Bildqualität
Trotz aller Einstellmöglichkeiten: Die digitale Ansteuerung, welche moderne Grafikkarten mit einem DVI-Ausgang realisieren, ist die optimale Lösung für einen 21-Zoll-Monitor. In dieser Betriebsart präsentiert sich dem Betrachter auf dem 2180UX ein hervorragendes Bild. Weiß- und Schwarzwert sind gut, die Ausleuchtung gelingt gleichmäßig. Die Darstellung ist scharf und kann mit der mitgelieferten Software Naviset oder über das Onscreen-Menu noch angepasst werden. Im Vergleich zum NEC 2080UX zeigt sich beim 21-Zöller kein kristalliner Effekt auf dem Display wie dies bei SIPS-Panel häufiger zu beobachten ist. Ebensowenig ist das Display vom so genannten Pixelfeuerwerk in Verbindung mit einigen ATI-Karten betroffen. Neben einer FireGL X2 wurde der 2180UX noch mit einer Radeon 9800 Pro und einer Radeon 9600 XT getestet. Bei keinem der genannten Modelle trat eine Fehlfunktion auf.

Spiele und Video
Die Wiedergabe von schnellen Videosequenzen ist für den 2180UX kein Problem. Dank des reaktionsschnellen Panels erfolgt die Darstellung ohne Schlieren. Dank der hohen Leuchtkraft erkennt man auch bei dunklen Szenen noch jedes Detail.

Wie von anderen Geräten mit SIPS-Panel gewohnt, macht auch der NEC 2180UX bei 3D-Spielen eine gute Figur. Im Vergleich zu PVA-Panels sind SIPS-TFTs für Spiele grundsätzlich besser geeignet. Die Angabe der Response-Time von 20 Millisekunden beim NEC kann in Bezug auf Spiele nicht mit der eines PVA-Panels verglichen werden. Schon der Test mit dem Eizo L985EX, der ebenfalls mit einem SIPS-Panel ausgestattet ist, machte dies deutlich. Obwohl dieses Modell lediglich mit einer Response-Zeit von 40 Millisekunden aufwarten kann, ist das Gerät 25-Millisekunden-PVA-Panels gegenüber deutlich überlegen.

Den Test mit F1 Challenge und Unreal Tournamant absolvierte der 2180UX nahezu schlierenfrei. Hardcore-Gamer greifen trotzdem besser zu einem Röhren-Monitor. Für Gelegenheitsspieler sind die Leistungen des Panels sehr gut. Nicht jede Grafikkarte liefert in der nativen Panelauflösung von 1600 x 1200 Bildpunkten genügend Leistung. Wird eine niedriger Auflösung gewählt, ist dies für den NEC kein Problem. Das Gerät ermöglicht ein sehr gutes interpoliertes Bild auf voller Bildschirmgröße.

Ergonomie und Design
Für viele Anwender ist auch das Design eines Monitors interessant. Diesbezüglich kann der NEC mit seinem schmalen Rahmen von nur 1,5 Zentimentern überzeugen. Dank der Kabelführung an der Rückseite des Geräts sind diese in der Frontansicht nicht mehr zu sehen.

Auch in puncto Ergonmie überzeugt der 2180UX. Das Gerät ist leicht dreh- und höhenverstellbar. Mit einem minimalen Abstand von 4,3 Zentimetern zwischen Standfläche und sichtbarem Bildschirm zeigt sich der NEC sehr flexibel. Damit kann das Gerät auch auf einem Schreibtisch mit einer Erhöhung für nicht höhenverstellbare Bildschirme zum Einsatz kommen, ohne dass sich der Anwender dabei eine Genickstarre zuzieht. Beim Wechsel vom Landschaft- in den Portraitmodus oder umgekehrt muss man allerdings auf die Kabelfürhung achten. Ohne manuellen Eingriff spannen sich die Kabel. Eine Portrait-Software liegt dem NEC 2180UX nicht bei. Angesichts der Untersützung dieser Funktion durch den Grafikkartentreiber kann man darauf leicht verzichten.

Fazit
Zweifellos ist NEC mit dem MultiSync LCD2180UX – ein Modell mit schwarzem Rahmen ist ebenfalls erhältlich – ein hervorragendes Produkt gelungen, das als Alternative zum Eizo L985EX betrachtet werden kann. In dessen Preisregion ist der NEC mit einem Straßenpreis um die 1800 Euro auch angesiedelt.

Weitere Infos:

  • Naviset-Software
  • Ansteuerung: digital, analog
  • Farbraum-Infos
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