4 Megapixel mit 10fach Zoom: Kodak EasyShare DX6490

von A. Schmoll-Trautmann und Theano Nikitas am , 13:42 Uhr

Pro
  • optisches 10fach-Zoom
  • manuelle Belichtungseinstellung
  • benutzerfreundlich
  • großes LCD
Con
  • keine separaten Einstellmöglichkeiten für Auflösung und Komprimierung
  • nur drei Motiv-Modi
  • Akku warnt bei Entladung nicht ausreichend vor
  • Bildartefakte in den Rottönen
Hersteller: Kodak Listenpreis: 399 Euro
ZDNet TESTURTEIL: GUT 6,8 von 10 Punkte
Fazit:

Das optische 10fach-Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 38-380 Millimetern (entsprechend 35-mm-Kleinbildformat) und Möglichkeiten zur manuellen Belichtungseinstellung lassen die 4-Megapixel EasyShare DX6490 in die Spitzengruppe von Kodaks Kameras für Hobbyfotografen aufsteigen.

Wer bereit ist Abstriche bei der Bildqualität in Kauf zu nehmen, erhält mit der Kodak EasyShare DX 6490 zu einem guten Preis eine 4-Megapixel-Kamera im Spiegelreflex-Design mit 10fach-Zoom und manuellen Einstellmöglichkeiten.

Die DX6490 hebt sich von den übrigen EasyShare-Kameras ab. Im Spiegelreflex-Design und dem mattschwarzen Gehäuse spiegelt sich der hohe Anspruch dieses Modells wider. Mit etwa 380 Gramm inklusive Akku und optional erhältlicher SD-Speicherkarte, ist die DX6490 schwerer als die anderen Modelle aus dieser Serie, aber immer noch gut zu handhaben. Ein großer Handgriff und eine solide Konstruktion sorgen dafür, dass man auch mit einer Hand komfortabel Bilder schießen kann.

Die DX6490 verfügt über mehr Tasten, Stellräder und Schalter, als man es von anderen Hobbykameras aus dem Hause Kodak gewohnt ist. Trotzdem weist auch sie dieselbe Benutzerfreundlichkeit auf, die zum Markenzeichen der EasyShare-Serie geworden ist. Praktische Bedienelemente an der Außenseite der Kamera gewähren schnell und einfach Zugriff auf häufig verwendete Funktionen wie den Selbstauslöser und den Serienbild-Modus. Wenn man einen Modus aktiviert, wird er auf dem LCD kurz erklärt, eine nützliche Funktion für weniger erfahrene Fotografen, die man auch abschalten kann um schneller arbeiten zu können.

Test
Die DX6490 hat mehr Tasten als die meisten anderen EasyShare-Kameras, die Bilder auf dem Einstellrad sind klein, aber sie leuchten auf, wenn sie ausgewählt werden – sehr nützlich bei schlechten Lichtverhältnissen.

Auch die besonderen EasyShare-Funktionen, wie eine Taste, mit der man Bilder zum Ausdruck und für den Versand per E-Mail vormerken kann, finden sich wieder. Die auf dem US-amerikanischen und dem kanadischen Markt angebotenen Versionen der DX6490 werden mit einer Station ausgeliefert, die den Datentransfer von der Kamera zum Computer zu einem Kinderspiel macht. Große Beschriftungen und Symbole sorgen dafür, dass die Verwendung der hellen und klaren Menüs keinerlei Mühe bereitet.

Test
Der Zoom-Schalter fühlt sich etwas weich an.

Test
Die DX6490 wird mit dem EasyShare Camera Dock 6000 von Kodak ausgeliefert.

Die manuelle Bedienung der Kamera erfolgt über das vorne am Handgriff angebrachte Auswahlrad. Durch einen Druck darauf lässt sich eine Einstellung und durch Drehen einer der Werte dafür auswählen. Ein cleveres System, mit dem sich die Einstellungen leicht manuell vornehmen lassen, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Allerdings bringt es dem intuitiven Fotografieren etwas zu viel Widerstand entgegenzubringen, was bei dem ein oder anderen Nutzer zu leichten Krämpfen in der Hand führen kann.

