einem Hintergrundfenster eine DVD wiedergegeben, während in einem anderen Fenster Video-Encoding-Tests entwickelt und ausgeführt wurden).

Wenn man nicht allzu nah am Bildschirm sitzt, ist die DVD-Wiedergabe hervorragend. Geht man dagegen näher als einen Meter an die Anzeige heran, erzeugt deren Größe merkliche Aliasing-Artefakte. Dank eines extrem weiten Bildwinkels können aber viele Personen gemeinsam Filme anschauen. Doch auch nach der Kalibrierung mit dem hervorragenden in OS X integrierten Tool reichten die Farben des Displays lediglich für eine herkömmliche und nicht wirklich für die professionelle Foto- und Videobearbeitung aus.

Genau wie der 17-Zöller ist auch der 20-Zoll-iMac mit einer 80 GByte fassenden Western Digital-Festplatte ausgestattet sowie mit dem Superdrive, der Apple-Version des Pioneer DVR-106 DVD-R/CD-RW Combo-Laufwerks. Wenn man jedoch viele Video-, Musik- oder Bilddateien speichern will, empfiehlt sich genau wie beim kleineren iMac auch hier ein Upgrade der Basis-Konfiguration mit einer 160-GByte-Festplatte, der größten derzeit von Apple für diese Produktlinie angebotenen Platte. Oder man kauft sich gleich einen Power Mac G4 mit zusätzlichen Laufwerksschächten für zukünftige Erweiterungen.

Das System besitzt in seiner Standard-Ausführung zwar Apple Pro-Lautsprecher, doch kein Bluetooth oder AirPort. Diese beiden drahtlosen Funktionen sollten standardmäßig enthalten sein, da der Preis für dieses System sich immerhin im mittleren bis oberen Preisbereich bewegt.
Apple liefert mit diesem Gerät sein wie immer umfangreiches Software-Paket. Darin enthalten sind die iLife-Suite mit iMovie 3.0.3, iDVD 3.0.1, iTunes 4.1 und iPhoto 2.0 sowie Mail, Safari und AppleWorks. An nicht von Apple stammender Software sind Pro Skater 4 von Tony Hawk, Deimos Rising, SoundStudio, Quicken 2003 Deluxe, eine Test Drive-Version von Microsoft [2] Office X und World Book 2003 vertreten. Das hier verwendete Testsystem lief unter Mac OS X 10.3.2.

Abgesehen von der zusätzlichen Bildschirmfläche sowie den Aktualisierungen von Programmen und OS wies der getestete 20-Zoll-iMac die gleiche Konfiguration auf wie die im vergangenen Jahr bewertete 17-Zoll-Version. Beide Systeme werden mit einem 1,25-GHz-G4-Prozessor, 256 MByte in einem 333-MHz-Speicher sowie mit einem 167-MHz-Systembus betrieben. Daher überrascht es nur wenig, dass dieser iMac ganz ähnliche Performance-Werte wie seine kleinere Ausgabe aufweist. Der Vorsprung von 30 Sekunden im iMovie-Benchmark dürfte auf die neuere Betriebssystemversion (Mac OS X 10.3 statt 10.2) und aktuellere iLife-Anwendungen zurückzuführen sein. Beim weniger anspruchsvolleren iTunes-Test lagen die beiden auf einem 1,25-GHz-G4 basierenden iMacs dagegen gleichauf, wobei die Konvertierung eines mehr als 10 Minuten langen CD-Tracks in das MP3-Format weniger als eine Minute dauerte. Wie zu erwarten, schlägt der iMac den mit zwei Prozessoren ausgestatteten Power Mac G5 um Längen.

Bezüglich der 3D-Game-Performance war kein wesentlicher Unterschied zwischen dem 20-Zöller und seinem 17-Zoll-Gegenstück feststellbar. Beide Systeme verwenden eine relativ kostengünstige Grafikkarte von Nvidia, die GeForce FX 5200 Ultra. Mit 79,3 Frames pro Sekunde (fps) bei Quake III erzielte das hier eingesetzte Testsystem gegenüber dem 1,25-GHz-iMac vom Vorjahr einen leichten Vorsprung. Alle Spiele lassen sich mit mehr als 60 fps spielen, trotzdem dürften anspruchsvolle Gamer eine bessere Karte bevorzugen, zum Beispiel die Radeon 9600 Pro im Power Mac G5.

Service und Support

Apple ist mit seiner einjährigen Garantie für Teile und Service und 90 Tagen kostenlosem Telefon-Support leider noch immer äußerst geizig. Immerhin kann man die Garantie im Rahmen des AppleCare Protection Plans auf drei Jahre verlängern – für weitere 208 Euro. Wer sich dagegen lieber selbst hilft, findet im Online-Support von Apple unzählige technische Artikel und Benutzerforen.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

URL zum Artikel: https://www.cnet.de/39120398/widescreen-20-zoll-bildschirm-samt-imac-g4/

URLs in this post:

[1] Apple: http://www.cnet.de/unternehmen/apple/

[2] Microsoft: http://www.cnet.de/unternehmen/microsoft/