Die Bezeichnung „manuell einstellbare EasyShare“ scheint ein Widerspruch in sich zu sein, es war deshalb nicht ganz klar, was von dieser Kamera zu erwarten sei. Insgesamt ist die Ausstattung recht durchdacht, weist aber einige ärgerliche Lücken auf.

Die Belichtungsoptionen schließen einen manuellen Betrieb sowie eine Blenden- und eine Zeitautomatik ein. Die möglichen Blendenöffnungen liegen zwischen f/2,8 und f/8,0 und die Verschlusszeiten zwischen 1/1700 und ganzen 16 Sekunden. Flexibilität ist also gegeben. Weitere Alternativen sind eine Vollautomatik und eine Programmautomatik mit Belichtungskompensation.

Im Automatikbetrieb ist die Kamera auf eine Empfindlichkeit zwischen ISO 80 und ISO 160 beschränkt, in jedem der anderen Modi aber kann die Empfindlichkeit manuell auf bis zu ISO 800 eingestellt werden. Bei dieser Maximaleinstellung fällt die Bildqualität automatisch auf die tiefstmögliche Einstellung. Solange es also nicht absolut notwendig ist, sollte man am besten vergessen, dass es die ISO 800-Einstellung überhaupt gibt. Weitere nützliche Funktionen sind ein paar Voreinstellungen für den Weißabgleich und Optionen für Belichtungsmessung, Scharfstellen, Scharfzeichnung und Farbsättigung.

Leider lässt der Funktionsumfang der DX6490 ihren Besitzer mitunter im Regen stehen. Zunächst einmal gibt es keinen manuellen Weißabgleich. Was die Bildqualität betrifft bietet die Kodak die Wahl zwischen drei Auflösungen und einer 3:2-Komprimierung. Die Bildkomprimierung kann nicht gesondert eingestellt werden. Diese Kamera benötigt nicht unbedingt eine Möglichkeit zur unkomprimierten Speicherung, es wäre aber schön, wenn man Auflösung und Komprimierung unabhängig voneinander einstellen könnte. Darüber hinaus wurden bei Kodak jene Fotografen vernachlässigt, die sich mehr für die große Brennweite des Zooms als für manuelle Bedienung interessieren. Die DX6490 bietet nur drei Motiv-Modi: Sport, Porträt und Nacht. Dies sind zwar nützliche Abkürzungen, aber mit manueller Einstellung ließen sich bessere Ergebnisse erzielen.

Insgesamt lieferte die DX6490 ein für ihre Geräteklasse gutes Ergebnis und übertraf in den meisten Fällen andere Kameras mit großer Brennweite, wie die Lumix DMC-FZ10PP von Panasonic und die C-750 Ultra Zoom von Olympus. Vom Einschalten bis zum ersten Foto vergingen weniger als vier Sekunden und die Auslöseverzögerung lag bei etwa einer Sekunde. Man konnte Fotos im Abstand von nur 2,5 Sekunden aufnehmen, und das bei eingeschaltetem Blitz. Obwohl der Pufferspeicher nur sechs Bilder fasst, konnte die DX6490 mit 3 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Der herstellereigene 1700-mAh-Lithium-Ionen-Akku lieferte genug Energie für fast 430 Aufnahmen – das sind mehr Fotos, als die meisten Menschen an einem Tag schießen. Leider stellt der Akku die Energiezufuhr sang- und klanglos ein, wenn seine Reserven erschöpft sind, man kann nicht einmal mehr das Objektiv einziehen. Nach zehn Minuten Ladezeit konnte der Betrieb bereits wieder aufgenommen werden, was allerdings kein Trost ist, wenn das Ladegerät nicht verfügbar ist.

Eine der Hauptattraktionen der DX6490 besteht zweifellos in dem Varigon 10fach-Zoom-Objektiv von Schneider-Kreuznach. Es bewegt sich relativ fließend und schnell, aber wie bei allen Teleobjektiven braucht man eine ruhige Hand oder ein Stativ, um bei Fernaufnahmen nicht zu verwackeln.

Der ausklappbare Blitz leuchtet Motive bis auf etwa fünf Meter gleichmäßig aus und nimmt die Leistung bei Makroaufnahmen automatisch zurück. Wenn man die Kamera nach unten richtet, liegt allerdings das Objektiv vor dem Blitz, sodass das Licht den unteren Rand des Bildausschnitts nicht erreicht.

Test
Der herstellereigene 1.700-mAh-Lithium-Ionen-Akku lieferte genug Energie für fast 430 Aufnahmen.

Die DX6490 verfügt sowohl über ein großes 2,2-Zoll-LCD als auch über einen elektronischen Sucher. Beide versorgen den Benutzer mit allen nötigen Informationen und zeigen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen helle und klare Bilder. Die Kamera ist in der Lage, die Lichtausbeute zu erhöhen, ohne das damit gewöhnlich einhergehende Bildrauschen aufkommen zu lassen. Der elektronische Sucher deckt den Bildausschnitt zu fast 100 Prozent ab und mit dem Dioptrienausgleich lassen sich Sehschwächen kompensieren.

Insgesamt lieferte die DX6490 ein für ihre Geräteklasse gutes Ergebnis und übertraf in den meisten Fällen andere Kameras mit langer Brennweite, wie die Lumix DMC-FZ10PP von Panasonic und die C-750 Ultra Zoom von Olympus. Vom Einschalten bis zum ersten Foto vergingen weniger als vier Sekunden und die Auslöseverzögerung lag bei etwa einer Sekunde. Man konnte Fotos im Abstand von nur 2,5 Sekunden aufnehmen, und das bei eingeschaltetem Blitz. Obwohl der Pufferspeicher nur sechs Bilder fasst, konnte die DX6490 mit 3 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Der herstellereigene 1700-mAh-Lithium-Ionen-Akku lieferte genug Energie für fast 430 Aufnahmen – das sind mehr Fotos, als die meisten Menschen an einem Tag schießen. Leider stellt der Akku die Energiezufuhr sang- und klanglos ein, wenn seine Reserven erschöpft sind, man kann nicht einmal mehr das Objektiv einziehen. Nach zehn Minuten Ladezeit konnte der Betrieb bereits wieder aufgenommen werden, das hilft aber nichts, wenn man das Ladegerät nicht dabei hat.

Eine der Hauptattraktionen der DX6490 ist zweifellos das Varigon 10fach-Zoom-Objektiv von Schneider-Kreuznach. Es bewegt sich relativ fließend und schnell, aber wie bei allen Teleobjektiven braucht man eine ruhige Hand oder ein Stativ, um bei Fernaufnahmen nicht zu verwackeln.

Der ausklappbare Blitz leuchtet Motive bis auf etwa fünf Meter gleichmäßig aus und nimmt die Leistung bei Makroaufnahmen automatisch zurück. Wenn man die Kamera nach unten richtet, liegt allerdings das Objektiv vor dem Blitz, sodass das Licht den unteren Rand des Bildausschnitts nicht erreicht.

Test
Der herstellereigene 1.700-mAh-Lithium-Ionen-Akku lieferte genug Energie für fast 430 Aufnahmen.

Die DX6490 verfügt sowohl über ein großes 2,2“-LCD als auch über einen elektronischen Sucher. Beide versorgen den Benutzer mit allen nötigen Informationen und zeigen selbst bei schlechten Lichtverhältnissen helle und klare Bilder. Die Kamera ist in der Lage, die Lichtausbeute zu erhöhen, ohne das damit gewöhnlich einhergehende Bildrauschen aufkommen zu lassen. Der elektronische Sucher deckt den Bildausschnitt zu fast 100 Prozent ab und mit dem Dioptrienausgleich lassen sich Sehstörungen kompensieren.

Das optische 10fach-Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 38-380 Millimetern (entsprechend 35-mm-Kleinbildformat) und Möglichkeiten zur manuellen Belichtungseinstellung lassen die 4-Megapixel EasyShare DX6490 in die Spitzengruppe von Kodaks Kameras für Hobbyfotografen aufsteigen. Diese Digitalkamera im Spiegelreflexformat kommt ihren Verwandten an Benutzerfreundlichkeit gleich, ihr fehlt es zum Aufstieg in die Gruppe der Geräte für fortgeschrittene Amateure aber an Raffinessen und Bildqualität.

Artikel von CNET.de: https://www.cnet.de

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